[Numenera – deutsch] Es existiert! Nee, wirklich!

Hab mir eben auf der FeenCon eine Numenera-Box mitgenommen. Leider gingen dort noch keine Boxen an das gemeine Volk, aber die tapferen Backer der Kampagne durften sich ihre Boxen mitnehmen. (Und die Entscheidung kann ich sehr gut verstehen, denn ich kam mir bei anderen Crowdfunding-Projekten schon übel verarscht vor, wenn Leute schon Artikel im Laden gekauft hatten, die ich mit meinem Geld unterstützt hatte, bevor ich sie in Händen halten konnte.
Hier also ein kleines Unboxing der dank des Crowdfundings prall gefüllten Schachtel:
Die Box

5 fette Decks mit Karten

Eine große farbige Faltkarte und ein Stapel Charakterbögen

Ein zusätzliches SL-Handbuch mit Tipps und Tricks und ein Heft mit den drei Abenteuern „Vortex“, „Jenseits der Welten“ und „Der Weg durchs Purpurtal“
Ein superstabiler Spielleiterschirm mit 4 Panels
Buch 1: Die Regeln – Buch 2: Die Welt – Buch 3: Abenteuer & Spielleitung

Alter Schwede! Sieht so aus als hätte sich das Warten gelohnt. In den nächsten Tagen kann ich mir das gute Stück mal etwas genauer ansehen…

[RPC 2016] Shopping Guide

Übermorgen ist es wieder so weit – das Nerd-Mekka in Köln öffnet seine Tore und lässt hordenweise Nerds sämtlicher Kategorien ein.
Ich habe mal gesammelt, welche Produkte für „uns Rollenspieler“ von Interesse sein könnten.
Die Reihenfolge der Nennung ist völlig willkürlich so wie ich die Informationen von den Verlagen bekommen habe oder im Netz finden konnte. Wer mir also auf meine seit heute morgen hektisch gestellten Mails und Facebook-Fragen am schnellsten geantwortet hat, konnte sich eventuell einen der begehrten „Top Spots“ sichern.
(Außerdem seid ihr herzlich eingeladen, mich in den Kommentaren zu ergänzen und zu korrigieren, damit wir bis Samstagvormittag einen amtlichen Beitrag am Start haben.)
TRUANT SPIELE (Link)
– Fantasy Age (Regelwerk – 160 Seiten, 29,95 Euro)
Das auf Dragon Age basierende Rollenspiel, mit dem schon Wil Wheaton und seine Buddies ihre Online-Kampagne bei Tabletop gespielt haben – brandheiß in der deutschen Fassung – gestern (Mittwoch vor der RPC) hat der Verlag die ersten Bilder gepostet. Definitv einer der Artikel, auf die ich mich persönlich mit am meisten freue.
 
SYSTEM MATTERS VERLAG (Link)
– Beyond the Wall (Regelwerk – Mappe mit 2 Heften und etlichen Goodies, 24,95 Euro)
Das geniale Misch-System aus Old School-D&D und neueren Indie-Mechanismen. Auch erst diese Woche aus dem Druck gekommen – perfektes Timing zum größten deutschen Rollenspiel-Event. Kaufen! Kaufen! Kaufen!

Zwar nicht direkt ein Produkt das SM-Verlags (*kicher*), aber ganz sicher hier am Stand zu erwerben (Link):
– Cthulhus Ruf #9
– Chtulhus Ruf #10
– Sammelmappe
Die letzten beiden Ausgaben das spektakulären Cthulhu Fanzines – wenn ich es richtig verstanden habe kostet jeder Band 8 Euro und der Ordner 4 oder 6 Euro – und die beiden Ausgaben können nur im Set erworben werden. Da bin ich doch am Start!

FLYING GAMES (Link)
– UltraQuest (Box – 42 Euro)
Ich berichtete hier – in meinen Augen ein absoluter Pflichtkauf. Nuff said!
UHRWERK VERLAG (Link)
– Bergungskreuzer Möwe (Fate-Setting, 80 Seiten, 14,95 Euro)
Ein Fate-Setting aus deutschen Landen. Sorry, aber das gehört einfach unterstützt!
– Fate-Karten (110 Karten, 19,95 Euro)
Ist noch unklar, ob die Inspirationskarten es auf die Messe schaffen. Sobald die Sache safe ist oder flach fällt, werde ich es hier aktualisieren.

– Dakardsmyr (Splittermond-Setting, 56 Seiten, 14,95 Euro)
Ein Quellenband zum größten Moor auf Lorakis – komplett mit zwei Abenteuern. Bring it on!

