[Kickstarter + Interview] ADOM – Ancient Dungeons of Mystery

Ach ja, das waren noch Zeiten… Ich habe während des Schulzeit irgendwann mal meine Liebe zu Roguelike-Computerspielen entdeckt, als ich aus Versehen das C64-Spiel ROGUE käuflich erwarb und mir irgendwie etwas völlig anderes darunter vorgestellt hatte. Trotzdem fand ich es irgendwie witzig und kurzweilig, und gewöhnte mich daran mit einem ASCII-Zeichen durch eine Welt aus ASCII-Zeichen zu wandern und Monster aus ASCII-Zeichen zu verprügeln, denn was da teilweise an Spieltiefe geboten wurde, war schon ganz enorm.

Später dann im Studium stolperte ich über ADOM und war wirklich begeistert von der enorm komplexen Handlung bei solch „popeliger“Grafik, sodass es rasend schnell meinen persönlichen Roguelike-Thron bestieg. Umso überraschter war ich, als ich feststellte, dass mit Thomas Biskup ein Deutscher der Kopf dahinter war. Noch überraschter war ich, als ich mal auf der Spielemesse in Essen (2009/2010?) an einem Stand herumwühlte und Thomas plötzlich neben mir stand – fragt mich nicht, wie wir uns erkannt haben – ich war fast schon etwas starstruck. NOCH überraschter war ich dann, als ich erfuhr, dass er mich für meine Arbeit an Labyrinth Lord kannte und schätzte…

Sei es wie es sei, dieser Zufall versetzt mich nun in die Lage, euch ein kleines Interview mit dem großen Meister des Mysteriums-Dungeons zu seinem neuesten Kickstarter zu präsentieren.

First things first – hier geht es zum Kickstarter des ADOM-Rollenspiels! Derzeit steht der Kickstarter bei 10140 € von geforderten 5000 € und das Moped läuft noch 22 Tage lang.

… aber lassen wir den Scheff zu Wort kommen:

1. Dies ist schon dein zweiter ADOM-Kickstarter. Was hast du – rein von den Abläufen und der Mechanik – gelernt und geändert?
Wir haben vor allem darauf geachtet, die Stretch Goals klarer darzustellen (beim ersten Kickstarter waren wir nur teilweise darauf vorbereitet) und wir sind dieses Mal mit einer deutlich niedrigeren Summe gestartet, da wir gelernt haben, dass bereits „gefundete“ Kampagnen einfach besser laufen. Eine Abschlusswertung steht noch aus 😉
Außerdem haben wir wesentlich mehr und professionellere Grafiken, ein viel besseres Video und setzen dieses Mal auch stärker auf externe Werbepartner. Insgesamt also in allen Aspekten ein klein bisschen professioneller. Für den dritten Kickstarter haben wir aber auch schon wieder ganz viel Neues gelernt… 

2. Ich gehöre ja zu denen, die schon ADOM lite besitzen. Ein schickes kleines Heftchen. Wie bist du vorgegangen, um daraus das deutlich umfangreichere Rolenspiel zu machen?
Wir haben das Rollenspiel komplett neu entwickelt. Es basiert auf einem neuen Regelwerk (die Open Game License nutzend wird es also kompatibel zu D&D sein). Außerdem wollen wir dieses Mal wirklich vollständig sein und uns insgesamt näher am Computerspiel im Umfang bewegen. Insofern wird es tatsächlich zwei Regelbücher mit 300+ Seiten geben. 

3. Wenn ich schon D&D und Pathfinder besitze? Warum brauche ich als reiner Rollenspieler ADOM – Das Rollenspiel?
Pathfinder ist ziemlich schwergewichtig. D&D in den Auflagen 3 und 4 sowieso (die 4. Edition war ja mehr ein Brett- als ein Rollenspiel). Die 5te Auflage hat zwar einiges an Komplexität zurückgedreht, ist aber immer noch weit von der Schnelligkeit und Eleganz von Old-School-Systemen entfernt.
ADOM RPG sucht genau den „sweet spot“ zwischen D&D 5 und der „Old School Renaissance“ (OSR): Wir bieten einen robusten Basisregelmechnanismus, angelehnt an Advantages/Disadvantages in D&D 5 (aber skalierend, so dass mehrere Vor- bzw. Nachteile auch Auswirkungen haben) und haben das mit dem eher schlanken Klassenansatz von OSR-Spielen sowie den von Klassen getrennten Rassen aus AD&D 1/2 sowie einem einfachen Fertigkeitssystem kombiniert.
Dazu liefert das ADOM-Rollenspiel ein einzigartiges Corruption-System, um die Verführung durch die dunkle Seite des ChAoS zu simulieren und Charaktere gleichzeitig auf einen Macht-Trip wie auf die Straße in die Verdammnis zu führen. Auf das Design sind wir besonders stolz, da es sowas nach unserem Kenntnisstand noch in keinem anderen Rollenspiel gegeben hat.
Optisch wollen wir in der D&D-5-/Pathfinder-Liga spielen: Moderne Typographie, tolle vollfarbige Seiten mit Tonnen von  Grafiken – aber insgesamt viel schlankeren Texten, so dass man nicht ganz so viel lesen muss wie beim Wettbewerb 😉 (textmäßig werden wir vermutlich halb so viel haben wie die beiden anderen genannten Systeme).
Insgesamt also ein hochmodernes grafisches wie regeltechnisches Design, dass aber noch viel stärker narratives (erzählerisches) Spielen, Flexibilität für den Spielleiter und blitzschnelles Spielen in den Vordergrund stellt. 

