Calithenas Rundumschlag!

Wie schon vor einigen Tagen geschrieben läuft gerade der LULU Authors‘ Sales Contest. Dort sind zwei Vertreter der neuen alten Schule in den Top 10 und mobilisieren gerade alle Kräfte, um sich in die ruhm- und geldträchtigen Top 3 zu katapultieren. Okay – Iggy Umlaut ist schon dort, er will wohl nicht mehr kurz vor Schluss rauspurzeln.

Dieser Wettbewerb läuft noch bis zum 1. April und sie geben wirklich alles:

– Sie haben die alten Ausgaben von Fight On! minimal billiger gemacht.

Wirkliche Schmankerl sind allerdings 3 Produkte, die nur vom 29.3. bis 1.4. erhältlich sein werden – also langfristig mal ordentliche Sammlerstücke werden sollten. Kurzfristig dienen sie einfach nur dazu die Verkäufe von Matt Finch (Sowrds&Wizardry + Knockspell) und von Iggy Ümlaut (Fight on!) anzukurbeln. Um ehrlich zu sein, sie sind alle sauteuer, gerade das Hardcover-Kompendium, aber ihr könnt euch die Sachen ja mal ansehen:

– Ein Hardcover-Kompendium der 4 Fight on! Ausgaben

– Die Kollaboration beider Verleger The Art of the Old School Renaissance.

Calithena’s Campaign Compendium, eine Sammlng mit Ideen, Abenteuern, Kampagnenotizen und Ähnliches von Calithena. Kein fertiges Produkt, eher eine Goldmine für nicht-arbeitsscheue Spielleiter

Dhar the Dreamer, eine Kurzgeschichte von Calithena, die anscheinend fragwürdige Moralvorstellungen enthält – ich bin gespannt…

[BHP] Wettbewerb: NAME THE GAME

Heute kann ich euch von einem Wettbewerb berichten, bei dem man mit wirklich wenig Aufwand richtig fette Preise abgreifen kann.

John Adams von BRAVE HALFLING PUBLISHING hat dazu aufgerufen und ich bin sicher die amerikanische Szene wird gelaufen kommen, ich hoffe mal, dass auch einige Rollenspieler von diesseits des Atlantik teilnehmen – und vielleicht auch den fetten Preis abgreifen.

Worum geht es überhaupt???
David Macauley liegt in den letzten Zügen ein eigenes Clone-System fertigzustellen. Es basiert auf der 1977er D&D-Fassung, auch Holmes-D&D genannt, und soll auf etwa 50 Seiten das komplette Regelwerk enthalten. Was bisher bekannt ist, ist das Cover – ihr seht es links oben im Eckchen und ist von Kevin Mayle gezeichnet. Spezialisten erkennen, dass es eine absolut gelungene Anspielung auf das Cover des Holmes-Regelheftes ist.
Das Spiel ist fast fertig, aber es fehlt ein Name.

UND HIER KOMMT IHR INS SPIEL!

Schickt bis zum 30. April einen Namensvorschlag an Namethegame5@gmail.com.

Was könnt ihr gewinnen?
John bietet hier einen Dreifach-Rundumschlag an:

– Euer Name kommt als Namensgeber in die Credits.
– Ihr bekommt ein Jahr lang eine Printfassung jedes neuen BHP-Produkts. (Und ich weiß, dass die nächsten beiden schonmal richtige Knaller sein werden. People of the Pit -ein hochstufiges OSRIC-Abenteuer von Alphonso Warden und mein Strategieknaller Under Siege.)
– Einen $25 Einkaufsgutschein für RPGNow.

Hammer, oder? Die Ankündigung findet ihr im Forum von BHP – und zwar genau hier.

… so – und jetzt muss ich irgendwie untertauchen, um nicht in der Jury zu landen, denn ich will unbedingt selber in das Rennen um die coolen Preise eingreifen zu können!

FIGHT ON! Ausgabe 4

Ich wundere mich gerade, dass ich anscheinend noch nicht die Werbetrommel für dieses tolle Teil gerührt habe. Das will ich nachholen und es jedem Rollenspieler ans Herz legen, denn die 122 Seiten sind prallvoll mit tollen Ideen. Auffällig in dieser Ausgabe sind die vielen Abenteuer.

Aber dazu später, denn ich möchte hiermit die handvoll deutscher Rollenspieler, deren Horizont nicht bei DSA und lustigen rollenspielähnlichen Erzählorgien endet, aufrufen sich die Print-Fassung dieser Ausgabe zuzulegen. (Wenn möglich könnt ihr auch die alten Ausgaben nachordern, die sind alle ihr Geld wert), denn bis zum 31.3.09 läuft noch der „Author Sales Contest„. Dort liegt der Hauptverleger von FO! – Iggy Ümlaut – derzeit an Platz 2. Ein erster Platz wäre ein Riesenerfolg und würde das sonst nur einigen Rollenspielern bekannte Magazin werbemäßig gewaltig ankurbeln.