– Im Zeichen der Schlange (Splittermond-Abenteuer, 72 Seiten, 14,95 Euro)
Vom Klappentext her ein Abenteuer, was mir perfekt liegen müsste. Mit indianajonesiger Dschungel-Mystery-Abenteuer-Dungeon-Exploration kann man einfach nichts verkehrt machen.
Und was noch ein absolutes Muss ist – am Uhrwerk-Stand vorbeischlendern und sich die neuen Deponia-Item-Karten geben lassen. Das wird wohl meine erste Amtshandlung am Samstag werden.
REDAKTION PHANTASTIK (Link)
– Urdapedia #2 (Wolsung-Magazin, 24 Seiten, 6 Euro)
Die zweite Ausgabe des originär deutschsprachigen Magazins für (das hoffentlich demnächst erscheinende) Wolsung. Es gibt drei Spielhilfen, die Übersetzung des wohl ältesten Wolsung Abenteuers „Stadt in Flammen“ und alles, was ihr zur Charaktererschaffung benötigt. So langsam wird alles konkret.
Wenn ihr ein kleines, feines Projekt unterstützen wollt, seid ihr hier an der richtigen Adresse.

ANJA BAGUS
(Link)
– Aetherdeck (Kartenspiel zur Aetherwelt, 9-19 Euro)
Ein erweitertes Poker-Deck passend zu der Annabelle Hertz-Romanserie. Kommt in verschiedenen Sets daher. Insgesamt ist die Auflage streng auf 1000 Exemplare limitiert – das dürfte auch die Gruppe der Sammler ansprechen… Die Teile sind echt schick, ich denke ich werde da zuschlagen.

ULISSES SPIELE (Link, Link)
– Das blaue Buch – Theaterritter 2 (DSA-Abenteuer, 64 Seiten, 14,95 Euro)
Und es geht weiter im Bornland. Definitiv eine Kapagne, die ich weiter verfolgen werde.

– Die streitenden Reiche (DSA-Quellenband, 192 Seiten, 39,95 Euro)
Der Quellenband zu Nostria und Andergast. DSA 5 startet settingtechnisch also total klassisch.

– Rüstkammer der streitenden Königreiche (DSA-Quellenband/Regelwerk, 32 Seiten, 11,95 Euro)
Euer andergaster Magier braucht dringend einen Hirschfänger? Dann seid ihr hier an der richtigen Adresse!

– Neue Bande und uralter Zwist (DSA-Abenteuer, 48 Seiten, 12,95 Euro)

Ein Abenteuer, das vermutlich so spielt? Richtig! In Nostergast!
– Sphärenklang: Die streitenden Königreiche (Soundtrack-CD, 17,99 Euro)
Liebliche Klänge zu welcher aventurischen Region? You got it!
– Landkartenset: Die streitenden Königreiche (Landkarten, 14,95 Euro)
Kartenmaterial zu… … ach, ihr wisst schon!

– Des Kobolds Handbücher (Sammelschuber, 5 Bücher, 74,95 Euro)
Alle 5 Theoriebände aus dem Crowdfundingprojekt. Bin zu faul, genauer zu informieren, aber ich kann die Reihe wirklich nur sehr empfehlen – checkt einfach hier die exakten Daten und Infos. Natürlich kann man die Bücher auch separat kaufen.
– Aventuria (Brett-/Kartenspiel, 39,95 Euro)
Von mir schon hier getestet – jetzt gibt es endlich die 150 ersten Exemplare der endgültigen und neu bestückten Fassung.
PEGASUS SPIELE (Link)
Wenn ich das richtig sehe erscheinen bei Pegasus keine brandheißen Produkte – aber in jüngster Zeit kamen einige Sachen für Cthulhu raus – Upton Abbey scheint da recht empfehlenswert zu sein.
Heimlioch hoffe ich ja auch noch, dass die Sachen zur Königsdämmerung es zumindest als Vorabexemplare zur RPC schaffen – ich warte da aber noch auf eine Bestätigung.
So, Mädels, habe gerade noch pünktlich zum Aktualisieren ne Mail von Pegasus bekommen und kann mit den Neuheiten dienen:

– Rigger (Shadowrun-Quellenband, 19,95 Euro)
Alles, was man irgendwie aus der Ferne steuern und abfeuern kann!

– Karrenquartett (Shadowrun-Kartenspiel, 1,99 Euro)
Analog zum „Wummenquartett“ hier die neue Ausgabe passend zum Rigger-Band.