4. Wenn ich Fan des Computer-Roguelikes ADOM bin – warum brauche ich dann ADOM – Das Rollenspiel?
Weil du damit endlich alles (und mehr), was Du im Computerspiel erleben kannst, am heimischen Spieltisch spielen kannst. Und viel Neues über die Welt von ADOM erfahren wirst. Dazu wird es das schönste ADOM-Ergäzungswerk sein, was es je gegeben hat – ein echter Festschmaus für alle wahren Fans und Sammler! Außerdem kriegt man zuguterletzt schon mal Einblicke in Ultimate ADOM (https://www.ultimate-adom.com), den Nachfolger von ADOM, den wir auch gerade entwickeln. Das ADOM-Rollenspiel kann man nämlich sowohl in der klassischen Zeitperiode spielen (also vor der Handlung von ADOM) als auch in der Zeitschiene von Ultimate ADOM (die nach dem Endkampf gegen Andor Drakon, Gott des Chaos, angesiedelt ist… und bei dem was schiefging, was nun gewaltige Auswirkungen hat). 

5. Fasse doch mal bitte ganz kurz zusammen was man als klassische Perks bei deinem Projekt wählen kann – wenn ich es recht verstanden habe, haut mein hier nicht direkt Geld auf das Projekt und bekommt dann ein Buch oder mehrere Bücher zugeschickt?
Nein, wir wollten nicht wieder in die Falle komplexer Versandlogistik gehen. Die hat uns beim ersten Crowdfunding fast umgebracht. Es ist unglaublich schwer, sinnvolle Versandkosten für alle möglichen Länder zu ermitteln. Und dann kommen noch Probleme mit Zolleinfuhrbestimmungen, Versandgewichte, Packmaße, verlorene Pakete und vieles mehr dazu. Hätten wir all das basierend auf den Erfahrungen der ersten Kampagne kalkulieren müssen, wären die Kosten pro Belohnung noch deutlich höher gewesen (wir sind nur ein winziges Team und können nicht auf die Ressourcen größerer Verlage zurückgreifen).
Insofern haben wir uns zu einem print-at-cost-Modell entschieden: Du finanzierst die Entstehung des Rollenspiels und bekommst je nach Spendenstufe entweder digitale Güter (PDF-Regelbücher) und aber zusätzlich Links, um die Regelbücher zu Selbstkosten drucken und zu dir schicken lassen zu können. Das ist die billigste Art überhaupt, in der wir die Belohnungen anbieten können – und Druck sowie Versand übernimmt dann Lulu, unser Print-on-Demand-Partner.
Besonderes Schmankerl: Mit den Links, die man als Spender erhält, darf man sich beliebig viele Regelbücher zum Selbstkostenpreis drucken. Das gibt es meines Wissens sonst nirgends. 

6. Kannst du schon etwas zu zukünftigen Stretch Goals sagen? Das ist es doch, was uns Kickstarter-Süchtige einzig und allein interessiert.
Wir haben die nächsten 10-15 Stretch Goals bereits in der Kampagne vorgestellt. Als Nächstes stehen 16 zusätzliche Seiten im Spielleiterhandbuch an mit noch mehr Infos zur Welt von ADOM. Dann kommt der Spielleiterschirm (auf den ich mich auch sehr freue), gefolgt von mehreren Abenteuern (zuerst Klassiker, um das Computerspiel frisch nacherleben zu können), gefolgt von „Ancardian Arcana“, einem Hintergrundband zur Welt von ADOM, der über mehrere Stretch Level immer dicker wird. Und schließlich unser ganz persönliches Mega-Dungeon – die „Caverns of Chaos“. Ich hoffe sehr, dass wir viele davon noch abräumen – wir haben tonnenweise toller Ideen und ich habe einen phantastischen Schreiber, der mich bei der Umsetzung unterstützt. 

7. Winkt am Horizont eine deutschsprachige Fassung?

Vermutlich nicht von uns. Wir sind auf der Suche nach Verlagen, die Lust haben, eine solche sprachliche Umsetzung zu machen. Wir haben bereits Anfragen aus Schweden und Frankreich und eine deutsche Version wäre ein ganz persönlicher Traum von mir. Im Moment vermute ich aber, dass wir uns übernehmen würden, wenn wir das auch noch selbst in Angriff nehmen – daher wäre mir ein erfahrener Partner lieber. 

8. Aber zurück zum Spiel. Hau doch bitte mal schnell einen Elevator Pitch raus, der mir den Mund wässrig macht.

Ein supermodernes, rasantes Design mit einem zentralen äußerst universell anwendbaren Kernmechanismus, einem einzigartigen punktebasierten Magiesystem, einem Corruption-System, dass dich auf die dunkle Seite der M… äääh… des Chaos saugen wird, 12 Rassen, 22 Klassen, eins der schönsten optischen Designs, dass locker mit D&D 5 und Pathfinder mithalten kann – und eine Fantasy-Welt, die sich seit 1994 aktiv weiterentwickelt, in Deutschland geboren wurde und mittlerweile in der ganzen Welt verbreitet ist. Und das alles kompatibel (genug) zu D&D und tausenden anderer Module da draußen. Und ADOM halt. Spaß pur ! Muss man haben!   