Zu seiner Storefront geht es hier.

Zurück zu den Abenteuern – Nummer 4 hat da anzubieten:

– House of the Axe (System: Arduin / Autor: Calithena)
– The Tower of Duvan’Ku (System: – / Autor: James Edward Raggi IV)
– Arcane Vault of Isis (System: D&D / Autor: Matthew Riedel)
– Fungoid gardens of the Bone Sorcerer (System: Carcosa/OD&D / Autor: Geoffrey MacKinney)
– These Mean Streets (System: Tekumel/EOPT / Autor: Baz Blatt)
– FOLGE 4 DES FO! MEGADUNGEONS: The Mysterious Crystal Hemisphere (System: D&D / Autor: James Maliszewski)

Außerdem:
– The Kitsunemori Campaign (von „unserem“ Alex Schröder)

Habe ich es schon gesagt? KAUFEN! KAUFEN! KAUFEN!

Ätschi! Meiner ist länger als deiner!

Ich kämpfe mich ja in den diversen Foren immer tapfer durch alle D&D 4E-Threads in der Hoffnung meine Gedankenströme irgendwie auf dieses Spiel abzustimmen.

Mal ganz davon abgesehen, dass schon alleine das Wort: „Charaktermaximierung“ mir einen mittelschweren Nervenzusammenbruch beschert und ich durch die World-of-warcraftisierung (Geil! An dem Wort sichere ich mirgleich die Copyrights!) der Sprache immer nur etwa 1/3 eines jeden Postings verstehe, habe ich doch immer wieder AHA-Momente, die mir zeigen, dass ich eigentlich gar keine Chance habe, das Spiel zu verstehen, da mein Gehirn grundsätzlich anders funktioniert. Damit einhergehend verstehe ich wahrscheinlich auch die Spieler der „aktuellen“ Generation nicht.

Heute habe ich den AHA-Moment beim Lesen eines Threads gehabt, bei dem es um die neuen Klassen im PHB 2 und ihre vermeintliche Balance oder Nichtbalance geht: „Unschlagbar in dem Sinne natürlich, dass ich den effektivsten Charakter am Spieltisch hab. Das reicht mir.“

Hammer! Diesen Gedanken hatte ich in 26 Jahren als Rollenspieler kein einziges Mal. Noch nie ging es mir oder irgendeinem Menschen, mit dem ich gespielt habe darum, den „besten Charakter am Tisch“ zu haben. Das ist uns so was von Latte welcher Charakter wie gut ist, hauptsache das Team arbeitet gut zusammen.
Ich persönlich spiele sogar gerne einen Charakter mit Defiziten, DAS macht ihn doch erst spannend. Mein Kämpfer hat eine Stärke von 7? Völlig egal, dann muss er sich halt auf den Fernkampf verlegen. Mein Halbling ist schwach und ungeschickt? Pech gehabt, mal sehen wie lange er nur mit List und Tücke überlebt.

Das ganze hängt wahrscheinlich wieder mit dem Paradigmen-Wechsel von „der Spieler ist wichtig“ hin zu „der Charakter ist wichtig“ zusammen.

Das Unheil nahm hier mit dem noch sehr grobschlächtigen Fertigkeitensystem in der 2. Edition von AD&D seinen Anfang, hangelte sich über diese ganzen Feats und Co bei D&D 3E und findet seinen vorläufigen Höhepunkt in den computerspielartigen Bastel- und Taktierorgien, die in der 4E schon bei der Charaktererschaffung ihren Anfang nehmen.

Rezension: THE STALK (Rob Kuntz – Pied Piper Publishing)

The Stalk – Rob Kuntz – Pied Piper Publishing – $11,95
(13 Seiten – 1 S. Einleitung – 7 S. Abenteuer – 1 S. OGL – 1 S. neue Karte – 2 S. Kopien der Manuskripte – 1 S. farbge Originalkarte)

DESIGN/LAYOUT: 3/10
Das Modul ist nicht gebunden, sondern besteht aus Einzelseiten, die in einer Plastikhülle stecken. Die Limitierung besteht aus einem kleinen Schriftzug „10/300 RJK“ und ist zudem noch verschmiert. Die Coverzeichnung ist wirklich nett, das Cover ist aber vom Layout her unterirdisch und der Schrifttyp ist sehr unglücklich gewählt. Das Innere ist vom Layout her absolut uninspiriert und es findet sich keine einzige Illustration im Abenteuer-Inneren. Einziges Design-Feigenblatt ist die Bordüre in der Kopfleiste, die wirklich nett, aber völlig unnötig ist.