– Krieg um Manhattan (Shadowrun-Abenteuerband, 9,95 Euro)
Wieder mit knallharter Preiskalkulation wie bei Shadowrun mittlerweile üblich. Aber auch unabhängig vom Preis hört sich das Teil echt gut an, denke das wird in den Rucksack wandern!

– Sichtschirmpack (Shadowrun-Hilfsmittel)
Neue und erratierte Auflage


– Königsdämmerung (Cthulhu-Kampagne, 19,95 Euro)
Wie erhofft wird es die fette Hardcoverkampagne am Pegasus-Stand geben! Absolutes Muss, egal, ob ihr auf Cthulhu steht oder nicht!

Kampagnentagebuch zu Königsdämmerung (Cthulhu-Hilfsmittel, 9,95 Euro)
Unterstützend für die Spieler. Eine coole Idee, die ich mir definitiv ansehen werde.

– Sichtschirmpack (Cthulhu-Hilfsmittel, 12,95 Euro)
Achtung! Der ist flammneu und nicht der, der zum Neuerscheinen mit dem Regelwerk daherkam. Seht ihn euch hier mal an.

MANTIKORE VERLAG (Link)
Die Mantikoristen haben natürlich mein heimliches Highlight der Con im Gepäck – das neue Spielbuch von Swen Harder – Metal Heroes, von dem es wohl schon einige per Hand zusammengeklöppelte Exemplare nach Köln schaffen. Sobald ich mehr Infos zu Preis und Umfang habe aktualisiere ich hier.

Gefunden!

– Metal Heroes – And the Fate of Rock (Spielbuch im Schuber mit Würfeln, CD, Pokerspiel, 24,95 Euro)
Auf das Teil freue ich mich schon seit locker 3 Jahren und jetzt ist es endlich erschienen! Lock’n’Loll!


– Sorcery 2 – Die Fallen von Khare (Spielbuch, 12,95 Euro)
Teil 2 der Analand-Serie im „alten, neuen“ Namen! Habe ich auch seit etwa 25 Jahren nicht mehr gespielt!

– Jagd nach dem Mondstein (Spielbuch, 14,95 Euro)
Und „Teil 21“ der Einsamer Wolf-Reihe komplettiert die satte Trilogie. Die Reihe um den „Echten Einsamen Wolf“ ist ja mit Band 20 abgeschlossen, nun beginnt die Reihe „Die neuen Kai-Krieger“!

– Der Hort des Oger-Magiers (Schnutenbach-Abenteuer, 14,95 Euro)
Großartige Abenteuersammlung rund um das kleine Schnutenbach – erinnert mich von Skurrilität und Menge der Aufregung umgerechnet auf die Bevölkerung irgendwie an das „Hengasch des Rollenspiels“.

PROMETHEUS GAMES (Link)
Hier könnten zwei Dinge am Start sein – ich warte noch auf Bestätigung. Zum einen ein Einsteigerheft zu Symbaroum, wohl als Giveaway. Und eventuell noch Schrecken der Vergangenheit, ein flammneues deutsches Hellfrost-Abenteuer.

Gerade vom Scheffe erfahren – neben dem Symbaroum-Teil gibt es vor allem drei Romane – zum einen den Neudruck von Feywind und zwei Print-Neuheiten:

– Kaisersturz (Roman, 447 Seiten, 14,95 Euro)
Fantasy von Herrn Münter?!? Bring it on!!!


– Blutroter Stahl (Roman, 380 Seiten, 14,95 Euro)
Mit einer Sword&Sorcery-Anthologie kann man einfach nichts verkehrt machen! Das Teil wandert in meinen Rucksack!

… und auch Nova wird weiter unterstützt:
– Cash&Cargo Imperium (NOVAbooklet, 120 Seiten A5 quer, 15 Euro oder 8 Euro eBook)
In fünf Abenteuern machen sich Schmuggler, Händler und andere Glücksritter im Terranischen Imperium
auf die Suche nach Profit und begegnen einem skrupellosen Halb-Novat, dessen Pläne sie durchkreuzen oder fördern können.

DIE DORP (Link)
Oh, ja! Wie konnte ich das vergessen?!? Die Dorpisten haben ja ein paar super-exklusive Exemplare ihres neuesten Abenteuers am Start:
– Geister, Gauner und Halunken (1W6 Freunde-Abenteuer, 96 Seiten, 12 Euro)
Das gehört einfach in meine Sammlung. Ich muss alles besitzen, was es zu 1W6 Freunde gibt! Her damit! Leider müsst ihr das Teil von eurer Einkaufsliste streichen, denn es gibt nur 5 Kopien vor Ort und ich brauche eine davon!

