Dungeons & Dragons 5 auf Deutsch erschienen!!!

Das Cover – (Co) Ulisses Spiele
… wollte ich nur mal gesagt haben!
Meine volle Bewunderung geht hier an alle, die für Ulisses an dem ganzen Projekt gearbeitet haben – so lange an etwas so Coolem basteln zu dürfen und nix dazu sagen zu dürfen ist wirklich hart. Mich quält das ja schon bei kleinen Projekten, aber am heiligen Gral des Rollenspiels zu arbeiten und verschwiegen sein zu müssen, muss fast schon körperlich weh tun.
Allgemein finde ich es sehr wichtig, dass die aktuelle Edition des immer noch größten und bekanntesten Rollenspiels der Welt auch in deutscher Sprache erscheint. (Und wenn es einen Umweg über Gale Force 9 gehen muss und die armen Kerle von Ulisses bei allen Abnahmen die doppelte Qual erleiden müssen und ich weiß, dass das schon bei einem amerikanischen Partner echt anstrengend sein kann, dann hat es halt so sein sollen.) Dem Verlag kann man nur gratulieren, dass man nach DSA und Pathfinder (und natürlich dem ganzen WoD-Krempel der letzten Zeit) nun auch noch D&D am Start hat. Haut rein, Jungs und Mädels.
Zuerst erscheint mal (bzw. IST ERSCHIENEN) das Spielerhandbuch, das aufgrund mysteriöser US-Vorgaben den Originaltitel haben muss und den Titel in der Zielsprache nur als Untertitel tragen darf. Na, wenn da nicht wieder dieser Trump die Finger drin hat… Ihr könnt also das Players Handbook – Spielerhandbuch käuflich erwerben und euch auf der Ulisses-Seite ein paar Infos dazu ansehen.
Nächste Produkte werden sein:
Monsterhandbuch (im Mai? – zur RPC? Wäre cool!)
Spielleiterhandbuch (im Juni?)  –> heißt da knuffigerweise „Spielleitererhandbuch“ 😉
Einsteigerset (im August?)
 … und jede Menge Zauberkarten, die ich mal ignorieren werde, weil sie mir völlig wumpe sind!
(Wenn ich mal die Verlags-HP etwas kritisieren darf – es gibt noch keine Rubrik und keinen Reiter für D&D und da passende Artikel zu finden ist mal nicht sonderlich einfach. Wenn ich so einen fetten Fisch an der Angel hätte, hätte ich mich schon nackt damit knipsen lassen und es überall ins Netz gehauen!
MIST!
Ich hab leider den Fehler gemacht bei einem großen Online-Versandhandel zu bestellen, sodass ich sicher noch ein paar Wochen auf mein Spieler Handbuch warten muss, aber was soll’s. Mehr zu Inhalt und Übersetzung also später

Heute ist Gratisrollenspieltag!

Ihr könnt in um die 100 Läden und bei Vereinen in der Schweiz, Österreich und Deutschland vorbeischauen, um einfach mal eine Runde zu spielen.
Wenn ihr schon immer wal wissen wolltet, was es mit Rollenspiel jenseits von „Krankenschwester und geiler Patient“ auf sich hat, schaut euch mal die Karte auf der offiziellen Homepage an.
Ich hoffe ja noch, dass ich es irgendwie nach Koblenz oder Bad Kreuznach schaffe. Drückt mir die Daumen!
… und als alter Facebook-Junkie möchte ich noch auf ein kleines Gewinnspiel hinweisen, das in Verbindung zum GRT steht. Pegasus bringen ja das Swashbuckling-Piraten-etwas-Magie-System-Setting Siebte See frisch zum GRT auf den Markt – auf der neuen Facebook-Seite des Spiels könnt ihr einen amtlichen Preis gewinnen. Ich habe meinen Hut mal in den Ring geworfen.
Also haut heute ordentlich rein und schreibt mir ob ihr Spaß hattet!

[Blogstöckchen] 11 Fragen

Einfach nur A hat mich nominiert und die Fragen sind hinreichend spannend, um sich mal an Antworten zu versuchen.
1. Wann, denkst du, wirst du mit dem Spielen (PC. Konsole, Pen&Paper etc.) aufhören und warum?
Genau dann, wenn es jemandem gelingt, die Würfel meinen kalten, leblosen Händen zu entreißen. Wobei ich PC- und Konsolenspiele wirklich schon sehr lange nicht mehr spiele – abgesehen vom vereinzelten Ründchen „Pirates“ am C64.

2. Wenn du ein Raumschiff hättest: Wohin würdest du zuerst fliegen und warum?
Auf den Mars. Da soll es angenehm warm sein, habe ich gehört.

