Misslungene Abenteuer-Anfänge!

Heute: DSA 89 „Tal der Finsternis“ von Ralf Hlawatsch! Sorry, Ralf, keine Ahnung ob du das hier jemals lesen wirst, aber ich habe auch schon bessere Sachen von dir gelesen.

Eigentlich interessiert mich DSA nur am Rande, als Sammler jage ich aber bei ebay immer nach Abenteuern unter 2 Euro. Gestern kam bei mir das Tal der Finsternis an und ich hatte als Beifahrer auf dem Weg zur hundeschule Gelegenheit dazu, mir die ersten Seiten – die Visitenkarte eines Abenteuers – genauer anzusehen.

Spektakulär fehlgeleitet ist die dreifache „Chance“ für die Spielergruppe aus dem Abenteuer auszusteigen oder herauszufliegen, wenn sie nicht auf eine bestimmte Art und Weise handeln oder nicht handeln.

Warum bitte sehr schreibe ich dann ein Abenteuer, wenn ich schon vor dem Start als Spielleiter die Gruppe dreimal in eine bestimmte Richtung drängen muss, damit ich nicht mein tolles neues Abenteuer direkt wieder in den Schrank stellen oder in den Papiermüll werfen kann – das ist doch völlig hirnrissig.

Ich schildere mal kurz diese Ausgangssituation generell und die „Rausschmiss-Situationen“ im speziellen.

Abenteuer-Aufhänger ist ein Typ, der in einer Kneipe die Gruppe anspricht (Schnarch! Das ist ja als Klischee, mit dem gespielt wird, ganz witzig, hier ist es aber absolut ernst gemeint!) und einen Job vom Prinzen höchstpersönlich vermittelt. Dieser Prinz stellt die Gruppe auf eine Probe, die sie bestehen müssen, um den eigentlichen Auftrag anzunehmen.

Was kann jetzt schief laufen?

EINS: Der Typ bietet als Bezahlung die Teilnahme am kaiserlichen Mahl an (weil die Gruppe dort landen MUSS) – wollen sie lieber Geld haben, ist das Abenteuer beendet.

ZWEI: Der Prinz bietet den Abenteurern nach gelungenem Auftrag Geld an anstatt der Teilnahme am Mahl – wenn sie darauf eingehen ist das Abenteuer beendet.

DREI: Auf dem Fest müssen einige Wahrnehmungsproben gelingen – ist das nicht der Fall, entgehen den Abenteurern diese Informationen, ist das Abenteuer für sie beendet ODER aber der Deus ex machina greift ein und der „Edle Pagol“ hilft der Gruppe auf die Sprünge.

Warum bringe ich meine Spielleiter in eine solche in Gefahr? DSA Spielleiter genießen meine höchste Achtung und mein größtes Mitleid, denn solche Vorkommnisse gibt es nicht nur hier, sondern in eigentlich jedem Abenteuer.

Vom linearsten Abenteuerverlauf des Universums auf den restlichen Seiten des Abenteuers, wo immer mal wieder Dinge „passieren müssen“, damit es weitergeht, will ich an dieser Stelle gar nicht reden…

OSRIC 2.0 ist endlich da! (Gratis-Download)

Voerst „nur“ als Gratis-PDF-Download! Aber wer kann schon zu 400 Seiten AD&D 1. Edition-„goodness“ nein sagen? Also schwingt euch auf die offizielle Seite und ladet das Hammerteil runter!

Mein erster Blick zeigt, dass zwar die kompatibilität zu AD&D noch absolut gegeben hat, das Retro-Clone-System sich aber stellenweise emanzipiert hat – mal ganz abgesehen von der mittlerweile wirklich sinnvollen Aufteilung und Präsentation!

D&D 4E Gift Set

Ja leck mich fett!!! Vorgestern habe ich über den günstigen Preis bei Amazon geschrieben undselber direkt zugeschlagen, da ich dachte 38 Euro und ein paar Zerquetschte wären der Top-Preis! Ich Vollidiot! Hätte ich bis heute gewartet, dann hätte ich lockere 7 Euro gespart, denn heute kostet die Box 31,10!!!! Euro!!!!!

