[Lab Lord] Companion Rules – Free Download

Goblinoid Games Forums-User „Barratria“ hat mal wieder ganze Arbeit geleistet und ein tolles Zusatzregelwerk zu Lab Lord geschrieben und produziert. Mehr über das Companion Set könnt ihr hier lesen, kostenlos herunterzuladen ist es bei diesem Link.
Die Lulu-Print-Fassung wird es in Kürze geben – dann mit Illustrationen und neuem Layout.

Das Companion Set bietet höherstufige Sprüche, neue Charakterklassen, Aufstiegsmöglichkeiten bis Stufe 36. viele neue Monster und (fast) alles was das Herz begehrt…

„Fast“, da ich so gerne die Massenkampfregeln gehabt hätte – dann werde ich mich da wohl mal wieder drum kümmern müssen. 😉

… und wenn ihr schon einmal auf der Seite von Barratria Games seid, dann ladet euch doch noch schnell die beiden kostenlosen Abenteuer herunter, die sind wirklich liebevoll produziert. Vor allem „Rainbow Lodge“ ist ein Super-Abenteuer, wenn ihr mit euren Kindern eine Runde Lab Lord spielen wollt.

[Blog] Hexer und Helden

Hui! Ich bin ganz aufgeregt und der Fanboy in mir kommt durch! Ich habe gerade mal in Statcounter rumgespielt und bei der Suche nach der Herkunft eines Hits stieß ich auf den Blog „Hexer und Helden„, der die Seifenkiste in seinem Blogroll stehen hat. „Das Teil muss recht neu sein, denn ich kenne es nicht!“, war mein erster Gedanke, der zweite war: „Moment mal! Thomas Biskup?!? Der Name sagt dir was!!!“

Mein beginnender Alzheimer stand mir nur kurz im Weg – das ist der Autor des absolut geilsten Roguelike-Spiels ANCIENT DOMAINS OF MYSTERY – kurz: ADOM! Reinschauen, runterladen, Befehlsliste ausdrucken und losspielen! Das ist ein Befehl!

Auch Vermutung Nummer 1 war richtig! Der Blog ist brandneu und sieht von den ersten Inhalten her so aus, als könne er die doch sehr überschaubare Schar deutscher Old School-angehauchter Blogger weiter verstärken, ich werde ihn auf jeden Fall mal in meine Blog-Liste aufnehmen!

Auf diesem Blog scheint Thomas das System „H&H“ entwerfen zu wollen, ich werde das Projekt mal wohlwollend weiter verfolgen.

… und Thomas, falls du das hier liest:

DANKE für ADOM!!! Damit hatte ich in meinem Leben schon richtig viel Spaß! Die geilste Kombi ist Troll-Heiler mit dem Hauptproblem genügend Fressalien anzukarren!

[Labyrinth Lord] LARM kann bei Paizo vorbestellt werden!

Hossa! Das gibt’s doch nicht! Die etwas überarbeitete und neu illustrierte Version meines kleinen Settings LARM kann bei PAIZO schon vorbestellt werden! Ich wusste nicht, dass John schon so weit ist – was mich am meisten wundert, ist, dass die da einen Preis nennen können, ich glaube, dass den selbst BHP noch nicht wissen. Aber Paizo werden schon wissen, was sie tun.

An Änderungen gibt es neben den neuen Illustrationen – ich habe sogar etwas von einer neuen Karte des Dörfchens läuten hören – vor allem neue Namen. Um dem ganzen einen etwas „ernsthafteren“ Anstrich zu geben, habe ich alle 112 Bewohner des Dörfchens mit einheitlichen Namen aus dem altdeutschen Sprachraum versehen, ich finde, dass die in einer englischsprachigen Publikation so richtig „obskur“, ja fast „archaisch“ rüberkommen und freue mich schon das Teil in der Hand halten zu können. Natürlich hat auch das Cover den neuen Lab Lord-Look und ist im optisch aufgeräumten schwarz-weiß-rot gehalten.

Die bisherige Fassung gibt es im Moment nur als PDF bei RPGNow. Hoffentlich bleibt auch dieser Download nach der Veröffentlichung der neuen Fassung im Netz, denn ich finde auch die sehr gelungen.

DSA 4 vs. D&D 4

Mir ist gestern mal wieder aufgefallen, dass die beiden „Großen“ jeweils ihre 4. Edition zeitgleich gegeneinander ins Feld werfen, wobei diese Zählweise natürlich eigentlich bei beiden ziemlicher Unsinn ist, aber darauf will ich gar nicht hinaus.