JC GAMES (Link)
Wie, bitte sehr, konnte ich das in meiner Liste vergessen? Natürlich hat Jürgen zwei topaktuelle Neuauflagen am Start:

– SpacePirates (Regelwerk + Karte, 15 Euro)
Auch hier wieder ein Artikel, der alleine schon aus Vollständigkeitsgründen in meinen Rucksack wandern MUSS!

– Das Weltenbuch (Regelwerk + Karte, 15 Euro)
Die DSA-Parodie wurde nochmal einem kompletten Check unterzogen!

Die Seifenkiste und die RPC 2015

In diversen Foren und Blogbeiträgen wird ja die RPC derzeit kontrovers diskutiert, ich hatte bisher eine sehr arbeitsreiche Woche, sodass ich nicht dazu gekommen bin, etwas zu schreiben – das hatte vielleicht den Vorteil, dass ich die Eindrücke etwas sacken lassen konnte.
Ich war nur am Sonntag vor Ort, was sicher Vorteile (weniger voll, weniger Wartezeiten…) aber auch Nachteile (leerer, viele coole Sachen sind schon weg, alle RPC-Teilnehmer sind schon etwas „durch“…) hat. Ich fand es in diesem Jahr einen Vorteil, war ich doch reiner Tourist und wollte einfach nur rumlaufen, quatschen, spielen und knippsen (was ich natürlich schon wieder nicht geschafft habe, daher gibt es hier wieder eine digitale Bleiwüste allererster Kajüte). Netterweise hat mir Skar, seines Zeichens Mitorganisator Pressekarten für die Seifenkiste, den Blog der Herzen, organisiert und so konnte ich in Minutenschnelle vom EIngang zur Presse-Abteilung und zack, rein in die halbleeren Hallen…
Stichwort „halbleere Hallen“ – diese waren für mich gleichzeitig großer Vort- und Nachteil der ganzen Chose. Gut war das neue Hallenkonzept, da ich am Sonntag frei und relativ unbedrängt  alles abklappern konnte – negativ wirkte es sich aus, da ich durch die breiten und irgendwie seltsam aufeinander abgepassten Gänge immer irgendwie das Gefühl hatte, in einer Art „Rudis Resterampe der Fantastik“ herumzulaufen. Denn nicht nur die Gänge waren irgenwie etwas abstrus angeordnet, sondern auch die unterschiedlichsten Fandom-Abteilungen waren mir zu bunt durcheinandergemischt. In meiner kleinen Weltsicht hätte ich gerne feste Abteilungen für Tabletopper, Rollenspieler, LARPer, Computer-Hoschis, Mittelalter-Fuzzis und andere Cosplay-Künstler… Sah also alles irgendwie wirr und „billig“ aus, war aber, wenn man sich mit Verlagsmenschen unterhalten hat, ein ganz großer Wurf, denn die Verkäufe waren super, einige hatten am Samstag schon so viel umgesetzt, wie sonst an beiden Tagen, ein großer deutscher Verlag für Brett- und Rollenspiele musste scheinbar sogar seinen Stand für den zweiten Tag verkleinern, da man gar nicht mehr genügend Zeug hatte, um richtig klotzen zu können. Sehr schön. Freut mich für unser Hobby.
Nächstes Stichwort „unser Hobby„. Es gibt ja viele, die Probleme damit haben, dass es keine dezidierte Konzentration auf einen Bereich gab. „Role Play Convention“ ist hier extrem breit gefasst und viele „echte Rollenspieler“ (TM) sind der Ansicht, dass junge Damen, die als Sailor Venus gekleidet sind, keine „Rollenspielerinnen“ sind und in Kölle mal so gar nix zu suchen haben. Das sehe ich nicht so. Ich sehe es gerne, wenn die unterschiedlichsten Nischen-Nerds hier ihre Chance haben, mal ins Rampenlicht zu treten und ich habe keine Ahnung, was einen an diesen Farbtupfern überhaupt stören kann. Wie oben geschrieben sehe ich das bei den eigentlichen Ständen etwas anders – da soll bitte nicht alles bunt durcheinanderwirbeln, sondern ich hätte gerne bestimmte Messeabschnitte, wo die unterschiedlichen Fandoms zu finden sind.