Ich hätte nie gedacht, dass ich mal für diese lustige D&D-Ausprägung Werbung machen würde, aber ich denke jetzt sollte man doch zuschlagen!

Brave Halfling Publishing – NEUES FORUM

Ich habe eben mal ein Forum für die Schlawiner von Brave Halfling Publishing zusammengeschustert. Keine Ahnung, ob es sich durchsetzen wird, oder wie viel sich noch ändert, denn bisher ist es mit heißer Nadel gestrickt. Ihr könnt ja mal reinschneien und sehen, was sich tut…

Wenn ihr Ideen habt, welche Unterforen noch benötigt werden, meldet euch ruhig zu Wort.

Würde mich freuen, einige schlaue Köpfe der deutschen Blogger-Gemeinde dort zu treffen. Die Unterforen werden zwar in englischer Sprache sein, aber ich richte eines für den „Tapferen Halbling“ ein.

EDIT: Nur als Ergänzung: Dieses Forum soll keine Konkurrenz zu bestehenden amerikanischen Old School-Foren darstellen. Es soll lediglich ein Ort für Mitarbeiter und Sympathisanten sein, um sich auszutauschen und gegenseitig zu helfen.

FEDER & SCHWERT stellt D&D 4E ein!




… und mir ist es völlig schnurz! Nicht, dass ich hier irgendwie auf dem Regelwerk herumhacken will, es ist nur, dass ich mir die deutschen Sachen eh nicht gekauft hätte.
Immerhin dürften die F&F-Regelwerke durch die jetzige Situation im Laufe der Jahre einen gewissen Sammlerwert entwickeln. Vielleicht werden sie dadurch sogar für mich interessant. Aber mich hat auch schon die drittklassige deutsche Vermarktung der 3. Edition durch Amigo nicht gestört, da ich die Sachen ohnehin nie kaufen wollte. Zu dem Zeitpunkt war ich mit der 2. Edition von AD&D absolut zufrieden und hatte mir immerhin mit den englischen 3E-Grundregelwerken eine Meinung bilden können.
Der Fall liegt Ende 2008 ähnlich! Ich bin mit Classic D&D absolut zufrieden und habe mir direkt ein Gift Set mit den drei 4E-Core Books gekauft, um wenigstens in Ansätzen mitreden zu können.

Egal was in der nächsten Zeit für Gründe angeführt werden werden: ich bin sicher, dass es ganz einfach an zwei Dingen gelegen hat: zu heftige Preise und völlig minderbemittelte Werbung für das Produkt.

… und gute Nacht!

So gefällt es mir!

… und zwar auf ästhetischem Gebiet. Für mein nächstes Abenteuer (Dolm River – Ich habe schon das eine oder andere Mal davon erzählt…) haben drei unterschiedliche Künstler etwas zu den Innen-Illustrationen beigetragen und ich finde alle drei auf ihre Art und Weise klasse!

Fangen wir mal mit dem an, der zuletzt dazu gestoßen ist: Filip Stojak, den einige vielleicht von seiner Arbeit für die „Abenteuer.“ her kennen. Er hat drei kleine „Bildchen“ beigetragen, unter anderem einen Steinriesen, der das Schiffchen der Spieler nicht einfach so passieren lassen soll. Bei FIlip sieht man genau, dass er sonst ein wenig anders malt, in seiner Brust aber ein älteres herz schlägt, als sein Alter aussagt – von dem kann man noch einiges erwarten.

Nummer 2 ist Brian „GLAD“ Thomas (hier ist sein Portfolio), einer der drei Jungs von Three-Headed-Troll – sein Bild habe ich mir extra für meine Abenteuer ein paar Dollar aus der Privatschatulle kosten lassen, denn ich kannte sein Bullywug-Bild und habe extra eine Begegnung darum herum gestrickt. Brian ist absolut beständig in seinem Stil, obwohl sein Portfolio auch zumindest ein Bild aufweist, das in jedem D&D 3E-Produkt nicht auffalen würde. Gerade seine schwarz-weiß-Werke mag ich besonders gern, ich finde sie deutlich stimmungsvoller als die kolorierten Fassungen.