EDIT: (Zur Klarifikation:) Wir befinden uns im Jahr 2009 und die aktuellen Editionen liegen etwa bei 4. Dass die Zählweisen Mumpitz sind, habe ich ja schon geschrieben, das wurde aber bisher geflissentlich ignoriert.

Beide haben sich faszinierenderweise auf ihre Art vom handfesten „klassischen“ Rollenspiel weg entwickelt.
Wenn man es überspitzt ausdrücken will – und das will ich natürlich – hat man bei DSA mittlerweile ein dermaßen detailbesessenes System, dass man, wenn man es darauf anlegt, gar nicht mehr zum „eigentlichen Abenteuer“ kommt, weil man sich in Kleinigkeiten verliert, während man bei D&D Miniaturen auf einem Spielplan herumschubst und das „Rollenspiel“ ganz zu schweigen von „Charakterspiel“ völlig in den Hintergrund rückt.
Beides keine Extreme, die mir persönlich schmecken.

Gehen wir mal exemplarisch auf den Marktplatz. In meinen Runden sagen die Spieler vorher, dass sie auf den Markt gehen und jeweils drei eiserne Rationen pro Person kaufen. Ein kurzer Charisma-Wurf klärt, ob der Händler etwas Rabatt gibt, und auf geht’s ins Abenteuer.

Blicken wir mal beim D&D 4E Kollegen und seinen Spielern vorbei. „Marktplatz? Was soll der Scheiß! Davon hat er gar keine Dungeon Tiles, also lass uns endlich das Abenteuer anfangen! Marktplatz, also wirklich!“

Wie sieht die Szene bei DSA 4 aus? Hier ist Dagolas Doldenstreichler, der sensible Elfen-Held mit Mutterkomplex und einem in seiner persönlichen Geschichte begründeten Hass auf Orks, auf dem Weg zu seinem Lieblings-Spezereien-Laden in der Basar-Ecke des Marktplatzes. Was er auf dem Weg dorthin alles erlebt will ich dem geneigten Leser hier ersparen – hören wir lieber, was sich bei „Abduls feinsten Orientwaren“ abspielt.
Dagolas der Held, gespielt von Kevin Müller: „Oh holder Abdul, du Licht meiner Tage und Nächte. Welch‘ Köstlichkeiten brachte dir die Karawane aus der Khomwüste? Mich gelüstet es nach Zungen von Forellen aus dem Yaquir und Antilopenzungen aus der Shadifsteppe. Auch ein in Salz aus dem Cichanebi-Salzsee eingelegtes Echsenschnitzel mundete mir gar sehr.“
Abdul, die Meisterperson, gespielt von Bettina Adler (aus dem Tulamidischen von mir übersetzt – Bettina beherrscht die Sprache natürlich perfekt): „Im Namen der Zwölf! Ich bin untröstlich! Die Karawane wurde von Orks überfallen und die von dir genannten Waren sind unerschwinglich teuer…“

… 3 Stunden, viele Würfe von je 3 zwanzigseitigen Würfeln später, sowie nach dem Austausch von Argumenten und Gegenargumenten einigt man sich auf 2 Marawedi, 4 Zechinen und 3 Muwlat für ein Tütchen Otternnasen und die anderen Spieler können mit ihren Einkäufen beginnen bevor man sich in epischer Mission ins Nachbardorf aufmacht.

Dreieich Con 2009 – Der Samstag

Ganz vorweg – die/der Dreieich Con hat ganz exakt die richtige Größe für meinen Geschmack und auch die „Wellenlänge“ der meisten Besucher scheint irgendwie zu stimmen.

Wir hatten auf jeden Fall viel Spaß am „inoffiziellen“ Mantikore-Stand, denn eigentlich waren wir „Special Guests“ von Dragon’s Lair – die leider gar keinen Met dabei hatten.

Klasse war, dass wir einen großen Tisch direkt vor dem Stand reserviert hatten (DANKE, ANDI!), auf dem ich direkt mal die Megamat installieren konnte, die dann auch direkt im Laufe des Tages zwei Herr der Labyrinthe-Runden gesehen hat. Den Anfang machte Horst, der sich seine ersten 10 Erfahrungspunkte als Supporter der „Labyrinth Lord Society“ mit seinem Eifelareanien-Abenteuer RAUB HINTER KLOSTERMAUERN verdient hat. Die Gruppe arbeitete anscheinend konzentriert zusammen, wurde dann aber am Ende von der Räuberbande komplett aufgerieben. Nur die Flucht des Diebes verhinderte einen TPK.
Ich habe zum siebten Mal innerhalb weniger Wochen DIE NEBELFESTE geleitet. Mittlerweile weiß ich, dass das Abenteuer für 4-5 Charaktere ganz genau hinhaut, zu dritt hatten Volker, Diego und Marcel kaum eine Chance, schafften es zwar den bösen Bargelio umzubringen, seine untoten Marionetten wurden ihnen allerdings zum Verhängnis.

