Wetten DSA…

…äh, ja! Bei wahnsinnigen Angeboten kann ich einfach nicht „Nein“ sagen und so habe ich mich im Mainzer Orcish Outpost mit den Damen und Herren von Orkenspalter TV und zwei legendären DSA-Autoren der aktuellen Generation getroffen:

Natürlich war auch etwas Zeit, auf den GRT hinzueweisen, der in guten zwei Wochen über uns hereinbrechen wird…

Splittermond im Podcast

Ha! Ich habe eben bei meiner kurzen Laufrunde den Greifenklaue-Podcast zum Thema „Splittermond“ gehört, in dem einer der Regelredakteure Chris Gosse Rede und Antwort steht.
Für mich am wichtigsten konnte ich drei Sachen herauskristallisieren:
1. Ha! Sie haben es schon wieder getan! Nach dem bösartigen Adrian P. hat nun auch Chris G. Indie-Rollenspiele in den Schmutz gezogen – ich habe genau gehört, dass er „Scheiß-Indies“ gesagt hat.
😉
2. Dass die Splittermondmacher Fanprodukten gegenüber äußerst aufgeschlossen zu sein scheinen, dürfte für viele ein großes Plus bedeuten – aber da dürfte Uhrwerk ja aus den guten Erfahrungen mit Dungeonslayers die richtigen chlüsse gezogen haben.
3. Ich muss unbedingt bei Gelegenheit (also wenn die Regeln erschienen sind) ein „SM Basic“ kompilieren – ganz ohne Tick-System (z. B. mit einem Ini-Wert pro kämpfender Partei), mit einer simplen Form der Splitterpunkte und mit radikal gekürzten Kampf- und allgemeinen Fertigkeiten. 
So positiv ich Uhrwerk und dem Projekt Splittermond gegenüber stehe – das scheint mir persönlich – ich wiederhole – mir persönlich – viel zu viel Rechen- und Buchhaltungsaufwand zu sein. Ich bin zu alt, um meine kostbare Spielzeit noch mehr zu kürzen. Aber eine völlig auf die Grundlagen runtergebrochene Version könnte mir gefallen.
 

Wrap-Up der Splittermond-Umfrage

Bevor ich eine neue Umfrage starte, ist es (mittlerweile) schöne Tradition, die alte Umfrage im Blog „abzuspeichern“ und kurz zu werten…
Die Frage lautete ganz simpel:
„Wie wird Splittermond ankommen?“
  • 1. … sortiert sich im Mittelfeld ein (30%)
  • 1. … wird ein Erfolg und etabliert sich (30%)
  • 3. … scheitert grandios (14%)
  • 4. … wird sich hinter DSA als 2. System etablieren (10%)
  • 5. … verkauft sich so oft wir Raumhafen Adamant (8%)
  • 6. … wird mit dem Hintern von DSA den Boden aufwischen (6%)
Nun, ich hatte mit einer etwas höheren Einstufung gerechnet, da der Uhrwerk-Verlag doch ein ziemliches Star-Aufgebot ins Rennen schickt und ordentlich Wirbel macht. Meine persönliche Einschätzung war die Variante auf Platz 4, dass es sich langfristig hinter DSA etablieren kann, aber es ist klar, dass da ein langer Atem vonnöten ist und – was noch wichtiger ist – man darf keinen Bauchplatscher als Startsprung hinlegen. Es kann also nur heißen – lieber sorgfältig testen und ein rundes System zur RPC 2014 abliefern, als jetzt zu hudeln und auf der SPIEL 2013 etwas im Gepäck zu haben, wo man permanent nachbessern muss.
Ich bin ja echt gespannt wie es mit diesem ersten wirklich ernsthaften Versuch, ein „großes“ System für Deutschland auf den Markt zu werfen, weitergeht. Splittermond! Ich habe dich im Auge! *gestemitzweifingerndievonemeinenaugenaufdenbildschirmzeigen*
Und jetzt auf zur nächsten Umfrage.
… ich weiß gerade keine – habt ihr Vorschläge?

