Ergebnis des LL-Wettbewerbs

Wenn ich schon meine Liebe zu LL nicht in neuen Produkten und coolen Wettbewerben oder Aktionen ausdrücke, da ich meine Energien nicht genügend bündle, ist es umso wichtiger, dass es andere gibt, die die Fahne des genialen kleinen Systems hochhalten – daher war es mir auch eine Ehre, ein Abenteuer zu dem Wettbewerb von Goblinbau-Dennis und Eulenbären-Joni beizutragen. Dass ich keinen Blumenpott gewinnen würde, war mir klar, aber wichtig ist es, viel Material zur Verfügung zu stellen – und da werden nun in nächster Zeit gleich 9 Abenteuer auf die Menschheit losgelassen.
Besonders toll finde ich, in welch illustrer Gesellschaft ich bei den Totalversagern bin, die es nicht auf’s Treppchen geschafft haben. Das sind alles „Urgesteine“, die vom frischen Wind der Newcomer nach hinten gepustet worden. Habe ich schon geschrieben, dass ich mich sehr auf die Abenteuer freue. Genial wäre es, wenn die guten Stücke es als Gratis-PDF zum GRT am 2.2. schaffen würden.
Mein Dank geht an die beiden Organisatoren, die Jury-Mitglieder und einen herzlichen Glückwunsch wünsche ich dem Sieger, den Podisten, den Teilnehmern und den LL-Spielleitern und Spielern, die neues Futter bekommen…
Hier also die Ergebnisse:
Platz 1 beim Eulenbären
Plätze 2 und 3 im Goblinbau

Die Ruins of Adventure-Kampagne

Huzza! In wenigen Wochen ist es so weit. In meiner wöchentlichen Rollenspiel-„Heimrunde“ konnte ich mich lange genug zurücklehnen und unsere lange AD&D 2-Forgotten-Realms-Kampagne wird in Kürze beendet sein.
Dann kann ich wieder die Weltherrschaft an mich reißen. Wir bleiben dann in den „Vergessenen Reichen“ und spielen eine etwas aufgebohrte Version von „Ruins of Adventure“ (Computerspieler kennen das Spiel als den SSI-Titel „Pool of Radiance“) – allerdings nicht mit AD&D 1, sondern mit Labyrinth Lord.
Die Grundidee des Abenteuers ist eine (gelenkte) Sandbox. Die Spieler werden in die von Monstern überrannte Stadt „Phlan“ am Mondsee gebracht. Ein Teil der Stadt konnte den Monstern schon entrungen werden und ist nun halbwegs sicher – der Job der Charaktere besteht nun darin, in Form von Aufträgen für den Stadtrat oder die unterschiedlichen Kirchen weitere Teile des alten Stadtgebietes zu „befrieden“. Sie können sich praktisch überall hin bewegen und machen was auch immer sie wollen – allerdings sind natürlich zu bestimmten Zeitpunkten nicht alle Wahlmöglichkeiten sinnvoll. Es gibt jede Menge Rätsel, kleine Nebenabenteuer, fiese Monster und sogar einen richtigen „Endboss“ – aber das „große Ganze“ werden die Charaktere erst viiiiiiiel später überblicken können. Zuerst einmal heißt es – Orks verkloppen und ihre rostigen Schwerter für ein paar Silberstücke beim Händler zu Geld zu machen.
Ich verschärfe die ganze Nummer mal und die Ursprungssituation ist folgende: Die Charaktere (Stufe 1 natürlich – wir sind ja keine Weinerles) sind allesamt zum Tode verurteilt und bekommen die Chance, sich eine Begnadigung zu erkämpfen. Mal sehen wie früh oder spät im Spiel das dann wirklich eintrifft. Natürlich können sie auch problemlos fliehen – die Welt steht ihnen schließlich offen, aber die Gerichtbarkeit wird schon irgendwie dafür gesorgt haben, dass die Begnadigungen auch hart genug erkämpft sein wollen.
Charakter tot? Kein Problem? In Phlan laufen noch genügend Todgeweihte herum…
Spielmechanisch erschafft nun jeder Spieler einen Charakter, den er mit einer Hintergrundgeschichte versieht, die Monster und Schätze im Wert von 200 EP enthalten kann. Außerdem sollte kurz erklärt werden, wofür der Charakter zum Tode verurteilt wurde, was ihn nun – zusammen mit etlichen anderen gescheiterten Existenzen – auf den alten Kahn gebracht hat, der nur noch wenige Meter vom Anlegekai dieser völlig heruntergekommenen Stadt, entfernt ist.
Ich hoffe, ich schaffe es dieses Mal wirklich, die komplette Runde auf diesem Blog zu dokumentieren.