Schön war es auch viele Foristen, Mantikore-Mitstreiter und Rollenspielmacher zu treffen oder mal wieder zu treffen – besonders schön fand ich, dass Patric Götz mich für meine DSA-Rezi von Wege des Meisters nicht verprügeln wollte.

Weniger schön war, dass ich um 19:00 wieder gen Heimat aufbrechen musste und somit um den Genuss einer REIGN-Runde von Jörg kam. Ich tröste mich damit, dass so wenigstens mein Slot für Marcel frei wurde, ich lasse mir von ihm mal in aller Ruhe erzählen, wie es war.
Auch den heutigen Tag muss ich leider schlabbern und etwas „in Familie machen“ – gleich geht es zum Beispiel mit Familie und Hunden raus auf’s Feld, damit die wahnsinnigen Jack Russels sich mal wieder so richtig austoben können…

Hier sind noch ein paar Foto-Links:
Stand – Lab Lord
Stand Einsamer Wolf
Spielrunde Horst
Spielrunde Horst mitten im Spiel 1
Spielrunde Horst mitten im Spiel 2

[Blog] Havard's Blackmoor Blog

Gibt’s ja nicht! Da schreibt mein norwegischer „Buddy“ Havard einene Blog und ich weiß nix davon. Neben dieser Lese-Empfehlung werde ich den Blog natürlich auch in meiner Blogroll ergänzen müssen, denn Havard ist ohne Frage DER Experte für alle Dinge, die die alten TSR-Settings MYSTARA und ganz besonders BLACKMOOR angehen. Der Blog landet direkt auf meiner Leseliste.

Da kann mein Fazit nur lauten: LESEN! LESEN!! LESEN!!!

Auf zum DREIEICH Con!

Morgen früh um 8:15 Uhr geht es los und es wird „morgigentags ganz sicher wieder eine Verlustigung allererster Kajüte“!! Es ist Dreieich Con-Zeit!
Man findet mich am Stand von Mantikore (ein Kombistand mit den Mädels und Jungs von Dragon’s Lair), wo ich mit dem Übersetzer von EW 3 und 4 Rede und Antwort zu den Dingen stehe, dieuns in Zukunft im Bereich Einsamer Wolf erwarten. Meine Frau ist zwar nicht foh, dass ich schon wieder weg bin, aber meine Standgastgeber haben frischen Met am Start, wie ich ihrer Homepage entnehmen konnte – vielleicht kann ich sie ja damit besänftigen.

Persönlich ist für mich natürlich wichtiger, dass ich auch die Werbetrommel in Bezug auf HERR DER LABYRINTHE rühren kann, das im neuen Jahr von Mantikore vertrieben werden wird.
Als einzige LL-Artikel habe ich derzeit die letzten Exemplare von Xoro, dem Gladiator und Die Rückkehr des Bergkönigs am Start, die auch am Stand zu erwerben sind.

Als Verkaufshighlight bringe ich noch die letzte Kopie des limitierten LL-Grundregelwerkes mit, von der ich mich zu trennen bereit bin – das ist die Nummer 100 von 200.

Neben dem Stand habe ich schonmal einen Doppeltisch geordert, auf dem ich meine Battlemat parke und jederzeit bereit bin ein oder zwei Demo-Ründchen zu leiten – schließlich will ich ja bald ein Supporter 3. Stufe sein…
Für kürzere Runden bietet sich „Die Nebelfeste“ an, dem ONE PAGE DUNGEON der SPIEL 2009, von dem ich immer noch einige Exemplare zu verschenken habe. Längere Runden dürfen sich gerne mal am demnächst erscheinenden „Tempel der Koa-Tau“ versuchen. Mal sehen, vielleicht mache ich ja meine Drohung wahr und habe das Pathfinder-Abenteuer „Die Krone des Koboldkönigs“ dabei und leite es spontan als LL-Abenteuer.
Noch mehr würde es mich natürlich freuen, wenn „Uisge Beatha“ sein Eifelareanien-Abenteuer leiten würde, um auch endlich seine ersten offiziellen Supporter-EP abzugreifen.

Neben den „geschäftlichen“ Dingen freue ich mich eine ganze Reihe an Tanelorn-Usern zu treffen und ein Ründchen mit Jörg zu spielen, das wird ganz sicher ein Fest!

Bis morgen!

Stonehell – Megadungeon

Gute Nachricht für Megadungeons-Fans wie mich! Chgowiz bloggt über das Projekt seines Buddies Michael Curtis – den ich auch auf der rechten Seite mit seinem Blog verlinkt habe.