9. Für die DSA-Fans, die sich hierher verirren würde ich gerne fragen: Wird es einen Metaplot geben? Oder zumindest eine spielbare Kampagne?

ADOM lebt davon, einen Sandbox-Ansatz zu verfolgen, bei dem der Spielleiter viel Freiraum hat. Die Zeitschiene von Ultimate ADOM bietet aber einen Metaplot, in dem 7+ Fraktionen um die Macht über Ancardia, das Multiversum und das Schicksal von allem ringen. Insofern werden wir immer Sandbox-artig bleiben, aber genug Metaplot bieten, um als Spielleiter Kreativität und aktive Hilfe für die eigene Kampagne hoffentlich in perfekten Einklang zu bringen. Ein paar der Fraktionen kann man übrigens bereits unter https://www.ultimate-adom.com/index.php/visions-of-ancardia/ einsehen und anhören 😉 

10. Die Grafik der Beispielseiten gefällt mir schonmal ausgesprochen gut. Old-Schoolig, aber insgesamt nicht langweilig-altmodisch. Hast du da jemanden verpflichtet, den man irgendwoher kennen könnte.

Ich habe eine ganze Reihe Künstler an Bord, weiß aber nicht genau, wie gut man die kennt: Dean Spencer, Matt Forsythe, Forest Imel und über zwei Dutzend weiterer. Ich versuche gerade noch, mit Erol Otus in Kontakt zu kommen (Tipps willkommen – irgendwie scheint das kompliziert zu sein), um ggf. noch Limited-Edition-Cover bei ihm einzukaufen. 

Ich wünsche dir alles Gute für das Projekt. Es war ja rasend schnell basisfinanziert, aber jetzt kommt doch erst die Kirsche auf den Kuchen! Toitoitoi!

Vielen Dank! Wir geben alles – und freuen uns über jegliche Unterstützung und Weiterverbreitung! 


Ein kleiner Blick in die Zukunft

Einleitend sei gesagt, dass ich mich hier in Zukunft wieder mehr auf das Rollenspiel konzentrieren möchte – speziell auf die old-schoolige Spielart. Das ist gerade wieder total gegen den Trend, aber das war es auch 2008, als ich begann, den deutschen Markt in den Blick zu nehmen, auch. Dennoch erspielte sich Labyrinth Lord damals eine ansehnliche Anhängerschaft. Mal schauen, ob diese sich wieder reaktivieren oder gar erweitern lässt.

Für alle Brettspielthemen wird auch das Brettergymnasium neu eröffnet werden, aber dazu später mehr.

Ich habe vor, auf News und interessantes Spielmaterial aus dem englischsprachigen Raum hinzuweisen, aber auch auf die wenigen deutschen Schmankerl aufmerksam zu machen. Dazu soll es Interviews geben, ich würde gerne wieder eigenes Spielmaterial zur Verfügung stellen und von der Seifenkiste herab etwas Spieltheorie und starke Meinungen herabposaunen. Ja, auch auf Rezensionen kann und will ich nicht verzichten.

Ein weiteres Element könnte das Recycling (Überarbeiten) alter Artikel sein. Da gibt es einige, gerade zur Geschichte von D&D, nach denen ich auch heute immer mal wieder gefragt werde.

Ich hätte auch große Lust – gerade für rollenspieltheoretische Themen – die Seifenkiste auch für andere Autoren zu öffnen. Da wird sich sicher die eine oder andere Gelegenheit ergeben.

Ihr habt Wünsche und Fragen? Immer her damit…

Mensch, ick freu mir.

Es steht wieder jemand auf der Seifenkiste…

Hui! Jetzt hat Karsten den Laden doch glatt wieder freigeschaltet. Das setzt mich etwas unter Zugzwang – allerdings positiven Zugzwang.

Ich habe echt wieder Bock, mich auf die Seifenkiste zu stellen und mich wieder verstärkt Old-School-Themen zu widmen.

Hoffentlich finden ein paar alte Leser wieder den Weg hierher und ich bringe wieder die Begeisterung auf, um auch andere damit anzustecken.

… was wird hier passieren? Okay, zum einen muss ich Karsten noch darum bitten, etwas am Design zu werkeln, andererseits werde ich wieder mit neuem Eifer Rollenspiel-Artikel verfassen – seien es alschulige Neuigkeiten aus Übersee oder dem deutschsprachigen Raum; vielleicht gibt es ja in Zukunft auch den einen oder anderen Gatsbeitrag…

Sei es wie es sei – herzlich willkommen auf der neuen und datenschutzkonformen Seifenkiste und – nicht zuletzt

VIELEN DANK, KARSTEN!!!!

