Original-Cover-Illu des Holmes D&D-Sets aufgetaucht!

Ja, da leck mich doch einer fett – ich will auch in diesen Lagern rumwühlen!
Steve Winter ist in den Wizards of the Coast-Archiven über die originale Illustration des Holmes-Covers gestolpert. Falls die Farbgebung für Verwirrung sorgt – auf der Box war das hier gefundene vollfarbige Cover aufgedruckt, das Buch selber war dann farbtechnisch in einen Blauton verändert worden.
Sagt mir bitte Bescheid, wenn das Teil bei eBay auftaucht. Nicht, dass ich es mir leisten könnte, aber ich wüsste sehr gerne bei wie vielen Dollar es landet.
… wobei nach Erzählungen von Dominik auch eine Wanderung durch die Lager des Games-In in München ein spektakuläres Old-School-Ereignis sein dürfte.

Against the Slavelords

Das ist mal eine interessante „offiziell“ Old-School-Neuigkeit!
Die 4 Abenteuer der Sklavenhändler-Reihe für AD&D 1 (also problemlos mit Labyrinth Lord spielbar) werden am 18. Juni 2013 als Hardcover neu aufgelegt werden.
Zusätzlich zu den Reprints der 4 Abenteuer wird es ein neu geschriebenes Einleitungsabenteeur geben – leider steht nirgends wer das nun verzapft hat. Man darf gespannt sein, ob WotC konsequent sind und einen der „alten TSR-Recken“ damit beauftragt haben, oder ob sich ein Schreiber einer anderen Generation daran versucht hat. Nächste Frage – nehmen sie die Einzelabenteuer für ihre Version oder die leicht modifizierte Zusammenfassung aus dem Jahr 1986?
Auf jeden Fall ein Muss auf meinem Einkaufszettel.
Zur Info:

[Kurz-Rezi] J. E. Holmes – The Maze of Peril

Hammer! Das war mal wieder eine richtig erfrischende Fantasy-Lektüre! Und zwar nicht, weil sie unfassbar modern war, sondern herrlich altmodisch und einem einen guten Einblick gibt wie in den späten 70ern Rollenspiele gespielt wurden.
… und ich muss euch direkt daran teilhaben lassen.
Es handelt sich um ein kleines Büchlein mit gerade mal 147 Seiten, in dem John Eric Holmes, der Designer der legendären D&D-Box aus dem Jahr 1977 augenscheinlich eine seiner Spielrunden in Romanform transformiert hat. Dieses Unterfangen gelingt nur in den seltensten Fällen, aber da Holmes als Sprachwissenschaftler doch auch halbwegs vernünftig schreiben kann, ist fast etwas wie ein „echter“ Roman daraus geworden.
Zur Handlung verrate ich nicht viel, außer, dass eine klassische Abenteurergruppe (zunächst noch verstärkt durch zwei angeheuerte Kämpfer) in einen Dungeon vordringt, einen scheinbar verlassenen Tempel und eine amtliche Goldstatue findet.
Zurück im Dorf ist man zwar stinkreich, aber es zeigt sich, dass man in den Dungeon zurückkehren muss, um einen gefallenen Kameraden zu „befreien“ der vom Kult mit untotem Leben erfüllt wurde und wohl bei einem unheiligen Ritual einen Platz in der ersten Reihe sicher zu haben scheint.
Das Ding hat alles, was zu einem amtlichen Old-School-Abenteuer gehört – einen Dungeon, eine Heimatstadt, einen Detektiv-Part, einen Friedhof, kreative Lösungen, bei denen man das Spielergehirn durchblitzen sieht, Streit in der Party, interessante Gruppenmitglieder (Halbling, Dunkelelf, Kleriker, teilweise Paladin, Zentaur, eine Amazone…)…
Einfach toll – und für mich als historisch interessierten Rollenspieler besinders genial ist der Einblick in „Wie spielte man damals?“. Beispielsweise war mir noch nicht klar, dass die Zaubersprüche (zumindest in Holmes‘ Gruppe) auch in gereimter – zumeist lateinischer – Form gewirkt wurden.
Auch interessant ist das Büchlein in Hinblick auf die Religion, die vorkommt – so ist der Paladin ganz klar „Christ“ – wird auch als solcher bezeichnet, dazu gibt es einen Dagon-Kult und diverse cthuloide Elemente.
Ich kann gar nicht aufhören zu schwärmen – im Nachhinein fallen mir immer mehr abgefahrene Elemente auf wie der „Anführer der Gruppe“, der Halbling Boinger, der einen amtlichen Schlag bei Frauen hat und zwischendruch sowohl die Bardame als auch die Amazonen-Kapitänin mitnimmt oder die geniale Lösung einen Fleisch-Golem durch einen Mini-Basilisk (von der Beschreibung her eine Cockatrice) zu besiegen, was natürlich nur dazu führt, dass man es nun mit einem Steingolem zu tun hat, der fast ganz alleine mit dem Dagon-Kult den Boden aufwischt…
… P.S.: Das Ding ist unfassbar schlecht zu bekommen, aber der Papa hat gerade eine kleine, aber charmante eBay-Auktion am laufen…