Positiv ist anzumerken, dass die Originaldokumente mitgeliefert werden. Das ursprüngliche Manuskript kommt in Form zweier Kopien daher, die ursprüngliche Karte wird sogar als Farbkopie mitgeliefert.

SPIELWERT: 6/10
Gerade historisch sind Rob Kuntz‘ Kommentare zur Genese der Greyhawk-Welt, die hier aus Copyright-Gründen nur OC (Original Campaign) genannt wird sehr interessant – alleine wegen dieser kleinen „Asides“ lohnt sich der Kauf des Abenteuers schon.
Das Abenteuer ist für das ursprüngliche D&D geschrieben, kann aber ohne große Probleme mit allen D&D-Fassungen bis hin zu AD&D 2. Edition (und den passenden Klonen) gespielt werden.
Dieses Abenteuer hat den Sinn die mächtigen Charaktere (etwa Stufen 9-12) dazu zu zwingen an einem festgelegten Ort zu bleiben, selbst wenn sie sich gerade in der Wildnis befinden und eigentlich alle Gefahren umschiffen könnten (etwa mit Drachen, auf Flugteppichen…).
Wenn die Charaktere die Ranke erst einmal betreten haben, ist ihr einziges Ziel zu Überleben und der Umgebung zu entkommen. Dazu müssen sie die unterschiedlichsten Monster aus dem Weg räumen und herausfinden, wie einige gefundene Gegenstände eingesetzt werden müssen. Die 18 Orte mit Begegnungen sind nicht einmal beschrieben, es wird nur das jeweilige angetroffene Monster mit Statistiken angegeben.
Wie man am Originalmanuskript sieht, ist das Abenteuer sehr „fleischarm“ und passt locker auf 2 Din A4 Seiten.

Zugegebenermaßen sind die Monster sehr gut aufeinander abgestimmt und passen gut in das „grüne“ Setting. Ein definitiver Pluspunkt!

PREIS-LEISTUNGS-VERHÄLTNIS: 3/10
Für $11,95 bekommt man 13 kopierte Seiten und eine Farbkopie, sowie eine Pappseite als „Unterseite“. Nicht sonderlich beeindruckend. Das wären in meinen Augen lediglich 1/10 Punkten.
Allerdings muss man zugeben, dass das Sammlerpotential des Artikels doch beträchtlich ist. Vielleicht ist nach eine rausverkauften Auflage die Chance da, den ursprünglichen Kaufpreis zu verdoppeln…

ENDERGEBNIS/FAZIT: 4/10
An der Geschichte von D&D Interessierte sowie Sammler können zugreifen, der „durchschnittliche“ Spielleiter kann vielleicht die Grundidee ausschlachten, dürfte aber sonst keinen großen Gewinn aus dem Produkt ziehen.

Heldenverehrung im Rollenspiel?

In einem Thread im Blutschwerter-Forum geht es um Heldenverehrung im Rollenspiel. Dort ist der Großteil der User anscheinend der Meinung, dass das Unsinn ist.
Als Einleitung meiner Antwort möchte ich euch von der Seifenkiste dieses Zitat von Melan entgegenschmettern, der nach Gary Gygax‘ Tod etwas schrieb, was mittlerweile die Startseite des Knights and Knaves Alehouse schmückt:

„How many people could say that they impacted the lives of millions without bloodshed, political power or a global marketing machine – just a small game of gelatinous cubes, strange dice and 10′ corridors? Gary did it just like this, and he did it out of his humble game room in Wisconsin.“

Ich möchte mich hier zu den angesprochenen Millionen zählen. Dieses kleine Spiel hat mir in meiner späten Kindheit und Jugend wirklich viel bedeutet und auch heute habe ich noch viel Spaß daran. Wenn ich für mein Leben einen Helden nennen müsste – jetzt mal von Eltern oder persönlichen Bekannten abgesehen – dann würde ich wahrscheinlich wirklich „Gary Gygax“ nennen.
Nicht nur, dass er (gemeinsam mit Arneson und der ersten Generation von Rollenspielern) ein völlig neues Spielkonzept entwickelt hat – Gary hat auch bis zuletzt regelmäßig ein offenes Ohr für die Spieler seiner Spiele gehabt. Er war in unterschiedlichen Internet-Foren unterwegs oder hat regelmäßig sein Haus geöffnet und jeder, der wollte, wurde von ihm bewirtschaftet und konnte an seinem Tisch spielen. Selbst mir als eigentlich völlig anonymem Internetuser hat er Freigetränke versprochen, als ich gejammert habe, dass der Weg zu den ganzen US-Conventions zu weit war.