Das bringt mich zum nächsten Punkt, dem „Fandom„. Das wird nach wie vor von der RPC perfekt unterstützt. Nicht nur hatte ich so 2009 meinen eigenen kleinen (kostenlosen) Stand, an dem ich mit ein paar Freunden die 200 Labyrinth Lord-Kopien verkaufen surfte, sondern auch 2015 gibt es Stände für die DORP-Schlawiner, für die Jungs von „Cthulhus Ruf“ oder für die üblichen Verdächtigen der Nerdpols. Eben jenen Nerdpol möchte ich exemplarisch nehmen für die „Unterstützung der Kleinen“ – hier haben sich ein paar Leutchen zusammengetan, die ihre Internetcommunity und ihr Portal für Leute, die gerne via Hangout rollenspielen wollen, vorstellen können und aus der virtuellen Welt ind die Realität transformieren können. So wird nicht nur einem ganzen Haufen Leute die Chance gegeben, sich endlich mal direkt zu treffen, sondern diese bekommen direkt auch vier Tische hingestellt, wo sie (als kleine Cousins der GfR) in Eigenregie Spielrunden anbieten können. Coole Sache!
Auffällig war, dass es nicht mehr so viele Neuerscheinungen gab, wie in den letzten Jahren, ich werde in den kommenden Tagen mal ein paar Verlagsleute befragen, wie es dazu kommt, dass die RPC nicht mehr sonderlich interessant für Neuheiten ist, oder ob das ganz einfach dem Zufall geschuldet ist. Ich denke, dass es eine allgemeine Tendenz der Rollenspielverlage ist, nicht mehr speziell für RPC und SPIEL zu produzieren, sondern man haut Kram einfach raus, wenn er fertig ist. Mal nachhorchen…
Zwei Punkte möchte ich noch kurz ansprechen – nette Leute findet man auf der RPC immer, da muss man sich keien Sorgen machen. Das gilt sowohl für Verlagsmitarbeiter, mit denen man auch als Otto-Normal-Rollenspieler problemlos ins Gespräch kommt, als auch irgendwelche Menschen, mit denen man in Spielrunden sitzt, oder mit denen man einfach an einem Stand ein Schwätzchen beginnt. Also ehrlich. Ich kapiere ganz ehrlich nicht, wie man einfach nach einiger Zeit beleidigt die RPC verlässt und der Ansicht sein kann, man hätte alles gesehen und alles erlebt. Man kann echt jeden anquatschen, Pocahontas auf ein Foto bannen, sich in eine Rollenspielrunde setzen, einer Vorlesung der Sussner-Brüder lauschen, wahllos Brett- und Kartenspiele testen, die DSA-Redaktion nerven, sich jedes noch so undergroundige Projekt ansehen, Splittermond-Workshops ansehen, kostenlos Lasertag spielen, am Computer zocken, Goodies abgreifen… Sorry, aber so richtig langweilige kann einem da nur werden, wenn man es drauf anlegt.
Okay, es kann sein, dass der Sonntag für all diese Dinge besser geeignet war als der doch scheinbar amtlich vollgestopfte Samsatag, aber auch da war es ganz sicher mögliche den Massen etwas aus dem Weg zu gehen und sein eigenes Ding durchzuziehen.
An dieser Stelle muss ich mal kurz erwähnen, dass es schön war, meine ganzen „alten Bekannten“ wiederzutreffen, aber auch, Orakel kurz zu treffen und etwas mit dem Quarkbrot rumzuwandern – die beiden hatte ich vorher noch nie „in persona“ gesehen – scheinbar beides nette Typen…
Und spielen kann man auch bis die Schwarte kracht – so habe ich bei Pegasus Seventh Hero, ein kleines deduktives Kartenspielchen gespielt, bei den Heidelbergern kurz X-Com angetestet, mit den Nerdpolern Hobbit-Geschichten gespielt…
Klar kann man immer kritisieren (ja, das muss man sogar, damit die nächsten Ausrichtungen besser werden) und sich aufregen, aber mal im Ernst – Wo bitte kann ich so viel Kram an nur einem Nachmittag erleben? Danke, RPC!