[Kickstarter] Rappan Athuk: Reborn (Frog God Games – DnD 5)

… und wo ich gerade über Kickstarter-Projekte schreibe – ihr solltet euch unbedingt Rappan Athuk ansehen. Dieser Mega-Dungeon ist einfach ein Brett. Selbst wenn es sich „nur“ für D&D 5 hanfdelt, sollte man egal ob Old-Schooler oder nicht, unbedingt zugreifen.
Die simplen Fakten sind:
Es wurden etwas über 24000 Euro gefordert, es sind schon 75250 Euro im Säckel und das Projekt (auch, wenn ich nicht Hornbach meine) läuft noch 23 Tage lang.
Die Chose ist also finanziert und die ersten Stretchgoals wurden geknackt.

Was wird geboten?
Ein über 500 Seiten schwerer Megadungeon-Band mit mindestens 56 Ebenen und Unterebenen. Außerdem gibt es um die 20 weitere Dungeons, ein Dorf und 22 WIldnisbereiche damit man auch schon auf dem Weg zum eigentlichen Dungeon starten kann.
Was ist neu?
Die Regeln werden der aktuellen D&D-Edition angepasst. (Ich hab den fetten „Prüjel“ – Danke, Waldi – mit Swords & Wizardry-Regeln im Regal stehen und bin mehr als zufrieden damit!) Dazu gibt es komplett neue farbige Illustrationen, drei neue Ebenen, 3 neue Wildnisgebiete, eine See-Höhle mit fürchterlichen Hai-Menschen. Überarbeitete Karten und haufenweise neue Monster. Ich überlege echt, ob meine S&W-Kopie nicht einen neuen Nachbarn im Regal braucht.
Sehen wir uns doch mal die erreichten Stretchgoals an…
Okay, jede Menge Kleinkram – aber was ist wirklich cool? Hmmm… Bisher leider nix, was das physische Buch geiler macht. Schade, denn ich bin so alt, das mir PDFs reichlich schnurz sind.
Naja gut, ich habe mich selber so halbwegs überzeugt.
Wie sieht es denn mit den Pledge Levels aus? Was muss ich investieren?
Okay – alle kleineren Stufen sind Pipifax und nützen mir nix!
Einsteigen könnte ich bei 95 Dollar. Dafür bekomme ich das Hardcover des Buches – okay, das ist auch das Minimum, was ich gerne hätte.
Okay. Die 340 Dollar und die 550 Dollar-Stufen sind geil und man bekommt jede Mange Kram, aber das gibt mein virtueller Geldbeutel nicht her, zumal sicher noch einiges an Porto dazukommt.
Da bleibt mir lediglich die Hoffnung, dass Sphärenmeister-Roland zuschlägt und ich mich da irgendwie dranhängen kann…
Ein sehr geiles Level ist auch die 1750 Dollar-Stufe. Dafür ist man von den Froschgöttern auf die North Texas RPG Con im Juni 2019 eingeladen. Da würde ich schon gerne hin, aber es kommen ja noch ein Flug und ein paar Dollar Taschengeld dazu, dann ist das schon ganz amtlich…

[Kickstarter] Coriolis – Der Dritte Horizont (Uhrwerk Verlag)

Der Uhrwerk Verlag haut mal wieder einen Kickstarter raus – und ich schaffe es echt, etwas zu einem aktuellen Kickstarter zu schreiben, ohne dabei auf den parallel auslaufenden Untergang des deutschsprachigen Rollenspiels aus dem Hause Ulisses einzugehen. Du… musst… stark… sein… Moritz!!! Schreib nichts dazu! Hust! Wege der Vereinigung“! Hust!
Schaut einfach mal bei Coriolis vorbei…
Ich kann euch aber auch schonmal kurz erklären, dass wir es mit einem Sci-Fi-Rollenspiel zu tun haben, das mit der gleichen einfachen Mechanik von Mutant: Year Zero zu tun hat – wirklich intuitiv und schnell erlernt.
Persönlich bin ich nicht so der Sci-Fi-Freak, wobei ich beispielsweise Traveller ganz gerne mag, aber dieses Spiel könnte mich glatt noch interessieren.
Interessante Pledge Levels sollten sein:
– 25 Euro: PDF des Regelwerkes – die Grundausstattung
– 45 Euro: alle PDFs des Projekts (halte ich für die dusseligste Stufe)
– 60 Euro: Regelwerk als Hardcover plus allen anderen Schmonses als PDF
– 100 Euro: limitiertes Regelwerk plus Restkrempel als PDF
– 150 Euro: das volle Programm in gedruckter Form UND als PDF – die wohl sinnvollste Stufe
– 190 Euro: limitiertes Regelwerk, alles andere gedruckt und als PDF
Hmmm… Für mich käme da entweder die 60 Euro Stufe in Frage oder ich würde ganz auf den Putz hauen und mit für 190 Euro das volle Programm gönnen. Mal schauen wie das Projekt sich weiter entwickelt und was das heimische Konto so sagt…
Die ersten Stretchgoals ab 11000 Öcken stehen auch schon online, so gibt es verschärfte Karten, ein schickes Lesebändchen (und ich dachte immer nur DSA-Fans hätten diesen Fetisch…) oder eine mitgeliferte Charaktermappe. Vielversprechend, aber da geht sicher noch mehr.
Ich tippe mal, dass die aufgerufenen 9500 Euro recht schnell fallen werden und auch die ersten Stretchgoals halte ich für relativ sicher – schließlich sind gerade nach etwa 2 Stunden schon fast 3000 Euro in den Topf geworfen worden.