[RPC 2013] Splittermond – Schnellstart-Regeln

Tja, auch am Uhrwerk-Stand habe ich gewildert. Etwas ärgerlich ist die Tatsache, dass ich in der spärlichen Zeit, die mir neben dem Leiten der Game of Thrones-Runden blieb, noch rumgewieselt bin und mir einen Schnellstarter von allen auffindbaren Splittermond-Autoren habe unterschreiben lassen. Okay, das an sich ist noch nicht ärgerlich, eher schon die Tatsache, dass dieses Exemplar irgendwie im Laufe des späten Sonntags verschwunden ist. Glücklicherweise hatte mir Pat direkt am Samstag zwei Kopien in die Hand gedrückt, so dass ich nicht ganz mit leeren Händen nach Hause kam und obiges Foto für euch schießen konnte.
Nun, was soll ich sagen – habe es mal durchgeblättert, sieht schick aus, hat ganz sicher noch einige Hakler, aber wenn das Team hart und konzentriert arbeitet (und mir somit mehr Platz in den an anderen Uhrwerk-Systemen schafft…) kann ich mir gut vorstellen, dass es bis zur SPIEL in Essen funktionieren könnte. Allerdings würde ich mir, wenn abzusehen ist, dass es knapp wird, lieber die RPC 2014 zum Ziel setzen und noch Ecken und Kanten abfeilen, bevor ich nachher zwar ein Regelwerk zum angekündigten Zeitpunkt in Händen halte, aber direkt vor etlichen Problemen stehe.
Jetzt habe ich nur noch ein Problem – wo eröffne ich die Splittermond-Abteilung in meinen Regalen – bei DSA, neben Pathfinder, zwischen den anderen Uhrwerk-Büchern…?
Ganz Risikofreudige können aber auf jeden Fall schonmal vorbestellen – entweder direkt bei Uhrwerk oder natürlich – wenn es überhaupt nicht anders geht – in Amazonien.

P.S.: Was ich sehr beeindruckend finde – bisher ist noch kein Schnellstarter bei eBay aufgetaucht! Respekt!

[Neue Umfrage] Wie wird Splittermond im deutschsprachigen Raum aufgenommen werden?

Die Google-Umfragen sind zwar chronisch unzuverlässig, aber wenn man nach Ablauf der Deadline ein paar Tage lang abwartet, scheint man tatsächlich ein vernünftiges Ergebnis zu erhalten.
Ich frage dieses Mal nach eurer Meinung – wie wird das neue System Splittermond des Uhrwerk-Verlags im deutschsprachigen Raum angenenommen werden, wenn es zur SPIEL erscheint?
… und jetzt mal unabhängig von System, Welt,… Was denkt ihr, wie der „Erfolg“ in reinen Zahlen zu bemessen sein wird?
Die Umfrage läuft bis zum 20.6.2013 – 12 Uhr mittags.

RPC 2013 – ein paar Fotos

Und nun die „belebte“ Materie:
Beginnen wir mit Chris Gosse, dem Munchkin der Splittermond-Redaktion (der sich anders als manche Redaktionskollegen wenigstens nicht abfällig gegenüber Indie-Spielen geäußert hat):
Hier der Munchkin mit seiner Munchkinette:
Das Alien mit seiner Sabrina:
(im Hintergrund ein halber Patric Götz, der leider nicht sein nuestes Haarwuchsmittel vorstellte, sondern nur Uhrwerk-Produkte im Sortiment hatte)
Die Uhrwerk-Standcrew mit unter anderem Robert Hamberger, der ja nun wirklich viel älter als 33 aussieht (wenn auch nicht so alt wie Uli Lindner)
Die Jungs von Ulisses filmen sich mal gerade aus Langeweile gegenseitig (und damn – ich musste mindestens dreimal hinsehen, bis ich DSR mit prächtigem Bart erkannt habe – vielleicht verrät er mir ja das Geheimnis von Patrics Spezialtinktur)
Allgemeines Gewusel am riesigen Ulisses-Stand:
Rouven der neue 13Mann-Oberguru macht ein gutes Bils am Verlagsstand:
Und nochmal Ulisses aus anderer Perspektive – der Mann mit dem grünen Hut war auch schon wieder da:
Das unbelebte Angebot der Finsterland-Jungs:
Und das belebte „Standmaterial:
Der reizende Sphärenmeister und die großartige Kathy – oder war es anders herum oder doch nicht…? Ich bin verwirrt:
Die beiden Grazien vom Zunftblattstand – ich wusste doch, dass ich mir ein Autogramm von Kirk in seinen letzten Filmen hätte holen sollen:
(Absgespeckte) DORP + Podcaster:
Uhrwerk aus der Ferne:
Das DORP-Interview-Personal (irgendwo zwischen extrem euphorisch und fragend-konsterniert am Prometheus-Stand:
Der Prometheus-Stand in seiner vollen Pracht:

Ebenso wie ich schwang Charly Zapf am Mantikore-Stand die Würfel, auch wenn er im Versuch, seine Schnutenbach-Spieler (und auch ihre Charaktere) aus dem Leben zu befördern extrem unerfolgreich war, wie man so hört…:

Hier nochmal „in böse“:

Mir fällt gerade auf, dass ich gar keine Überblicksbilder vom Mantikore-Stand habe, denn der war zwar leider extrem windig, aber dafür von der Präsentation her einer der aufgeräumtesten und ansprechendsten – da müssen Frauenhände am Werk gewesen sein.

Ich wollte irgendwie am Sonntag viel mehr Fotos schießen, aber irgendwie blieb es dann bei einer kleinen RUnde – ium Anschluss „musste“ ich zweimal das Game of Thrones-Rollenspiel leiten, was aber trotz Erkältung mit allen drei Gruppen ausgesprochen viel Spaß gemacht hat – aber tja – ich bin halt einfach eher „Spieldesigner“ als ein toller Spielleiter.

So! Geile RPC. Danke Skar, danke Andre und danke komplettes Orgateam.  Bis 2014!

Splittermond – Ein „Interview“

Nach langem Umzug ist es wieder an der Zeit, mit der Seifenkiste neu durchzustarten – da passt es ausgesprochen gut, dass die Redakteure Chris Gosse und Jan Ulrich Lindner sowie Oberzampano Patric Götz mir ausführlich auf meine Splittermond-Fragen geantwortet haben und ich die Antworten just per Mail in mein neues „Büro“ erhielt.
… und macht euch keine Sorgen, ich habe dank des Tanelorn-Chats schon ein paar old-schoolige Sachen auf der Pfanne, die hier in Zukunft erscheinen werden.
Splittermond – Fragen
an die Macher
1. Beschreibe bitte „Splittermond“ in 5 Worten.
Chris: Magie, Mondpfade, Entdeckung,
Monster, Abenteuer
2. Und nun die Fortgeschrittenen-Variante. Gib mir doch mal
den „Elevator-Pitch“ und überzeuge mich in 15 Sekunden davon, gerade
Splittermond aus dem Regal zu reißen.
Uli: Splittermond bietet ein
komplexes und dennoch eingängiges Regelwerk und vor allem eine liebevoll
gestaltete und vielfältige Welt, in der du Abenteuer aller Art erleben kannst.
Es ist klassische Fantasy, diese aber auf hohem Niveau. Du willst Orks in der
Blutgrasweite verkloppen? Du willst dich in den Verheerten Landen durch
Drachling-Dungeons wühlen? Du willst den Ehrenkodex der Schwertalben
kennenlernen oder Intrigen am dekadenten Hof von Patalis erleben? Oder doch
lieber durch die weite Surmarkar-Wüste ziehen und dich mit den Wüstenvargen
messen? Die Gassen von Ioria und des Mertalischen Städtebundes erkunden oder
doch lieber die weiten Frostlande erforschen? All das kannst du in Splittermond
– und meist liegen solche Abenteuer nur eine Mondpfadreise entfernt!
3. Ihr habt Redakteure für System und Redakteure für die
Welt. Wie schafft ihr es, ein genau auf eure Welt abgepasstes System zu
bekommen? Besteht nicht die Gefahr, dass die beiden Gewerke aneinander vorbei
arbeiten?
Chris: Wir sprechen miteinander.
Auf diese Weise ist zum Beispiel auch das verbindende Element, die
Mondsplitter, entstanden. Es ist ein Element der Spielwelt, etwas für
Mythologie und Volksglauben, gleichzeitig stecken aber auch knallharte Regeln
dahinter. Und wenn irgendwer ankommt und sagt: „Ich hätte gerne Alben, die
weise sind, geschickt, besser zaubern können als alle anderen, bombastisch
aussehen und uralt werden“, dann sag ich ihm: „und ich hätte gerne
ein Pony.“
Uli: Kommunikation ist ihr in