Wahl zum „Roguelike“ des Jahres 2012

Bevor ich loslege, sollte ich vielleicht erklären, was ein „Roguelike“ ist – kurz gesagt: 
Eine grafikloses- zumeist auf ASCII-Zeichen basierendes –  Computer-Rollenspiel mit mehr oder weniger detaillierter Hintergrundwelt mit (Zufalls-)Dungeons und allem, was das Herz begehrt, die man mit einem Charakter frei bereisen kann.
Mein persönlicher Favorit hier ist ja ADOM von Thomas Biskup, der gerade mit Hilfe eines äußerst erfolgreichen Kickstarters daran arbeitet, ADOM II zu perfektionieren. Wenn wir mal einen gemeinsamen Termin finden, gibt es demnächst auch ein Seifenkisten-Interview.
Bisher kannte ich ungefähr 10 Roguelikes, aber schon die Liste bei der Wahl hat mich echt umgehauen. Soooooooo viel SAND!!! 
ADOM und ADOM II sind übrigens souverän auf den Plätzen 2 und 3 gelandet – geschlagen nur von „Tales of Maj’Eyal“, das ich bisher noch nicht kannte – Google wird mir aber bestimmt weiterhelfen. 
Hier nun seht ihr auf einen Blick wie die Wahl ausgegangen ist – viel Spaß beim Googeln der Titel und Downloaden (und hoffentlich Spielen) einiger der Teilnehmer…

[Hohlbein-TV] Neulich bei Autors…

Gestern war es (endlich) so weit – Die Hohlbeins liefen auf RTL2. Und weil ich als bekennender Bauerntrampel einige dieser Formate unterhaltsam finde, habe ich natürlich glatt eingeschaltet, als der nette Fantasy-Büchermillionär von nebenan sich und seine Familie in Szene gesetzt hat.
Heißer Tipp: Derzeit kann man auf dem oben angegebenen Link noch die erste Folge in voller Länge online sehen.
Kurze Werbeeinblendung: Selbst wenn nicht unbedingt alle genannten Titel aus der Feder des großen Meisters stammen, kann ich doch drei Serien guten Gewissens empfehlen:
– Die Jahr des Greifen-Trilogie – im DSA-Kosmos angesiedelt und absolut solide. (Wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht aber eigentlich von Meister Hennen zu Papier gebracht.)
– Die Hexer von Salem-Reihe – sehr pulpige Serie auf Lovecrafts Spuren. Das kann nicht jeder ab, aber ich mochte die immer sehr
– Die Enwor-Reihe – ein genialer erster Teil, ein toller zweiter Teil, ein guter dritter Teil und ganz üble Teile 4 bis 10
Zurück zur Reality-Doku: Ich
war dann doch etwas „underwhelmed“. Die erste Frage, die ich mir gestellt habe – was will er damit erreichen? Die Chance, bei einem solchen Format zur Witzfigur „montiert zu werden“ ist echt groß und die Möglichkeit „echten Ruhm“ einzuheimsen, ist verschwindend gering. Soll irgendein Buch promoted werden? Die Karriere des Töchterleins angeheizt? Das komische Musical in die Gewinnzone gebracht? Man weiß es nicht…
Doch dafür, dass es unterhaltsam sein soll, ist die Familie
einfach zu „langweilig“. Da braucht es schon einen freundlichen und leidlich grenzdebilen Ozzy mit seinen
überzüchteten Blagen und alles vollscheißenden Hunden oder die völlig an der Realität
vorbeikaspernden Geissens. Schade, das war einfach zu normal – auch wenn
ihr euch für noch so crazy haltet, liebe Hohlbeins. Obwohl ihr ja noch ein paar Dutzend Kinder in der Hinterhand habt, um der Serie Würze zu geben, aber vermutlich waren die clever genug, in diesem Format nicht stattfinden zu wollen.
Was denkt ihr…?

… liegt im Ermessen der Schulleiterin!

Ich blättere ja immer in diversen Rollenspielen, die bei mir im Regal rumfliegen – gerade habe ich Hellcats and Hockeysticks in der hand und ich finde es großartig, dass der Spielleiter als hier „headmistress“ bezeichnet wird.

Sammelt soch mal bitte mit mir – an langweiligen Bezeichnungen gibt es:

– Spielleiter / Dungeon Master / Game Master / Referee (D&D durch die Zeiten)
– Meister (Das schwarze Auge)