[Rezension] Die eherne Garde (Trilogie – Atlantis Verlag)

Schon seit längerem hatte ich diese drei tollen Romane von Peter auf dem Tisch – der Seifenkisten-Relaunch ist genau die richtige Gelegenheit sie euch vorzustellen!
Titel: Die eherne Garde (Die schwarze Klaue, Die Fährte des Einhorns, Die Ebenen der Ewigkeit)
Autor: Peter Hohmann
Art: Roman-Trilogie (Fantasy)
Verlag: Atlantis Verlag
Format: Softcover, 288 Seiten, 258 Seiten, 262 Seiten
ISBN: 9783864023927, 9783864024627, 9783864023873
Preis: jeweils 13,90 Euro
Gestaltung
Düüüüüüster. Dämonisch. Ich befürchte deutsche Dark Fantasy. Bitte, lieber Gott, mach, dass es „nur“ klassische Fantasy mit düsterem Anstrich ist. Bitte, bitte. Aber sei es wie es sei – die Bände der Trilogie sehen wie aus einem Guss aus, der coole Schriftzug für den Serientitel wird beibehalten, die Buchrücken passen zusammen, damit es auch im Regal ordentlich aussieht. Alles richtig gemacht. Danke, Atlantis, dsa hat man in der Vergangenheit ja bei anderen Verlagen und Produkten schon schlimmes Stückwerk gesehen. Da stehe ich überhaupt nicht drauf.
Band 1 – (Co) Atlantis)
   
Band 2 – (Co) Atlantis
Band 3 – (Co) Atlantis
Inhalt
Tja. Zuerst einmal muss ich ehrlich zugeben, dass Peter mehr kann als Young Adult (Schnurk, anyone???) und unterhaltdsamen Mystery-Nazi-Schmonses – ja, er kann auch Fantasy. Und das zeigt er deutlich mit dieser Troilogie.
Und auch mein Stoßgebet hat absolut genützt, denn bei der ehernen Garde handelt es sich um alles, bloß nicht um larmoyante (Geil, das Wort wollte ich schon immer benutzen) deutsche Dark Fantasy. Boomshakkalakka!
Die eherne Garde ist im besten Sinne klassische Quest-Fantasy in der Tradition des Herrn der Ringe mit einer Abenteurergruppe, die sich zusammenfindet und zusammenraufen muss, um ein gemeinsames großes Ziel – natürlich die Rettung der Welt wie wir sie kennen – zu erreichen. Dass die ganze Chose dabei ordentlich grim & gritty ist, stört ganz und gar nicht. Für meinen Geschmack hätte man ruhig noch mehr in Richtung Sword & Sorcery gehen können.
Um nicht zu viel zu verraten, werde ich mal für euch im Schweinsgalopp durch die Handlung fegen – dann kann ich anschließend noch gerne auf ein paar Details eingehen:
Um den mysteriösen Lormak (der irgendwie eine Mischung aus Dämon und Mensch zu sein scheint) und die Dämonenjägerin Avi bildet sich nach und nach eine Gruppe von Menschen, die dem Vorrücken der Dämonen, die sich ein Reich nach dem anderen einverleiben, entschlossen in den Weg stellt.
Wie bei jedem guten Katatrophenfilm wird auch hier ihre Warnung nur an den seltensten Stellen ernst genommen und so sind es am Schluss wirklich nur unsere Gefährten, die als einzige Hoffnung einen Sieg des Guten in der Welt erringen können.
Parallel versuchen die beiden Protagonisten ihren Platz in der Welt zu finden und vor allem mehr über ihre Vergangenheit herauszufinden – gerade Lormak hat alle paar Seiten laaaaaange Flashbacks, die immer mehr vermuten lassen, dass er sowohl ein Grund für die derzeitige Dämonenplage sein könnte, aber gleichzeitig auch in seiner Person eine mögliche Rettung darstellen könnte.
Weg von der persönlichen Ebene greift der Konflikt immer weiter um sich, neben den Menschenreichen sind auch Zwerge und Elfen bedroht – und ja, auch die Götter können sich nicht sicher sein, dass morgen noch alles genau so ist, wie sie es heute vorfinden.
Unsere Truppe reist und reist, erringt kleinere und unbedeutende Siege, reist, erfährt mehr über die Bedrohung, reist, kämpft, verhandelt mal mehr, mal weniger erfolgreich mit möglichen Verbündeten, reist und steuert schließlich auf die große Konfrontation zu! Okay, hört sich sehr nach einer anderen recht bekannten Fantasy-Trilogie an, wirkt aber an keiner Stelle geklaut, sondern liest sich immer frisch und neu.
Ein paar Elemente machen die Reihe für mich bemerkenswert.
– Ich mag die Entwicklung von Lormack und seine Zerrissenheit. Die ist gut geschildert, aber nie übertrieben. Bei solcher Thematik schlagen viele Autoren gerne mal über die Stränke, sodass ich nur noch genervt bin – das ist hier nicht der Fall.
– Ich muss ehrlich zugeben, die ersten Flashback-Seiten von Lormack etwas gelangweilt überflogen zu haben, aber später haben sie mich immer mehr ihn ihren Bann gezogen, denn sie scheinen der Schlüssel zu einem Großteil der Geheimnisse in dieser Roman-Reihe zu sein.
– Auch Avis Entwicklung ist interessant zu beobachten. Wer ist sie? Woher kommt ihre Kraft…?
– Ausgezeichnet gefällt mir der klassische Ansatz vom Kleinen zum Großen zu gehen. So haben wir es zuerst mit einem lokalen Kongflikt zu tun, der bei genauerer Betrachtung immer weitere Kreise zieht. Was sowohl vom Bedrohungslevel als auch örtlich immer gut abzulesen ist.
Fazit
Ausgezeichnete und handwerklich mehr als gut gemachte klassische Fantasy aus deutschen Landen. Das siehrt man wirklich nicht allzu oft. Ich wette mit nem richtig großen Verlag im Rücken ginge das Ding mit etwas anderem weniger düsteren Layout durch die Decke. Da das aber nunmal nicht der Fall ist, bleibt mir nur, euch zu bitten, euch die Teile zuzulegen, um dem Atlantis Verlag ein paar Euro in die Kassen zu spülen, was bedeuten könnte, dass wir dort mehr solcher Reihen sehen können…
Bewertung
4 von 5 fehlende Schnurks