der Tat das Mittel der Wahl. Wir kennen uns ja alle seit Jahren und haben schon
viel zusammengearbeitet, da klappen die nötigen Absprachen ganz von selbst. Es
ist halt keine One-Man-Show, das ist jedem Beteiligten natürlich klar.
4. Welche verschiedenen Arten von Publikationen wird es
überhaupt geben? Wird die Welt im Regelwerk beschrieben, gibt es Quellenbände,
wächst die Welt in den Abenteuern…?
Patric: Das Grundregelwerk wird
sowohl die wichtigste Basis für alle Regeln sein wie auch bereits eine erste
Fokusregion zum Spiel vorstellen. Mit dem Weltbuch wird der Hintergrund im
Ganzen vorgestellt. Erweiterungen sowohl zur Welt als auch zu den Regeln sind
geplant, vermutlich auch so etwas wie ein Monsterbuch. Auch Abenteuer wird es
in groß und in klein geben, als Sammelband oder als Kampagne.
Die Publikationsbandbreite soll
einerseits ermöglichen, sich intensiv mit Splittermond auseinanderzusetzen,
andererseits aber auch den Spielleitern viel Vorarbeit abzunehmen und sie so zu
entlasten.
5. Der Begriff „Metaplot“ ist ja schon sehr früh gefallen.
Wie kann ich mir den bei Splittermond vorstellen?
Uli: Auf jeden Fall nicht als
allumfassenden Plot für die ganze Welt, der einen ständig begleitet. Unsere
fortlaufende Geschichte wird eher schlaglichtartig Akzente setzen und dient vor
allem dazu, Abenteuer und Kampagnen vorzubereiten und zu begleiten. Die Welt
soll atmen und als Spieler soll man da dran teilhaben und mitgestalten können.
Keineswegs soll es eine reine Seifenoper werden, die Ereignisse nur als
Selbstzweck fortschreibt. Alles, was auf der Welt passiert soll auch Relevanz
für den Spieltisch haben, etwa indem Settings fortentwickelt oder
Abenteueransätze geliefert werden.
Das Medium der Wahl werden dabei
Abenteuer sein, aber auch News auf der Website, die wir dann regelmäßig als
kostenlose PDF-Dokumente sammeln wollen. Ob es auch eine Zeitschrift oder so
etwas geben wird, steht derzeit noch nicht fest.
6. Die Fans welcher 3 Systeme (mal abgesehen von DSA, das
wohl jedem direkt im Hinterkopf rumspukt) werden sich am wildesten auf
Splittermond stürzen?
Chris: Wir werden als System
natürlich mit den anderen Mainstream-Fantasyspielen konkurrieren (wenn das als
Newcomer überhaupt möglich ist, sich mit solchen Urgesteinen wie D&D, DSA
oder Midgard zu messen). Interessieren könnten sich meiner Meinung nach aber
auch gerade die Spieler für Splittermond, die vielleicht schon seit Jahren
keine Fantasy mehr gespielt haben, sondern sich anderen Systemen und Genres
zugewendet haben. Für sie ist Splittermond die Chance, eine Rückkehr in die
Fantasy mit einem neuen System vom Start weg zu wagen. Und natürlich ist ein
System wie Splittermond eine ideale Ergänzung für jeden Labyrinth-Lord-Spieler,
der ein abenteuerliches modernes Zweitsystem sucht!
7. Ich interessiere mich persönlich ja immer besonders für
Abenteuer, da ich in ihnen die Welt lebendiger erlebe als in Quellenbänden.
Gibt es schon Infos zu den Abenteuern? Wird es Einsteiger-Abenteuer geben,
politische Abenteuer, Dungeon-Abenteuer, immer her mit Informationsschnippseln…
Uli: Alles davon. 🙂 Abenteuer
sind ja gerade für neue Spiele enorm wichtig, daher wollen wir da einiges
liefern. Direkt zur Messe sollen die ersten zwei Abenteuer kommen, eines davon
(geschrieben von Tobias Hamelmann) ein dezidiertes Einsteiger-Abenteuer, das