[Rezi] Das Gamerboard

Mir ist mal wieder durch Zufall etwas richtig Cooles in die Finger gefallen – das „Gamerboard„. Das ist ein kleines stabiles Clipboard, das man sich entweder an die Wand dübeln kann oder das man mit Filzbändern versieht und so auch problemlos im Liegen auf dem Tisch herumschieben kann.
Eigentlich wollte ich eine Rezension zu dem Ding schreiben, weil ich es so cool finde, aber dann kam mir der fiese Kollege Würfelheld zuvor und hat lang und schmutzig genauestens beschrieben was das Teil ist, was genau man damit anstellen kann und welche Unterhosenfarbe der Designer bei der Entwicklung trug – checkt das hier aus, wenn ihr ALLES, aber auch wirklich ALLES über die Funktionen des Gameboards erfahren wollt.
Ich musste also etwas umplanen und habe mich auf das besonnen, was ich am besten kann – ich habe gespielt. Zur Einleitung gibt es erstmal ein paar Fotos mit der Überschrift:

Alles klar – die nächste Spielsitzung kann kommen!
.. und mal aus etwas geringerer Entfernung
… und im Querformat geknippst
Fazit:
Das Teil ist wirklich praktisch. Für mich als Kampagnenliebhaber ist es natürlich Weltklasse, dass es eine Karo-Auflage und zwei unterschiedlich große Hex-Folien gbt. So kann ich Dungeons spielen, aber auch Hex-Kampagnen, die ich in zwei unterschiedlichen „Auflösungen“ vorbereiten kann. Klasse.
Die Folie hält superstabil in der Halterung und das gesamte Teil hat irgendwie genau das richtige Gewicht, um nicht auf dem Tisch herumzurutschen und andererseits problemlos mal hin- und hergeschoben werden zu können.
Ihr könnt sicher sein, dass es keine Con mehr gebenn wird, auf der ich das Teil nicht für den Fall einer spontanen Runde im Rucksack haben werde. Ach ja, apropos „Con“. Da hat man ja oft nicht so viel Platz und wird von dem dicken Rollenspieler am Tisch hinter einem öfters mal aus Versehen angestupst – kein Problem, wir haben veim Spielen Charaktere und Monster mit den farbigen Magnetpenöpeln dargestellt. Da braucht es schon einen ordentlichen Bodyslam besagten dicken Rollenspielrs mitten auf den Tisch, damit da was verrutscht. Zu Beginn waren wir etwas irritiert, weil die Magnete doch so amtlich was wegmagnetisieren, dass man die Pöppel nicht direkt nebeneinander stellen kann, aber dann haben wir den Bug zum Feature erklärt und es genutzt, um besser darstellen zu können, wie viele Gegner an einer Stelle um einen Charakter herumstehen und angreifen können. Clever, was?
Fast bin ich versucht, einen Punkt abzuziehen, weil ich hier eine halbe Stunde rumgeflucht habe, bis ich die verkackte Schutzfolie von den Klebestellen des Filzes abgepiddelt hatte, um mein Board tischkompatibel zu machen, aber ich will ja nicht päpstlicher als der Papst sein und diese nervenaufreibende Tätigkeit muss ja schließlich nur einmal vollzogen werden.
Ich möchte schließen mit einem knackigen: „GO, GAMERBOARD! GO, GAMERBOARD!!!
Bewertung:
5 von 5 praktischen Gegenständen, die man auf einer Con unbedingt dabei haben sollte.
P.S.. Ach ja, wer erkennt, welches grandiose Abenteuer zu gut einem Drittel gespielt wurde, der bekommt einen Gummipunkt! (Mein Gott, seit den 80ern habe ich das – also das mit dem Gummipunkt – mal wieder sagen wollen.)
P.P.S.: Und alle, die den Link oben im Fließtext verpasst haben – wer 22,90€ sinnvoll investieren woll, der sollte diesem Link folgen!

EDIT: Kacke! Den Titel des guten Stücks direkt in der Überschrift versemmelt… (Jetzt ist es korrigiert!)