[Spielbericht] Doom-Cave of the Crystal-Headed Children (LotFP)

Bei Twitter hatte sich ein illustres Trüppchen zusammengefunden, um im Hangout ein kleines aber umso tödlicheres Ründchen OSR-Rollenspiel zu spielen.
So leitete der großartige Sal (der zu Zeiten als OS noch kein R hatte sicher noch gar nicht geboren war…) für Muschelschubser Tim, BPunkt Oni, Michael L. „Mr. Rollbutler“ Jaegers und mich.
Die Technik war schnell im Griff – inklusiove flotter Charaktererschaffung via Rollbutler – gut, wenn man den Großmeister der Würfel-APP im Team hat. Nach nur einer Stunde hatte sich alles sortiert und wir konnten loslegen.
So waren die Charaktere schnell erschaffen und ohne viel Brimborium ging es direkt zu den titelgebenden Kristallkopf-Kindern. Ich habe den Zwerg Dimli Steinhackersson gespielt, der später von seinem Bruder Bimli Steinhackersson gerächt werden sollte, die Gruppe wurde von einem weiteren Zwerg, einem Kämpfer und einem Spezialisten (Dieb) komplettiert.
Hmmm… Ich habe ja nun wahrlich schon das eine oder andere tödliche Old-School-Abenteuer gespielt, aber DCotCHC (grandiose Abkürzung) war da absolut nicht repräsentativ. Das Abenteuer war absolut tödlich. So viel steht fest. Aber meist waren es keine Tode, auf die man Einfluss hatte oder denen man irgendwie hätte entgehen können. Das war sehr interessant zu spielen, gerade im Kontrast zu weiten Passagen, die etwas träge vor sich hin dümpelten und wo es nicht wirklich viel zu erforschen oder zu ergründen gab.
So gab es einige Tode, gegen die es keinen Rettungswurf oder andere Vorkehrungen gab – was grundsätzlich ganz cool ist, da so die Gruppenzusammensetzung sowie die Stufen der Charaktere ziemlich Wurscht waren. 
Aber konkret – Was haben wir erlebt?
Wir kamen in ein Dorf, wo etliche Mütter ihre Söhne, die wohl gleich alt waren, gleich aussahen und auch alle Andrew hießen, vermissten. Klar. Der Held von Welt sieht da mal nach wo diese ganzen Andrews sich wohl befinden mögen, um sie zu ihren besorgten Muddis zu bringen.
Vor einer Höhle trafen wir drei der Andrews, die aber nicht großartig auf uns reagierten – hmmm… könnte mit den blauen Kristallen zu tun haben, die aus ihren Köpfen wuchsen. In der Höhle betraten wir zuerst eine riesige Kaverne mit dem Godfather of all blue crystals! Ein Riesenkristall mit einem komischen Kauz, der behauptete, der Vater der Andrew-Invasion zu sein. Potentes Kerlchen scheinbar. Wir haben den Heini einfach mal ignoriert, weil er die Gefährlichkeit eines verwirrten Kunstlehrers ausstrahlte, und ein paar Räume erkundet. Einer war an einer Seite irgendwie elastisch, aber im Endeffekt eher mysteriös als interessant – oder wir waren einfach zu doof, um sein Potential zu erkennen.
Dann kam ein Podest mit Knopf. Ja, Knöpfe in Old-School-Abenteuern muss man drücken. Eine lustige Wolke erschien, der wir erklären mussten warum wir für das Universum wichtig seien. Nun, das gelang nur so halb gut und der Dieb und Dimli wurden zu ektoplastischem Schleim verwandelt ohne irgendwas dagegen tun zu können. Willkommen in deinem ganz privaten Fighting Fantasy-Spielbuch. Ein Magier und Bimli stießen schnell wieder zur Truppe und in einem unterirdischen Gewölbe gab es endlich den ersten Kampf mit einem Wesen, das von hinten wie von vorne ANNA war, dämlicherweise mit zwei Schwänzen, nicht mit zwei Köpfen. Mutter Natur geht manchmal merkwürdige Wege. Und ja, Natur, dass nach einem Treffer ein Fleischball aus dem Ding rausschoss und den Gang runterraste, macht es auch nicht besser. Ich behalte dich im Auge! Ein paar Gänge weiter gab es dann einen lustigen Knopf, der nach jedem Drücken seine Farbe änderte und immer „witzige“ Auswirkungen hatte.
Meinem Charakter hat er die Werte amtlich durcheinandergewürfelt, dann hat er dem Kämpfer einen Kristall in die Rübe gebeamt und ihn fast unspielbar gemacht – was zu einem raschen Tod im nächsten Raum führte.
Hier mussten wir über eine Art Lava-See gelangen und die drei Proben waren wür den armen Kerl einfach nicht mehr zu schaffen.
Mittlerweile war es 20 Uhr und ich musste leider ins Bett, aber Gerüchte sagen, dass es Bimlis Freunde auch nicht mehr viel weiter geschafft haben…
MANÖVERKRITIK:
Sal hat super geleitet und es hat Spaß gemacht das Abenteuer mit dieser Gruppe zu spielen. Das Abenteuer an sich hinterlässt da einen etwas zwiespältigeren Eindruck:
PLUS:
– Die mysteriöse Stimmung kommt super rüber. Man fragt sich permanent was es mit irgendwelchen Elementen auf sich hat.
– Ich mag Abenteuer, die unabhängig von Stufenbegrenzungen funktionieren.
– Due Zufallstabellen hatten coole Effekte.
NEUTRAL:
– Ich habe nix gegen sofortigen Tod. Das hält einen auf Trab.
MINUS:
– Man konnte zu wenig mit diesem mysteriösen Hintergrund interagieren (oder wir waren zu doof dazu).
– Es gab zu wenig Kämpfe – die gehören bei einem Funhouse-Dungeon einfach dazu.
– Ich habe es lieber, wenn man mehr Informationen findet, um auch tatsächlich echte Entscheidungen treffen zu  können. (Ein Buch, in dem steht, dass man nicht auf rote Knöpfe drücken soll oder so…)
– Insgesamt gab es einfach zu wenig zu tun. Das machen die DCC-Abenteuer sehr gut – eine mysteriöse Stimmung mit vielen Gefahren und Interaktionsmöglichkeiten zu verbinden.
– EDIT: Ach ja – die Hintergrundgeschichte hörte sich saugeil an – leider kam das Setting im eigentlichen Abenteuer gar nicht rüber.
P.S.: Ich habe keine Ahnung wie legal – ich denke James Raggi III kann uns da was zu sagen – aber man kann das Abenteuer auch kostenfrei als PDF runterladen.