The Savage Afterworld unterstützt Jim Ward!

Es ist zwar der 1. April, aber ich habe dennoch ein etwas ernsteres Thema auf der Pfanne.
Mein Lieblingsblog für postapokalyptische Angelegenheiten, The Savage Underworld, hat – wie man hier unschwer erkennen kann, sehr, sehr coole Würfel am Start! Diese Würfel kann man portokostenfrei weltweit zugeschickt bekommen, wenn man 5 Dollar für eine sinnvolle Sache spendet – und zwar an diese Seite hier.
Bei der Aktion dort geht es darum, dass Jim Ward, der Erfinder von Metamorphosis Alpha, Gamma World und etlichen anderen coolen TSR-Produkten, schwer krank ist und er zwar krankenversichert ist, aber die „Nebenkosten“ der Krankheit schon hart auf ihm und seiner Familie lasten. Jeder Dollar, der dort gespendet wird, unterstützt ihn und ich will nicht den nächsten der „Gründerväter“ des Hobbys ins Gras beißen sehen.
Ihr erhaltet für je 5 Dollar (Maximum 25) einen der Savage Afterworld-Würfel – und jammert nicht rum, wenn ich euch auf den nächsten Cons bei Mutant Future-Runden an die Wand würfle. Ihr könntet schließlich selber solche Würfel besitzen…

Meine Top 25 Rollenspiel-Abenteuer

Von Tackfrackpapp im Tanelorn-Forum verlagt – hier sind meine Top 25-Abenteuer. Und zwar mehr oder weniger spontan aus der Hüfte geschossen, ohne groß zu überlegen, aber dafür als richtige Rangliste. Deswegen ist wohl viel alter TSR-Kram dabei, weil ich das alles schon am häufigsten geleitet haben dürfte. Vermutlich würde etwas längeres Überlegen mehr aktuelle Abenteuer in die Hitliste spülen:

1) Night’s Dark Terror (D&D Classic –
TSR UK – Jim Bambra, Graeme Morries & Phil Gallagher)
2) Die vergessene Stadt (D&D Classic –
TSR – Tom Moldvay)
3) Carcosa (LotFP RPG – LotFP – Geoff
McKinney)
4) Insel der Schrecken (D&D Classic –
TSR – Tom Moldvay)
5) Der Tanz zum Tod (Ruf des Warlock –
Games In – Olaf Heinen)
6) Bewährung für die Kriegsherren (D&D
Classic – TSR – Douglas Niles)
7) Mad Mesa (Boot Hill – TSR – Jerry
Epperson/Tom Moldvay)
8) Im Rätsellabyrinth des Minotaurus (D&D
Classic – TSR – Jeff Grubb)
9) Burg Bernstein (D&D Classic – TSR –
Tom Moldvay)
10) Gefängnisplanet (Traveller –
Mongoose – Gareth Hanrahan)
11) Castle Zagyg (Castles & Crusades –
Troll Lord Games – Gary Gygax)
12) Tegel Manor (D&D Classic – Judges
Guild – Bob Bledsaw/Bill Owen)
13) Festung im Grenzland (D&D Classic –
TSR – Gary Gygax)
14) Narrenball (Call of Cthulhu – Laurin
– ???)
15) Der Schrecken von Randall Castle
(Private Eye – Redaktion Fantastik – Janni Steines)
16) People of the Pit (Osric – Brave
Halfling – Alphonso Warden)
17) Village of Hommlet (AD&D 1 – TSR
– Gary Gygax)
18) Pod Caverns of the Sinister Shroom
(Osric – Expeditious Retreat – Matt Finch)
19) Mehr als 1000 Oger (DSA 1 – Schmidt
Spiele – Ulrich Kiesow)
20) Trouble Brewing (Gangbusters – TSR –
Tom Moldvay)
21) Ruins of Adventure (AD&D 1 – TSR
– Breault/Cook/Ward/Winter)
22) Isle of the Unknown (LotFP RPG –
LotFP – Geoff McKinney)
23) Borbarads Fluch (DSA 1 – Schmidt
Spiele – Claus Lenthe)
24) White Plume Mountain (AD&D 1 –
TSR – Lawrence Schick)
25) Die Larm Chroniken (Labyrinth Lord –
Mantikore – ich)
… mir fällt gerade auf, dass ich ein ganz schöner Tom Moldvay-Fanboy bin. Oder er war einfach ein guter Abenteuer-Designer.