Der dritte ist mein „Hofkünstler“ – Andy „ATOM“ Taylor (hier seht ihr mehr von ihm). Er hat wieder eine ganze Reihe kleiner Illustrationen zu dem Projekt beigesteuert. Ich mag vor allem die, wo Claudia Rusticus, die ja von den Abenteurern beschützt werden soll, sich den Helden energisch widersetzt. Gut, ich habe mit Andy etwas geschimpft, da einige Proportionen doch etwas zu „günstig“ ausgefallen sind, aber der Charisma-Wert von 16 ist sehr gut zu erkennen. Ganz nebenbei ist Andy auch Teil der Dreiköpfigen Trolle und gerade irgendwie in einer Phase seines Schaffens, wo sich sein Stil etwas zu ändern scheint. Er wird irgendwie „moderner“ und ich weiß noch nicht ob ich das gut finden soll, oder ob ich ihn in Zukunft bitten soll, wieder etwas weniger Detail in seinen Bildern unterzubringen…


Ein großes Dankeschön geht an alle drei, denn für mich steht und fällt ein Rollenspielprodukt mit der passenden optischen Unterstützung und da fühle ich mich in besten Händen.

D&D 4E verkauft sich wie geschnitten‘ Brot?!?

Also ich wage es ja immer noch die Aussagen meiner Freunde von Wizards von wegen: „Wir haben das volle Programm verkauft und schon 2 Auflagen nachdrucken lassen!“ zu bezweifeln. … außerdem ist mir gerade nach ein paar bösen Antworten anonymer User zumute.

Dass die Regelwerke in den Läden liegen wie Bleibarren, habe ich von einem Kumpel (Besitzer eines großen Rollenspielladens) ja schon in Erfahrung gebracht, aber jetzt verramscht Amazon die Komplettsets für ein Butterbrot.

Die Amis kommen für $66.12 in den Genuss der drei Handbücher im stattlichen Schuber, wir Deutschen müssen noch weniger löhnen – für lumpige 38,40€ gehört die Kiste uns. Das sind mal eben 3,45€ mehr, als das deutsche Monsterhandbuch kostet.

Also spektakuläre Verkaufszahlen als Beweis für ein spektakuläres Rollenspiel sind für mich doch ein arg anzuzweifelndes Argument.

Egal! Ich nutze die Chance, um billig an mein zweites „Gift Set“ zu kommen. Dann habe ich ein eingeschweißtes Exemplar für meine Sammelwut!

US Old School-FANZINES:

Ich habe eine brandheiße Information aus den USA: Die meisten hier kennen ja das spektakuläe Magazin „Fight on!“, von dem bisher drei Ausgaben erschienen sind. Fight on! bezieht sich ganz allgemein auf ältere Rollenspielsysteme, will sich auch mit seinen Monster-Angaben oder Ähnlichem nicht systemtechnisch festlegen lassen.

Ein paar weniger wissen, dass demnächst von Matt Finch und Konsorten ein Magazin namens „Knockspell“ erscheinen soll, welches sich vor allem um Swords & Wizardry kümmern soll, in geringerem Maße auch um Osric und Labyrinth Lord. Wer Matt etwas näher kennt, weiß, dass wohl vor allem seine beiden „eigenen“ Systeme Osric und S&W gefeatured werden dürften.