Dem Michi sein Geburtstagsgeschenk!

Ein etwas mysteriöser Post, der dem Neustart der Seifenkiste vorangeht, aber als Zusatz zum Geburtsttagsgeschenk – weil es der 50. ist – gibt es einen kleinen Sonderbeitrag zu den beiden kleinen Präsenten, die Andi und ich dem kleinen Geburtstagskind überreichen.
Ich habe geschenkemäßig mal tief in der deutschsprachigen und internationalen Rollenspielgeschichte gekramt, da Michael sich sowohl für Midgard als auch für die Geschichte des Rollenspiels im Allgemeinen interessiert:
Präsent Nummer 1 und ein kleiner Vorgeschmack ist der Sammelband „Fantasia 68-69„.
Dieser Sammelband erschien im Juli 1992, reicht aber viel, viel weiter zurück in die Geschichte des deutschsprachigen Rollenspiels, denn hier haben wir es mit zwei Magazinen des „ersten deutschen Fantasy Clubs“ zu tun – das ist der Laden, der auch Magira, die Protoversion von Midgard und Follow rausgebracht hat. Sooooowas von klassisch. 
Diese Ausgabe bietet ein paar coole Artikel, wie beispielsweise das Solo-Abenteuer „Burg Dunkelstein“ von Martin Metzler (mit satten 175 Abschnitten), ein Interview mit den Elfquest-Pinis oder einen echt gut recherchierten Beitrag zur Geschichte des Vampirfilms von Norbert Aichele.
Das Hauptgeschenk ist aber eine Ausgabe von „Chainmail„, dem Vorgänger von Dungeons & Dragons. Die Preisauszeichnung von 5 Dollar auf dem Cover scheint auf ein ziemlich lumpiges Geschenk hinzuweisen, aber wir hoffen, dass der Jubilar es trotzdem zu schätzen weiß.
Etwas präziser formuliert ist Chainmail ein mittelalterliches Miniaturenspiel von Gary Gygax und Jeff Perren, mit dem der neue Verlag „TSR Rules“ ordentlich durchstartete. Besonders an diesen Regeln waren die Seiten 28 bis 39, das legendäre „fantasy supplement“. Hier wurde nicht nur die Idee ausgeführt, keine Einheiten, sondern Einzelpersonen zu spielen, sondern es gab keine klassischen mittelalterlichen Militäreinheiten, sondern Hobbits, Elfen, Feen, Trolle…, die man ins Feld führen konnte – oder die als stimmungsvolle Gegner dienten.
Hobbits? Ja, diese Auflage hat noch Hobbits und Ents, bevor die Tolkien Estate unerbittlich zuschlug und TSR gerichtlich dazu zwang, die geschützten Wesen umzubenennen.
Jaaaaa, Rollenspiel-Geschichte pur und hier in der dritten Druckauflage von 1975.
Happy birthday, Michael und viel Spaß damit!!!