auch die Geschehnisse aus dem Schnellstarter-Abenteuer aufgreift. Das zweite
Abenteuer wird von Stefan Unteregger geschrieben und lässt einen unter anderem
einen Blick auf die Metropole Ioria werfen. Hier ist Platz für Intrigen und
Mystik. Danach sind schon weitere Bände in Planung oder Arbeit, insgesamt
wollen wir aber diverse Spielstile bedienen.
Das ist schließlich auch eine
Stärke des Mainstream-Ansatzes und der Welt Lorakis: Du hast Platz für
verschiedenste Settings, die wiederum alle möglichen Arten von Abenteuern
ermöglichen. Ich selbst hab auch schon ein paar Ideen in der Schublade und
werde sicherlich auch ein paar Abenteuer zu Splittermond beisteuern. 🙂
8. Gäbe es in der Welt Raum für eine sandboxartige Kampagne?
Sprich: Nur die Rahmenbedingungen werden geschildert und die Charaktere können
sich frei bewegen und frei agieren.
Uli: Na klar, was sollte dagegen
sprechen? Lorakis ist riesig, da gibt es genug Regionen, in denen so etwas
problemlos stattfinden kann.
9. Mittlerweile kann man im Netz erste Farb-Illustrationen
bewundern – werden alle Erscheinungen vollfarbig sein oder sind es
beispielsweise nur die Regelwerke oder nur die Regelwerke und nur die
Settingbände?
Patric: Das Grundbuch und die
Weltbeschreibung werden vollfarbig, ebenso der Schnellstarter. Die Abenteuer
werden schwarzweiß. Für alle anderen Produkte heißt es erst einmal „mal
schauen“.
10. Für etwa ein halbes Jahr nach Erscheinungstermin des
Regelwerks ist eine Einsteigerbox angedacht – gibt es da schon genauere
Überlegungen zu?
Patric: Die Einsteigerbox soll alles
enthalten, was man für Splittermond so braucht, Regeln, Beschreibungen, Würfel
– was so dazugehört. Sie soll sich unter anderem auch an Spieler richten, die
mit Splittermond überhaupt eintauchen wollen in das Hobby Rollenspiel.
Uli: Dabei soll vor allem das
sofortige Losspielen unterstützt werden, es gibt also auch Abenteuermaterial,
Archetypen und was ein Neuspieler sonst zum Glücklichwerden braucht.
11. Wie zum Henker kann man das Spiel cool abkürzen? „SM“
ist irgendwie schon anders konnotiert und „Splimo“ klingt wie Knete, die man im
Ofen härten kann. Und JA! Man muss es einfach cool abkürzen können – da geht
kein Weg daran vorbei.
Chris: Ich bin da
zuversichtlich, dass sich eine gute Abkürzung von alleine ergeben wird.
Vielleicht setzt sich ja SM nach einer anfänglichen Phase des verlegenen
Kicherns durch. Und trotz seiner Abkürzung ist Lamentations of the Flame
Princess ja auch ein gutes Spiel geworden.
Uli: Ich glaub ja auch, dass Splittermond
jetzt nicht so lang ist, dass man es nicht aussprechen könnte. Abkürzungen
werden wohl vor allem in Foren genutzt werden. So wie ich das sehe ich SpliMo
da bereits auf dem Vormarsch.
12. Es gibt nicht zufällig die Möglichkeit, mir eine coole Illustration
oder gar einen gaaaaanz kleinen Teil der Karte mitzuschicken, die ich auf
meinem Blog neben dem Logo posten kann?
Patric: Ja klar doch!
Danke – ich nehme mal das Cover, obwohl es mittlerweile schon seit ein paar Tagen bekannt ist. Ich finde es zwar minimal zu „pathfinderesk“, denke aber, dass es sich gerade mit der Farbgebung in den Regalen der örtlichen Rollenspielhändler absetzen wird. Kluger Schachzug.
DAMN! Pat ist unschuldig, ich kann gerade keine Bilder mehr bei Blogspot hochladen – warum auch immer.