So war er, der „GRT danach“ in Limburg

Nachdem ja in Koblenz letzten Samstag durch die Kundgebung unserer freundlichen rechtsgerichteten Mitmenschen die Läden zum GRT eher leer waren (Stephan, ich habe mit dir gefühlt!), haben Horst und ich nochmal die Chance ergriffen, die sich deswegen bot, weil die Limburger ihre Wunschlocation erst eine Woche später haben konnten. Auf zum GRT Danach!
So sind wir dann gegen Mittag in der Domstadt eingetroffen und haben uns quer durch die City zum Kolpinghaus durchgeschlagen.
Was soll man sagen – die Organisation war klasse – alles lief wie am Schnürchen, jeder war freundlich und aufgeschlossen, der Gabentisch war reicht gedeckt… (Okay, das Ambiente war halt irgendwie „katholische Kirche – späte 50er Jahre. Da hätte der Dumbatz von Dingenskirchen mal lieber das Kolpinghaus aufgepäppelt und ihm weniger büßerhaftes Holzmobiliar bescheren sollen, anstatt sein kleines Häuschen gemütlich einzurichten.) Ab er das nur als Detail am Rande, denn die Location war von der Größe her genau richtig, es liefen immer Spielrunden und mit ein wenig Herumlaufen hat man auch immer Leute zum Quatschen oder Spielen (auch außerhalb der organisierten und an einer Wand wählbaren Spielrunden) gefunden.
Okay, was habe ich also konkret getrieben? Zuerst haben wir uns für den Tisch „Slayengine“ entschieden, an dem Matthias im ersten Block eben jene anbot, danach FATE und im letzten Block Savage Worlds – ihr könnt euch denken, dass ich den Tisch nach dem Block gemieden habe, wie der Teufel das Weihwasser. Wir spielten zu dritt „Die Herrin des Spinnenbergs“ was etwas unglücklich war, das der arme Horst eben jenes vor zwei Wochen auf dem Koblenzer Stammtisch geleitet hat und ich da auch schon Spieler war, aber okay. Das konnte niemand ahnen. Nette Runde mit erfolgreichem Abschluss. Was soll ich meckern?
In Block zwei hatten wir uns nirgens eingetragen und so konnte ich das herumsitzende Volk für ein paar Runden „Der Widerstand„, für eine Runde „Dungeon Fighter“ und für eine Runde „Hobbit-Geschichten aus dem grünen Drachen“ (Rezi von letzterem folgt, wenn es in Läden erhältlich ist) gewinnen.
Block drei sah uns an Volkers DSA-Tisch und was sollte es anderes geben als das Abenteuer aus „Pfade nach Aventurien“. Da hatte ich zuvor nur die legendäre Ballwurf-Kontroverse mitbekommen, über die ich das Mäntelchen des Schweigens decken will – aber als positives Feedback an Julian: Das dämliche Spiel wurde wirklich von unserer Wundärztin und dem Elfen gespielt – ich hätte es nie gedacht. 
Julian, Julian… über 200 Seiten lange Vorlesetexte (die nur noch übler wären, wenn der arme Meister einen Dialog mit verstellter Stimme vorlesen dürfte), ein völlig sinnfreies Wildschwein mitten im Wald, das vermutlich die Hotzenplotzigkeit von Aventurien unterstreichen soll und die Tatsache, dass der böse Schamane ganz alleine vor sich hinwerkelt (ts-ts-ts – Endgegner brauchen immer Fußvolk, um sie aus der Schusslinie zu halten), sind kein konsequentes Abenteuerdesign. Insgesamt war das Abenteuererlebnis aber absolut okay und Volker hat wirklich alles gegeben, um uns angemessen zu unterhalten. Selbst Horst war am Ende versöhnt, auch wenn ich kurzfristig die Ader an seiner Stirn etwas beunruhigt beobachtet habe, als die beiden Damen, die sich für die Runde eingetragen hatten, länger als eine halbe Stunde auf sich warten ließen, weil sie noch in einer anderen Gruppe spielten.
Wo wir schon so lange da waren, konnten wir auch gleich noch am „Table Quiz“ teilnehmen, wo unser Tisch mit Stargazer Michael, seiner Freundin und Presse-DSAler Volker (natürlich) souverän gewann, obwohl wir gerne mehr Rollenspiel- und weniger allgemein nerdige Serien- und Schnickschnackfragen gehabt hätten. So konnte ich noch das kleine Kartenspielchen „Die Sterne stehen richtig“ mit nach Hause nehmen und wenn ich es recht verstanden habe, schickt man mir noch das PDF eines D&D-Abenteuers zu. Auch schön!
Ich will nicht lange drum herum quatschen. Ein schöner Tag mit einem überragenden Sieg im Table Quiz…

CONline II – Heute!

In etwas mehr als einer Stunde beginnt die zweite CONline – mal sehen, ob ich es schaffe, die eine oder andere Runde mitzuspielen.
Wichtige Links des Tages:
Außerdem werde ich irgendwann im Laufe des Tages (genaue Uhrzeit muss ich noch mit den Organisatoren abstimmen) im Chat ein DSA Oldschool-Quiz durchführen – mal sehen, ob die Scheffs vielleicht noch kleine Preise auftreiben konnten.

Gammaslayers inda house!