TSR Archive

Ich hatte schon etwas Angst, das TSR Archive, die beste Überblicksseite zu alten TSR-(A)D&D-Produkten sei aus dem Netz verschwunden, aber es sieht so aus, als bestünde im Gegenteil sogar Hoffnung, dass das gute Stück wieder mal aktualisiert werden könnte.
In der Zwischenzeit ist der Inhalt der Seite hier hochgeladen – schaut einfach mal vorbei: Es gibt sogar Infos über ausländische TSR-Sachen.
Mehr Infos zum Stand der Dinge gibt es im RPG-NET-Forum

Frank Mentzer plaudert…

Herrlich! In zwei PodCasts plaudert Frank Mentzer, der Editor der roten D&D Box (und Editor der blauen, sowie Autor der türkisen, schwarzen und goldenen) über (natürlich) BECMI D&D, seine Aquaria Kampagne inklusive seiner Pläne sie mit einer eigenen Firma herauszubringen, die Historie von TSR, die OSR und vieles, vieles mehr.

Hört es euch mal an, für mich ist mentzer immer noch der Rollenspielautor, der mich am meisten geprägt hat.

Die beiden Podcasts sind bei Save or die und Roll for Initiative

Erster Roman auf TSR-Welten-Basis?!?

Na? Was würdet ihr sagen?

Neulich konnte man ja schon im Grubb-Beitrag lesen, dass Darkwalker on Moonshae von Douglas Niles im Jahr 1987 der erste Roman war, der in den Forgotten Realms spielte. Das ist schonmal ordentlich alt, aber natürlich lässt sich das deutlich unterbieten.

Greyhawk? Da gibt es doch bestimmt ältere Romane…
Saga of Old City, der erste Roman der Gord the Rogue-Reihe von Gary Gygax ist immerhin aus dem Jahr 1985.

Wie sieht es mit dem Drachenlanze-Setting aus? Der erste Band der Chronicles-Reihe von Weis/Hickman Dragons of Autumn Twilight erschien 1984. Jetzt bewegen wir uns also in dem Zeitbereich, in dem D&D seinen Weg nach Deutschland fand?

Geht es noch älter?

Natürlich! Zwar nicht unter dem offiziellen Dach von TSR, die sich erst mit Drachenlanze auf den Roman-Markt wagten, aber der älteste Roman, der in einer D&D/AD&D-Welt spielt, ist Quag Keep von Andre Norton, der schon 1978 mit freundlichem Dank an Gary Gygax Greyhawk literarisch in Szene setzte.

Jeff Grubb und die Forgotten Realms!

Oha! Jeff Grubb, den ich ja auch schon zu seiner Rollenspielkarriere befragen durfte, hat auf seinem Blog ein paar Informationen über die Entstehungsphase der Forgotten Realms veröffentlicht!

Mir ist ganz peinlich, dass mir gar nicht bewusst war, wie sehr er an der Entstehung des wohl ausuferndsten Rollenspiel-Settings überhaupt, beteiligt war. Schande über mein Haupt. Dabei ist die Zeit, in der das Setting (mit allen Abenteuern, Quellenbüchern, Regeln und Romanen) auf den Markt gebracht wurde meine zweite Hochphase, in der ich mich für Rollenspiele interessierte. (Die erste war in den Jahren 1983 bis 1986 – nur so falls jemand fragen sollte…)

Also ist neben dem obligatorischen Dank an Ed Greenwood wohl auch ganz klar ein ebenso großes DANKE SCHÖN an Jeff angebracht, denn die Realms haben mir Ende der 80er und Anfang der Neunziger – später nochmal Ende der 90er während des Studiums viele schöne Stunden bereitet.