Was nun aber NIEMAND weiß, ist dass Alphonso Warden das schleichende Gefühl hat, dass Labyrinth Lord in dieser Bewegung irgendwie unterrepräsentiert ist – und das, obwohl es definitiv vor der Fertigstellung von Osric 2 das reifste und am besten durchdachte der Neo-Clone-Systeme ist.
Er plant ein Magazin mit Abenteuern herauszubringen, für das er selber schreiben möchte und zu dessen erster Ausgabe ich wohl auch ganz sicher ein kleines Labyrinth Lord-Abenteuer beisteuern werde. Es ist geplant, dass das Magazin Ähnlichkeit zu den alten Ausgaben der „Dungeon“ hat, was ja nicht völlig verkehrt sein kann. Ein bestimmter Name ist bisher noch nicht im Gespräch.
Ich bin mal gespannt wie sich die Sache entwickelt. Er wollte nämlich John Adams von Brave Halfling Publishing federführend mit ins Boot holen, ich habe John allerdings abgeraten, weil der sich erstmal um seinen heranwachsenden verlag kümmern soll.

Zufallsbegegnungen!

In letzter Zeit war die Kommentar-Abteilung meiner Blog-Einträge etwas leer, deswegen schwinge ich mich mal wieder auf die Seifenbox und verkünde unbequeme oder unbeliebte Ideen.

In meiner Rollenspielwelt spielen Zufallsbegegnungen eine große Rolle. Ich liebe meine Begegnungstabellen, denn sie sind das, was meine Hintergrundwelt erst zu einer lebendigen Welt machen. Dazu müssen sie logischerweise immer der Situation und der Umgebung angepasst werden, damit sie ihren Sinn erfüllen können.
Auch nach Old School-Betrachtung ist ihr Sinn nicht, den Spielern Ressourcen zu entziehen, wie ich hier lesen durfte. In solchen Kategorien denke ich beispielsweise gar nicht! Ich habe keine Spielleiter-Strategie, um Spieler „fertig zu machen“, um ihnen „das Leben schwerzumachen“ oder um ihnen andererseits „bei einer Aufgabe zu helfen“.
Ich bin nur dazu da, um ihnen eine funktionstüchtige Welt zu präsentieren, in der sie agieren können.
Der Sinn dieser Tabellen ist es in diesem Sinne darzustellen, dass die Abenteurer in einer gefährlichen Welt leben, in der sie nicht einfach umherspazieren können.

Auch ist der Sinn dieser Begegnungen nicht, dass die Spieler zwangsläufig abhauen, sie müssen lediglich wissen, dass diese Welt sich nicht nach ihnen richtet, sondern dass sie sich nach der Welt zu richten haben. Die Flucht kann also eine Option sein.
Andererseits können Zufallsbegegnungen auch Vorteile im weiteren Spielverlauf bringen, durch Hinweise, gefundene Gegenstände…

Alive and out of Print

Ich möchte euch am frühen Sonntag mal eine relativ junge Seite vorstellen, die ein wirklich ambitioniertes Projekt beheimatet: AliveAndOutOfPrint bietet neben einem sehr interessanten Forenbereich jedem, der sich um alte Rollenspielsysteme bemüht, eine Plattform, eigene Kreationen hochzuladen und zu präsentieren.
Dies können Comics, Abenteuer, Regeln, Zeichnungen… sein.

Derzeitige Highlights in meinen Augen sind:
– eine Abenteuer für das Holmes-D&D-Regelwerk (1977er Version), welches RC Pinnell „In Search of the Forgotten City“ genannt hat.

– die Bildergalerie von Brian „Glad“ Thomas, mit dem ich auch schon zweimal das Vergnügen hatte zusammenzuarbeiten. Wenn ihr euch durch seine Bilder klickt könnt ihr ja darauf achten. Der Otyugh findet Verwendung in meinem Abenteuer „Die Festung des Bergkönigs“ und die Bullywug, die gerade den Halbling im Netz entführen, werden ab nächster Woche in „Dolm River“ zu bestaunen sein.
Brian hat auch die Bilder für die lange Rolle in der oberen Seite von AliveAndOutOfPrint gezeichnet, der Kerl weiß, was er tut – vor allem in seinen kleinen schwarz-weiß-Zeichnungen.

– ein Wettbewerb, in dem man „irgendetwas“ abliefern soll, was mindestens 5 Seiten umfasst – als Preis winken 100 Dollar.

Seht euch die Seite einfach mal an – ich denke diese Idee verdient Unterstützung.