Das gute Stück wird – wie man Cover und Preview-Text entnehmen kann – für Labyrinth Lord und ähnliche Retro-Systeme oder ihre Vorbilder geschrieben – landet also genau in meiner Spielfeldhälfte.

Das Teil wird schon nach Michaels kurzer Einführung bewertet ein richtiger Hammer! Hoffen wir mal, dass er einen Publisher findet, sonst muss ich wohl mal wieder eine Bestellung bei Lulu riskieren…

Labyrinth Lord (englisch) kommt in die Läden

Da haben die Amis doch ganz knapp die Nase vorn und die Revised Edition von Labyrinth Lord kommt im Laufe der nächsten Woche in die Läden, wie Dan Proctor in seinem Forum schreibt.

Ich bin ganz der Meinung von Furmusmitglied Blutaxt: „Je mehr Rollenspieler mit dem System in Berührung kommen umso mehr Spieler.“

Da wird die deutsche Fassung (vermutlich zur RPC) nur wenig später nachziehen.

Old School und New School

Gerade in den letzten Tagen ist mir mal wieder mehrfach ein (Doppel-)Faktor aufgefallen, der häufig Spieler neuerer Systeme nicht mit älteren Systemen oder ihren Klonen „zurechtkommen“. Ich habe es sicher schon mehrfach geschrieben, aber nicht in dieser konzentrierten Form.

Es gibt gerade in zwei Punkten völlig unterschiedliche Grundauffassungen. Wenn man die nicht begreift (und das gilt ebenso in die andere Richtung), wird man an dem jeweils anderen Spiel keine Freude haben.

Diese beiden zusammenhängenden Punkte betreffen die Spielwelt und Abenteuer-/Kampagnendesign in Bezug auf die Charaktere – für DSA-Fans: Helden.

Im D&D, das ich spiele, entwirft der Spielleiter eine Welt und lässt die Charaktere der Spieler auf diese Welt los. Im Gegensatz dazu ist die Welt heutzutage vielfach eine Sache, die erst in der Interaktion zwischen Spielern und Spielleiter entsteht.
Bei mir haben die Charaktere im Rahmen der Spielweltlogik die absolute Freiheit zu tun, was auch immer sie tun wollen, es steht aber nicht in der Macht der Spieler Einfluss auf das Aussehen der Welt zu nehmen. Die Geschicke der Welt allerdings, können sie – gerade mit zunehmender Macht – im Idealfall mit beeinflussen.
Kurz formuliert: Die Spieler haben keinen Einfluss auf die Welt, ihre Charaktere aber schon!
In der Konsequenz bedeutet das, dass die Welt und ihre Herausforderungen nicht für die Charaktere erschaffen wurde, sondern die Welt ist da, um zu existieren und in sich schlüssig zu sein. Die Welt ist also keinesfalls an die Charaktere angepasst – im Gegenteil, diese müssen sich der Welt anpassen.

Das führt uns zum Rollenspiel, oder – um es für Alexander übertrieben auszusrücken – zur Immersion. Charaktere exisitieren nicht zum reinen Selbstzweck, sondern sie sind Werkzeuge der Spieler, um in der unbekannten Welt agieren zu können.
Hier liegt es an jedem Spieler selber, wie er seinen Charakter ausgestalten will, der ja gerade in Lab Lord nur durch wenige Werte und Angaben definiert ist. Ob er jetzt eine seitenlange Hintergrundgeschichte schreiben will, oder diese sich im Laufe des Spiels entwickelt, ob er mittelalterlich gestelzt redet oder eine mehr oder weniger neutrale Sprache wählt, ob er in der ersten oder der dritten Person Singular sprechen will, ob er verkleidet oder in Jogginghose zum Spiel kommt, liegt an jedem einzelnen Spieler. Erfahrungsgemäß entwickeln sich die Charaktere im Laufe einer Kampagne ohnehin, allein ihre größer werdende Macht bedeutet ja immer neue soziale Komponenten, der Spieler versetzt sich im Laufe der Zeit mehr in den Charakter…
Kurz formuliert: Der Charakter ist das Interface des Spielers zur Fantasywelt.

Beide Punkte zusammen führen mich wieder zur altbekannten Weisheit: Mein Stil ist es, Abenteuer oder Kampagner als Herausforderungen an die Spieler zu entwerfen, die diesen Herausforderungen durch ihre Charaktere begegnen können.

Wie gesagt – diese Grundannahmen müssen auch mir bewusst sein, wenn ich mich an den Tisch eines D&D 4E-Spielleiters setze, sonst werde auch ich mich selber eventuell eines großen Vergnügens berauben.