Huzza! Eigentlich sollte es ja 2004 erscheinen. Und 2005. 2006. 2007. 2008. 2009. 2010. 2011 oder 2012. (Jahreszahlen aus dem Gedächtnis geschätzt)
Aber jetzt ist es endlich da! GAMMASLAYERS – die verstrahlte Mutantenversion von Dungeonslayers ist endlich gedruckt erhältlich.
Auf der FeenCon in Bonn kann man ein paar vorab gedruckte Exemplare ergattern. Ich konnte ja vorab schon einen Blick hinein werfen und das Teil liest sich wirklich gut. Ich bin ja mittlerweile mehr der Setting- als der Regelsystem-Typ und gerade die Setting-Infos gefallen mir echt gut. Da wird ganz sicher in den nächsten Wochen mal eine Runde fällig. Wenn jemand ein kleines Abenteuer hat, das getestet werden muss…

[RPC 2013] Das Lied von Eis und Feuer – Schnellstartregeln

Tja, zu diesem Artikel, den ich von der RPC entführen konnte, habe ich ein etwas zwiespältiges Verhältnis. Es ist ein wirklich schönes Produkt, dadurch, dass ich 3 Demo-Runden leiten musste, nehme ich ihm aber übel, dass ich viel Zeit für andere Aktivitäten „verloren“ habe.
Im Vorfeld gab es ja ein paar Bedenken warum ein Verlag einen Schnellstarter für Geld verkaufen sollte, wenn er ihn auch verschenken könnte. Nun, die Geschichte hat Nic Recht gegeben, der Schnellstarter ist richtig gut weggegangen und der Mantikore-Stand hatte ordentlich Zulauf von Leuten, die an dem Heftchen interessiert waren. Und mal ehrlich – man kann es einem kleinen Verlag kaum krumm nehmen, wenn er ein 48-seitiges vollfarbiges Heft mit einer beidseitig bedruckten A3-Karte nicht verschenken kann und will.
Okay, das Abenteuer saugt ziemlich – total 08-15 und fast ohne jedes Westeros-Flair, aber die drei Gruppen haben es ordentlich mit Leben füllen können, so dass es auch Spaß gemacht hat.
Regeln und Aufmachung sind absolut top – ebenso das Lektorat, dem man kaum an den Karren pinkeln kann.
Ein schönes Produkt – ich bin gespannt auf das engültige Regelwerk. Langsam würde es mich auch interessieren, ein eigenes Haus zu erstellen und auf die Welt Westeros loszulassen…

[RPC 2013] Tage des Niedergangs

Das nächste Teil, das ich frisch auf meinem Spieltisch liegen habe, ist „Tage des Niedergangs“ von Andy Schnell (den ich ärgerlicherweise auf der RPC nicht getroffen habe) aus dem Hause Mantikore.
Tja, was soll ich sagen? Rückseitenblurb und Illus weisen auf eine recht klassische Zombie-Apokalypse hin – Monsieur le Verlagslaitääär hat aber behauptet, dass es Überraschungen geben würde. Da lasse ich mich doch gerne überraschen – zumal das gute Stück den Untertitel „Band 1 der Siegel-Chroniken“ hat – es scheint also ein Mehrteiler werden zu sollen.
Etwas gespannt bin ich ja, ob es sich um einen „inoffiziellen“ dritten Heredium-Roman handelt, oder ob Andy sich komplett davon lösen konnte…

[RPC 2013] Die Meere des Schreckens – Legenden von Harkuna 3

Das nächstes Teil von der RPC habe ich am Mantikore-Stand „aufgeklaubt“.
Teil 3 der „freien Spielbuchwelt“, die alte Menschen noch unter dem Titel „Sagaland“ kennen. Ich werde demnächst mal ein großes Spielbuchwochenende machen und mir die drei Harkuna-Teile als Einheit vornehmen, denn man kann sie – wie geil ist das denn, Alder – buch-übergreifend spielen. Wie der Titel es schon unschwer erkennen lässt – in diesem Teil der Reihe geht es auf das Meer. 
Und wenn ich mal etwas im Teesatz lesen darf – die weiteren drei Teile (besagte alte Leute kennen nur 4 Teile, denn in den frühen 90ern sind die letzten Teile nie in deutscher Sprache erschienen) dürften auch im Laufe des nächsten Jahres erscheinen:
  • Das Reich des Frosts
  • Das Reich der Masken
  • Das Reich der aufgehenden Sonne
Ich freu mich drauf! Nicht nur – aber auch weil Mantikore-Übersetzungsallzweckwaffe (ein tolles Wort, fällt mir gerade beim Lesen auf) und Spielbuch-Experte Nummer 1, Alex Kühnert, wieder für die Übersetzung verantwortlich ist.