Generator für „klassische“ Rollenspieltitel

Keine Ahnung, ob man diesen Beitrag zu meinem Vorsatz zählen kann mehr spielbares Material zu präsentieren, da es sich nicht um Material im eigentlichen Sinne handelt, aber wenn man in der Sandbox nicht festgelegt hat wie der Dungeon in dem Gebirge im Westen des Orkreiches heißt, kann man hier schnell mal was anständig Old-Schooliges auswürfeln:
Manchmal klingt es übrigens besser, noch einen bestimmten Artikel (der / die / das) vor den Titel zu setzen, aber das ist reine Geschmackssache…
1W20
1 Grotten
2 Katakomben
3 Quelle
4 Abtei
5 Höhlen
6 Hügel
7 Galaxis
8 Wald
9 Forst
10 Kloster
11 Schlucht
12 Ruinen
13 Festung
14 Ebenen
15 Krypta
16 Grab
17 Tempel
18 Berge
19 Sümpfe
20 Insel
1W20
1 des Todes
2 des Nekromanten
3 der Mumie
4 des Drachen
5 des Untergangs
6 des verrückten Einsiedlers
7 des Irrsinns
8 der Schrecken
9 des Wahnsinns
10 des Vergessens
11 der Verdammten
12 der Zeit
13 des Wassers
14 des Feuers
15 der Luft
16 der Erde
17 der Verlorenen
18 der Verdammten
19 der Finsternis
20 des Mondes
Mein erster Wurf erbrachte dann mal direkt „Die Sümpfe des Todes“ – würde ich sofort spielen!

Hellfrost – Vorbestellerangebote

Es gibt mal wieder die Chance für die deutschen Savages ein paar Euronen zu sparen – und vor allem dafür zu sorgen, dass die drei Hellfrost-Grundbände für Savage Worlds gleichzeitig erscheinen. 
Das ist natürlich nur dann interessant, wenn man sich für das eisige Setting interessiert, aber ich denke das deutsche Savage Worlds kann ein schönes (halbwegs) klassisches gut gebrauchen. Hellfrost wurde ja auf der SPIEL 2011 (glaube ich) schon gelauncht, scheiterte aber aus diversen Gründen (Übersetzung, Format, Folgebände erschienen nicht) und jetzt soll alles besser gemacht werden. Die Bücher erscheinen im gleichen Format wie die anderen deutschen SaWo-Sachen und das leicht vergeigte Spielerhandbuch wird nochmal überarbeitet, um Glossar- und übersetzungstechnisch etwas einheitlicher daher zu kommen.
Ziel der Aktion ist es, in den nächsten 3 Monaten 14000 Euro zusammenzubekommen. Schon nach dem ersten Tag waren 5% der Summe erreicht, wie man dem Fortschrittsbalken unten auf der Seite entnehmen kann. Ein (knappes) weiteres Prozent sollte gleich dazu kommen, wenn meine 130 Euro für die drei limitierten Bände dazukommen und das nächste Mal aktualisiert wird.
Also raus mit der Kohle – die Bände erscheinen zwar sowieso, aber es wäre schon schick, sie alle gleichzeitig am Tisch zu haben und nicht häppchenweise alle drei Monate.
Hier geht es zu den Vorbestellungen der limitierten Teile und hier gibt es die „normalen“ Bücher vorzubestellen.
Ach ja – wer sich mit einem schon gekauften „alten“ Spielerhandbuch fotografiert und das Foto an Prometheus schickt, bekommt die PDFs der drei neuen Bücher gratis – ein mehr als faires Angebot, denke ich!

Rollenspiel-Vorsätze für 2013

Tja, was steht an? Welche Sachen müssen endlich 2013 mal fertig werden?
Ganz allgemein nehme ich mir natürlich wie immer vor, rollenspielerisch etwas kürzer zu treten. Wie schon 2010 bis 2012 hat das überhaupt nicht geklappt, ich vermute also, dass auch 2013 Essig ist mit diesem Vorsatz – aber es ist auch ein zu schöner Ausgleich zum sonstigen „normalen Leben“.
Also Butter bei die Fische! Was kommt 2013?
 
– (endlich) „Friss einfach nicht so viel, du fette Qualle!“ vom Text her fertig und druckreif bekommen
– (ebenso endlich) den Myranor-Gladiatorenband von den Texten her fertig stellen (ich hoffe Frank und Markus sind noch mit an Bord)
– eine kleine Traveller-Übersetzung
– ein paar kleine Tablerop-Übersetzungen
– die „üblichen“ Cons besuchen
– ein Aventurien-Ork-Abenteuer schreiben (muss mal „Axel Spor“ fragen, ob das noch auf dem Schirm ist…)
– das alljährliche Labyrinth Lord-Abenteuer schreiben (evtl. mit Marc, Andy oder Paule)
– an kleinen Wettbewerben teilnehmen
– noch undefinierte Projekte in Richtung Savage Worlds / Warhammer
– Artikel für Magazine wie Anduin, Abenteuer. oder Slay! schreiben
– den Blog wieder etwas mehr auf Old-School-Kurs bringen
– 1000 Blogposts noch im Januar abschießen
– öfter am Blogger-Karneval teilnehmen
– weiterhin alle deutschen Rollenspiel-Podcasts hören
– vielleicht etwas weniger spielen (Ja! Ich bin in der komfortablen Lage sehr viel zu spielen und zu leiten!)
– einen erfolgreichen 2.2.2013 erleben – GRT (und eventuell die Pläne für die folgenden Ausgaben in gute Hände abgeben)
– einen (möglichst) unabhängigen deutschen Rollenspielpreis (vielleicht sogar schon für 2013) anschieben