[Rezi] Dschungel der Abenteuer (Spielbuch Mantikore Verlag)

Da mache ich doch mal glatt weiter und sehe mir das nächste Spielbuch an. Wieder etwas „aus deutschen Landen“ und zwar den aktuellen Band der Reihe Welt der 1000 Abenteuer von Jens Schumacher.

Eine wirklich schon lange existierende Reihe, die sich ursprünglich an Kinder richtete, die jetzt aber langsam immer erwachsener zu werden scheint. Ich bin ja sofort eingefangen durch den spektakulär old-schooligen Titel nach der guten alten Formel „X des/der Y“. Genau so muss das.

Disclaimer: Ich habe ein kostenloses Rezensionsexemplar besprochen.

Dschungel der Abenteuer

  • Autor: Jens Schumacher
  • Illustrationen: Victor Manuel Leza
  • Verlag: Mantikore Verlag
  • Aufmachung: Taschenbuch, 258 Seiten, 250 Einträge
  • Preis: 11,95 Euro
  • ISBN: 978-3-96188-157-4

Gestaltung

Mit einem Steinzeitspeer gegen einen dreiköpfigen Drachen? Na, das wird ein prima Kampf. Hoffentlich treffe ich nicht auf den Lese-Abschnitt, der da auf dem Cover dargestellt wird. Wirklich ein schöner Umschlag. Die Gesamt-Illu hätte ich gerne ohne Texte als Breitformat gerahmt im Gaming-Keller hängen.

Im Inneren ist Business as usual. Große Schrift, genug Platz nach oben, unten, links und rechts. Wenige, aber nicht zu wenige auflockernde Illustrationen und ein einfaches Kampfsystem. Alles okay hier. Gehen Sie weiter, es gibt nichts (Besonderes) zu sehen.

Zu Beginn muss ich nur eines von fünf Talenten auswählen und ab geht es in den Dschungel der Gefahren! Naja, immerhin ist es nicht der „Dschungel des Todes“. Wir werden sehen.

Inhalt

Wir sind wieder mal mit unserem strunzdoofen aber starken Cousin Bolko unterwegs – dieses Mal im Lande Mesh. Der Job beim König war schon vergeben und so machen wir uns nun auf eigene Faust auf die Suche nach heldenhaften Abenteuern. Mehrere Aufträge bieten sich an, einer gefährlicher als der andere, aber hey, das ist ja hier nicht der Dschungel der Problemlosigkeit. Vor allem Meister Mantik scheint mir doch im besten Falle halbseiden, aber da er fast so heißt wie der Verlag, werde ich doch mal zuerst für den losziehen.

Mein lieber Schwan hat das Abenteuer viele Gefahren. Gefühlt mehr als 1000 und so muss ich oft das Runenorakel befragen und die Kampftabelle ablesen. Immerhin kommt mir das Ganze nicht mehr so tödlich vor wie mit der alten 2W6 Methode, wo es ja statistisch schon fast unmöglich war, das komplette Abenteuer zu erleben.

Hier geht es doch bei jedem Anlauf recht weit, egal, welchen Auftrag ich zu Beginn annehme. Bei aller Rücksichtnahme von Seiten des Buches muss ich aber doch noch erwähnen, dass es diverse Stellen gibt, wo ihr sofort sterbt – allerdings nicht in Fighting Fantasy-Manier plötzlich und unerwartet, sondern ihr erhaltet vorher die eine oder andere Möglichkeit zurückzurudern. Okay, so komme ich damit klar.

Fazit

Der Band gefällt mir ausgezeichnet und auch der Schwierigkeitsgrad ist angemessen herausfordernd aber nicht zu deprimierend. Es gibt wirklich wie versprochen Dschungel und Gefahren. Und zwar im Dutzend billiger.

Gerade, dass die Serie Schritt für Schritt fast unmerklich erwachsener wird, gefällt mir wirklich gut. Auf jeden Fall ist die sehr unterschätzt und ich möchte dieses Fazit nutzen, um sie euch ans Herz zu legen. Auch der Preis ist im Vergleich mit anderen Reihen des Verlags mit 11,95 Euro absolut angemessen, es gibt also keinen Grund, nicht direkt morgen oder übermorgen mit Bolko, dem Klotzkopp, in den Dschungel aufzubrechen.

Bewertung

4 von 5 jonglierende Affen

2 Gedanken zu „[Rezi] Dschungel der Abenteuer (Spielbuch Mantikore Verlag)“

  1. Gerade die ersten Bände aus der Welt der 1000 Abenteuer waren ja unerbittlich und haben den Leser vollständig scheitern lassen, wenn man nicht alle Teilquesten genau richtig erfüllt hat. Ist das in diesem Band auch noch so oder entlässt der Autor den Abenteurer auch mit einem Teilerfolg aus dem Dschungel?

    1. Es ist deutlich weniger frustrierend. Ich hatte ja irgendwann schonmal einen mittleren Band der Reihe besprochen und „berechnet“, dass da nicht viel Überlebenschancen bestehen. Hier sieht es echt nicht so düster aus.

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