[Empyrea-Kickstarter] Fragen an Frank Mentzer gesucht…

Ahoi, ihr alten Seifenkistenleser. (Okay, ihr jungen könnt euch auch angesprochen fühlen.)
Nach dem gestrigen Artikel zum Kickstarter des Settings Empyrea von Frank Mentzer ergab sich spontan die Gelegenheit zu einem Interview mit dem Scheff persönlich.
Falls ihr euch fragt: „Frank wer?!?“, dann sei euch ein uralter Seifenkistenartikel von vor mehr als neun Jahren ans Herz gelegt – checkt ihn hier aus.
Wenn ihr mich also mit Fragen unterstützen wollt, was ihn, sein Leben, D&D, D&D in Deutschland – aber vor allem zu seinem aktuellen Kickstarter und seine rechtlichen Implikationen habt – immer her damit. Ich bin aktuell auch nicht in Foren unterwegs – wenn ihr Bock habt, könnt ihr mich auch da gerne unterstützen.
Ich würde sagen in zwei Tagen sollten wir genügend Fragen zusammenhaben, dass ich sie über den großen Teich jagen kann!
Danke…
P.S.: Um die Einstiegshürde zu senken werde ich gleich mal die Kommentare für jeden öffnen. Dann muss ich zwar wahrscheinlich Spam löschen was das Zeug hält, aber auch die Eskapodcaster dieser Welt können problemlos mein Ansinnen unterstützen.

[Crowdfunding] Empyrea (Frank Mentzer)

Und der dritte Kickstarter des Tages – aber dieses Mal einer, der irgendwie für uns deutschsprachige Rollenspieler „weiter weg“ liegt und meinem Ansatz, die Seifenkiste wieder etwas old-schooliger rüberkommen zu lassen, perfekt entgegenkommt.
Frank Mentzer, der Autor der fünf D&D-Boxen zwischen 1983 und 1987, veröffentlicht seine Kampagnenwelt Empyrea, die mittlerweile seit satten 40 Jahren entwickelt wird. Da in iecht mal heiß wie Frittenfett.
Ich werde hier auf jeden Fall am Ball bleiben und euch über den Verlauf des Kickstarters auf dem Laufenden halten. Wer sich abseits des Kickstarters über Empyrea informieren will, ist hier gut aufgehoben. Man kann auf jeden Fall mal kurz zusammenfassen, dass hier von Legenden Geschichte geschrieben wird. Für mich persönlich gibt es da gar keine Überlegung – das Teil muss ich unterstützen. MUSS! Da muss man sich nur die Liste der Gastautoren und -Illustratoren durchlesen. Herrje, da gerate ich ins Schwärmen!
Es gibt ja nix wo ich mehr drauf stehe als Artefakte der Rollenspielgeschichte, die das Licht der Welt erblicken. Das ist hier mal sowas von gegeben. Und ich muss irgendeinen deutschen Verlag dazu zwingen, das auf Deutsch rauszubringen! Sowas von!
Checkt hier den Kickstarter aus!
Bescheiden wie man auf der anderen Seite des großen Teiches ist, werden fluffige 250.000 Dollar angepeilt. 34 Tage vor Ablauf der Pledge-Zeit stehen wir knapp über 60.000 Dollar. Hoffen wir mal, dass sich Frank und sein Team da nicht übernommen haben. Ich will, dass das unbedingt realisiert wird.
Da die Heldenverehrung andernorts eine größere Rolle spielt als in Deutschland, gehen die Pledge-Level hoch bis zu unfassbaren 10.000 Dollar. Dafür bekommt man dann Folgendes:
– Box Set 1 als PDF und Print-Fassung
– Hochauflösende Karten
– Alle PDF-Stretchgoals
– kostenlosen weltweiten Versand
– Der eigene Charakter nimmt eine hohe Position in Empyrea ein.
– Original-Karten mit Unterschrift von Darlene
– Alle Bücher werden von Frank und Darlene personalisiert und signiert
– Der eigene Kopf wird einen NSC schmücken.
– Man wird Spieltester in Franks Gruppe.
Ja, da kann man sich Geschichte kaufen. Aber so viel bekomme ich wohl für meine Nieren, Milz, Leber und Herz nicht. Obwohl meine Leber top in Schuss sein sollte…
Für uns Normalsterbliche sollten 75 Dollar das Maß aller Dinge sein, denn dafür erhalten wir die Box mit Core Book, Player’s Book, 3 Little Brown Books und ein System Book für ein System der Wahl.
Und da haben wir auch schon das verdammt coole Alleinstellungsmerkmal. Denn Empyrea kann man mit folgenden Systemen spielen:
– D&D 5
– Pathfinder
– RuneQuest
– Savage Worlds
– DCC RPG
– Castles & Crusades
– Swords & Wizardry
– Hackmaster
– D&D
– BECMI
– AD&D 1 und 2
Hammer. Rechtemäßig will ich mir gar nicht vorstellen, wie Frank das alles hinbekommen will, aber von den Connections her – wer will das schaffen, wenn nicht er?