Ich bin mal den Umweg über Markus‘ Blog gegangen, von wo aus ich das Bild direkt stehlen konnte, ich hoffe mal, er hat nichts dagegen. Ihr dürft gerne mal auf seinem Blog UBIHEX vorbeischauen.

P.S.: Psychologen streiten ab, dass die von den Splittermond-Machern selbst gewählten Farben etwas über ihren geistigen Zustand aussagen…

[Karneval] Aufbau von Regelwerken: Das rote D&D Basis Set (1983)

Mal wieder ein Karneval, zu dem ich etwas beitragen kann und will – zwar wird nichts Spielrelevantes dabei herauskommen, aber vielleicht kann das Splittermond-Team sich ja eine Scheibe davon für die geplante Splittermond-Einsteigerbox abschauen…
Wie schon im Header erwähnt: Das Karnevals-Thema für den März lautet: Aufbau von Rollenspielen und kann hier diskutiert werden.
Wie schon öfters erwähnt, ist für mich das rote D&D Basis Set aus dem Jahr 1983 nach wie vor der bestmögliche Einstieg in das Rollenspiel, wenn es darum geht, dass sich ein interessierter Jugendlicher auf sich alleine gestellt in das Hobby „Rollenspiel“ einfuchsen will.
Wie geht Frank Mentzer, der Editor dieser D&D Version dabei vor?
Zuerst einmal haben wir eine Zweiteilung – es gibt ein Heft für den Spieler und eines für den Spielleiter – unmissverständlich weist uns schon auf dem Cover das Spielerhandbuch darauf hin: „Dieses Buch bitte zuerst lesen!
Gut, tun wir das.
SPIELER-HANDBUCH
Nach zwei kurzen Vorworten und einem Inhaltverzeichnis beginnt das Regelwerk direkt mit einem kurzen Tutorial – hier werden im Rahmen einer Fantasyerzählung die wichtigsten Attribute und Werte des Spiels vorgestellt und mir – dem Leser – ist immer klar, dass ich Teil dieser Fantasyerzählung bin und dass es darum geht, dass ich eine Rolle in ihr spiele. Die Geschichte ist auch für Jugendliche problemlos verständlich und bietet schon alle Elemente eines „richtigen“ D&D Abenteuers. Ich habe einen Auftrag, einen klaren Gegner – den fiesen Bargle – und lerne eine sexy Partnerin – die Klerikerin Aleena – kennen, um gleich etwas „Gruppengefühl“ aufkommen zu lassen. Im Laufe der Geschichte wird in spielerischer Form nach und nach ein simpler Charakterbogen erstellt und ich kann auch schon erste Würfe abliefern – etwa im kampf gegen eine Giftschlange, Goblins, Ghule oder im großen Finale gegen Oberfiesling Bargle.
Konzepte wie Treffer- und Schadenswürfe, Rettungswürfe, Vertreiben von Untoten, Teamplay bei Gefahren,… alles wird hier schon angelegt, ohne dass man einen „Das ist Rollenspiel“-Text benötigen würde.
Nebenbei habe ich am Ende des Tutorials einen komplett einsatzfähigen Charakter – natürlich ein Kämpfer, da dieser am wenigsten „Extras“ hat.
Mal schauen wie es mit diesem Charakter weitergeht.
Nun folgt eine Zwischensequenz in der Stadt, in der ich meinen Charakter ausrüsten kann – hier gibt es gleich „Rollenspiel“ in der Interaktion mit einem Schmied, von dem ich mir eine neue Rüstung anfertigen lassen möchte. Ob nun mit oder ohne neue Rüstung, es geht weiter…