Sehr beeindruckend finde ich auch seine klassische Antwort, wenn er um Regelauslegungen gebeten wurde. Er gab zwar immer auch eine fachlich fundierte Antwort, aber seine „eigentliche“ Antwort war: „Völlig egal, was ich sage – das, was dein Spielleiter sagt, ist wichtig!“

Boah! Nervt mich das!

Ich habe es schon im ORK-Forum als einzigen kleinen Kritikpunkt am schnuffeligen kleinen Filmchen Astropia angesprochen, aber mich nervt es wahnsinnig, wenn in Rollenspielrunden in einem merkwürdigen Deutsch-Englisch-Mischmasch gesprochen wird.
Spätestens seit meiner Examensarbeit zum Thema „Anglizismen in der Computersprache“ vor vielen vielen jahren habe ich vollstes Verständnis dafür, dass in einigen Bereichen Wörter aus dem Englischen entliehen werden müssen. Aßerdem mag ich als Englischlehrer die englische Sprache, aber aus irgendwelchen Gründen, derne Ursachen ich nicht genau ergründen kann, hört es sich für mich fürchterlich an, wenn in einer deutschen Spielrunde immer von „Feats“ oder „Skill Points“ gesprochen wird. Das schmerzt mir richtig in den Ohren und dringt unangenehm ins Gehirn ein.

Also mal ehrlich! Entweder ich spiele mein Spiel auf Deutsch oder auf Englisch, oder???

THE BARD’S TALE Online

Ich denke mal, ich bin nicht der einzige alte Sack, der feuchte Augen bekommt, wenn er auch nur an die Trilogie THE BARD’S TALE denkt.

[schwärm]Das waren noch Zeiten, als man sich durch Skara Brae und seine Dungeons wühlte, in Teil 2 den Stab des Schicksals finden musste, nur um im abschließenden Teil feststellen zu müssen, dass Skara Brae völlig verwüstet war und man durch Zeit und Raum reisen musste, um es wieder erstehen zu lassen.[/schwärm]

Für alle diejenigen, die nicht die „Gnade der frühen Geburt“ hatten, ist hier der ultimatie Downloadtipp – seht mal Bei „Bardstaleonline“ vorbei. Dort kann man nicht nur die Trilogie komplett herunterladen, sondern auch Fan-Spiele, die mit dem BT Construction Kit entworfen wurden oder Scans der Besprechungen in der Happy Computer, Charaktereditoren und sämtliches Kartenmaterial, das man sich nur vorstellen kann…

[altersack]Ja, ja! Damals hatten die Computerrollenspiele noch geile Stories und die Spieler noch Eier in der Hose, größer als Fußbälle. Denn sonst hätten sie dreimal täglich aufgegeben, wenn die geliebte Party mal wieder ins Gras gebissen hatte. Und Rätsel gab es damals! Die waren teilweise so abstrus, dass man tagelang nur verschiedene Kombinationen eingegeben hat, um weiterzukommen. Herrlich![/altersack]

Auch an Kuriositäten wie die Nazi-Welt in BT 3 erinnere ich mich auch etliche Jahre später noch mit einer Mischung aus Gruseln und wohligem Schauer. Oder wie meine Party in Teil 1 in dem Tempel am Marktplatz – ich sage nur „Tarjan“ – den Hintern versohlt bekam, obwohl ich durch das Dungeon davor noch locker durchspaziert war, war eine Lehre für mich, die ich nie vergessen habe. BE PREPARED!

Castle Zagyg: The Upper Works – oder – SAMMLER SPINNEN DOCH!

Castle Zagyg: The Upper Works (Troll Lord Games 2008)

Ich habe noch vor kurzem über diese tolle Box, das letzte Vermächtnis von Gary Gygax an die Rollenspielwelt, berichtet. Dass das Teil aufgrund der kleinen Auflage ein Kracher werden würde, war klar. Dass es aber schon im März für 220 Dollar verkauft wird, überrascht mich doch, konnte man es doch noch bis Ende Dezember regulär für 44,95$ bei den Jungs von Troll Lord kaufen…

Gut, dass ich auf meinen eigenen Rat gehört und schnell zugegriffen habe. Seht euch bei dem EBAY-Link mal die angehängten Fotos an – die Sachen sind dermaßen klasse, dass ich schon vom Ansehen der Fotos Speichelfluss bekomme.

RIP – Keith „Doc“ Herber

Das gibt es doch nicht! Ein weiteres Urgestein der schaffenden Rollenspielszene hinterlässt das nächste kreative Loch in der Struktur des Rollenspiel-Universums. Hier postet Tom Lynch die traurige Nachricht. Für alle, die nicht viel mit dem Namen anfangen können, ist hier ein zweiseitiges Interview mit ihm zu finden, in dem er sich über Call of Cthulhu und sein Verhältnis zu Chaosium äußert. Auf der Seite seines neuen Verlages Miskatonic River Press findet sich eine kleine Biografie.