… mit einem Solo-Abenteuer. Nach kurzen allgemeinen Kampf-Regeln geht es auch schon los. Ich erforsche ein äußerst klassisches Höhlensystem, das absolut alles hat, was das Herz begehrt: Geheimtüren, Schätze, Rätsel, ein Rostmonster, mysteriöse Hinweise an der Wand, Fallen. Einfach genial – im Ernst, ich setze mich mindestens alle zwei Jahre mal hin und spiele dieses Solo-Abenteuer. Das rockt einfach gewaltig – nicht nur vor einem Nostalgie-Hintergrund.
Besonders gut gefällt mir, dass von den Texten und Illustrationen bisher einfach alles „ABENTEUER!!!“ schreit und ich als Leser wirklich immer wissen will: „Wie geht es weiter? Was bieten sich mir noch für Möglichkeiten?“
Nach dem Solo wird dann abgerechnet – Konzepte wie Erfahrungspunkt, Stufen werden jetzt eingeführt und ich kann mein hart verdienstes Geld mit Hilfe einer kurzen Ausrüstungsliste verprassen und mich für künftige Abenteuer besser ausrüstigen. Moment mal! „Künftige Abenteuer?!? War das etwas noch nicht alles? Cool!“
Wie? Ich kann nicht nur einen Kämpfer spielen? Supercool – im nächsten Abschnitt erfahre ich, wie ich mir alle möglichen Helden erstellen kann (Charakter-Erschaffungsregeln). Ich kann nicht nur einen tumben Kämpfer spielen (oder eine Klerikerin oder einen Magier wie ich sie im Tutorial angetroffen habe), sondern auch einen Dieb – oder sogar einen Elfen, einen Zwerg oder einen Halbling. Und was noch besser ist: Ich kann mit den Regeln bis zur Stufe 3 aufsteigen. Das wird ein Fest!
Aside: Didaktisch klug sind auf den mittleren Seiten des Heftes die wichtigsten Dinge noch einmal kurz zusammengefasst. Hier gibt es eine Kurzfassung der Erschaffungsregeln, eine Ausrüstungsliste, EP-Tabellen und Tabellen mit Spezialfertigkeiten, vorgefertigte Charaktere, einen leeren Charakterbogen, leeres Rasterpapier, Zauberspruchlisten, alle für den Kampf relevanten Tabellen.
Diese Seiten kann man ausheften und hat dann auf 3 Papierbögen alle notwendigen Infos zur Hand. Hat man die groben Regeln erst einmal kapiert, benötigt man nur noch diese 3 Bögen, um im Stufenbereich 1-3 spielen zu können.
Nach der Vorstellung der möglichen Charakterklassen wird man dann an der Hand genommen, was man alles beim Erschaffen eines Charakters beachten muss.
Gehen wir mal davon aus, dass ich mit ein paar FreundenCharaktere erschaffen habe – was nun?
Diese Frage wird stante pede beantwortet, denn den Abschluss des Spieler-Hanbduchs bilden ein paar kurze Abschnitte, die die Organisation der Spielrunde und der Abenteurergruppe betrreffen:
– Spieler sind keine Charaktere!
1. Die Spielvorbereitungen
2. Spieltisch
3. Kartenzeichner und Sprecher
4. Die ersten Schritte
5. Schätze
6. Marschordnung
7. Spieltaktiken
8. Ende eines Abenteuers
9. Aufteilen der Schätze
10. Magische Schätze
11. Normale Schätze
12. Gesinnung der Charaktere
13. Gesinnungssprachen
Nun folgen ein paar regeltechnische Dinge, die nicht nur für den SL, sondern auch für jeden Spieler interessant sind.
1. Gebrauch der Ausrüstung
2. Zeit: Phasen und Runden
3. Bewegung
4. Lauschen
5. Licht
6. Türen
7. Fallen
8. Wandelnde Monster
9. Miniaturfiguren
Auf nur einer Seite gibt es die kompletten Kampfregeln:
1. Überraschung
2. Initiative
3. Flucht und Verfolgung
4. Der Kampfverlauf
Eigentlich würde man den Text fast gar nicht benötigen, denn man hat ja im Laufe des Tutorials und des Solo-Abenteuers schon ein paar Kämpfe absolviert und auf dieser Seite findet man eine kurze Tabelle, die eigentlich alle Unklarheiten beseitigt.
Und selbst das Basis Set hat Zusatzregeln:
1. Geschosse
2. Unterschiedliche Schadenswirkung der Waffen (JA! Nach den Grundregeln macht jede Waffe 1W6 Schaden!)
3. Kampfmanöver
4. Behinderung durch Lasten
Abschließend gibt es noch ein Glossar, auf das vorher schon an verschiedenen Stellen hingewiesen wurde – sehr elegant. So kann man beispielsweise im Tutorial schon Begriffe verwenden, ohne sie vorher lang und schmutzig erklären zu müssen.
Fazit des Spieler-Handbuchs: Ich habe mit meinem Kämpfer zwei echte Abenteuer erlebt und ihn weiter ausgerüstet. Ich habe gelernt wie ich weitere Charaktere erstellen kann und kenne ein paar einfache Regeln, die ich wohl benötige, um eine unendliche Anzahl weiterer Abenteuer erleben zu können!
BRING THEM ON! MEHR ABENTEUER!!! ABENTEUEEEEEEEEEEEEEEEEERRR!!!!
… demnächst in diesem Lichtspielhaus in Teil 2: Handbuch für D&D-Master.