3. Welche drei positiven Dinge fallen dir zu DSA ein?
1. Ich finde sehr viele DSA-AutorInnen nett.
2. Ich mag die Magiepunkte der ersten Editionen.
3. Thorwaler sind cool.
4. Inspirierende Filmempfehlung für’s Rollenspiel?
Der Krieger und die Hexe,

5. Dein liebstes PC-Spiel?
Schwer. Muss es PC sein – da habe ich nie so viel dran gespielt. Aber ich würde fast sagen, dass es in diesem Fall Sim City sein müsste, das hat mich damals sehr beeindruckt.
Am C64, auf dem ich wohl am meisten gespielt habe, sind es spontan aus der Hüfte aufgezählt, die Bard’s Tale-Reihe, die SSI Gold Box-Reihe, Summer Games, Winter Games, Pirates, Space Taxi und Alter Ego.
Beim Amiga wäre das ein ganz klarer Fall mür Dungeonmaster!

6. Deine Lieblings-App?
Quizduell. Irgendwo muss sich doch Klugescheißerei auszahlen.

7. Welche 1-3 Hörspielreihe(n) würdest du anderen empfehlen?
Ich mag ja die Drizzt-Serie von Lausch. Ansonsten natürlich die drei Fragezeichen und alleine schon wegen der spektakulären Titelmusik Tim und Struppi.

8. In welches nerdige Projekt investierst du derzeit die meiste Zeit?
In das Lesen von Rollenspielkram im Internet und meinen Blog. Und ich bin sowas von stolz, dass ich Pokemon Go nicht installiert habe.
9. Deine Meinung zu Karten statt Würfeln im Rollenspiel?
Karten, brennende Hamster, Jengatürme… Kokolores! Beim Rollenspiel müssen Würfel rollen! WÜRFEL, sag ich!

10. Welche Autoren haben dein Rollenspiel geprägt/inspiriert?
Ganz klar! Natürlich indirekt Gary Gygax und direkt Frank Mentzer, der die rote D&D-Box geschrieben hat. Danach gab es einfach keine Steigerung mehr!

11. Welches Rollenspiel willst du unbedingt in den nächsten 11 Monaten noch spielen oder leiten?
Ich vermute mal, das bezieht sich auf Systeme, die ich nicht ohnehin öfters leite. Also an halbwegs neuen oder selten geleiteten Systemen wären das wohl 13th Age, Traveller, Achtung! Cthulh und Fantasy Age.


Ich habe nicht mitverfolgt wer schon alles von diesem Stöckchen angefallen wurde, daher ziele ich mal blind auf:


Spiel des Jahres 2016 – gleich geht’s los!

Ab 10:30 kann man auf der offiziellen HP als Livestream oder Liveticker die Präsentations-Zeremonie der beiden Sieger-Titel sehen…
Meine finale Prognose:
Codenames gewinnt das SdJ und Isle of Skye das KdJ. Und zwar mit den (inoffiziellen) Begründungen, dass man, was Codenames angeht, einfach nicht den lautstarken Internet-Hype ignosieren kann und die Insel gewinnt, weil die beiden Titel einfach zu weit außerhalb der Komfortzone liegen. Da war es schon eine Überwindung, sie überhaupt auf die Nominierungsliste zu nehmen.
Ich persönlich würde beim Spiel des Jahres Imhotep prämieren, weil es einfach ein schönes Spiel an der Grenze von SdJ und KdJ ist, das tolle Mechaniken hat und niemandem weh tut. Mein Kennerspiel wäre T.I.M.E. Stories, weil es eine großartige Brettspiel-Portierung von Point-and-Click-Adventures ist und gleichzeitig die soziale Komponente ganz groß rausbringt.
Word.

[Eskapodcast] Hadmar von Wieser (DSA-Urgestein)

Huiuiui! Jetzt hauen die Eskapodcastler aber ordentlich auf den Putz und haben sich DSA-Ikone Hadmar von Wieser zur Brust genommen. Das ist für mich persönlich neben Karli Witzko einer der spannenderen DSA-Autoren der Vergangenheit. Klar hat er gerne mal Schienen verlegt, aber Hadmar hatte immer Visionen und große Ideen (wie sich dann auch im Interview bestätigt). Ebenso spannendes wie sympathisches Gespräch, das man sich sowohl als DSA-Fan wie auch als Interessierter an der Geschichte des Rollenspiels definitiv auf die Ohren geben sollte.
Ich widerspreche zwar Menschen, die noch einen Hauch senioriger sind als ich es selber schon bin, nur ungern, aber die Einschätzung, dass Dungeons einfach zu leiten sind und von Railroading geprägt sind, kann ich natürlich nicht einfach so durchgehen lassen und verlinke euch mal ein paar kurze Texte eines weisen alten Mannes:
Verdammte Axt! Ich finde meinen alten Artikel, in dem es um „große Freiheit in kleinen Räumen“ geht, nicht mehr. Könnt ihr mir auf die Sprünge helfen?
Aber um die These auch hier nochmal kurz als Gegenpol zu Hadmars „DSA-Freiheit“ zu „Papier“ zu bringen:
Je genauer etwas beschrieben ist (beispielsweise ein Raum in einem Dungeon) umso größer ist die Möglichkeit für die Spieler innerhalb logischer Parameter frei zu spielen. Ein riesiges Königreich, in dem nichts festgelegt ist, ist das Gegenteil von Freiheit, denn hier ist alles der Willkür des Spielleiters überlassen.
Zur Folge geht es hierher (falls ihr den Link oben übersehen haben solltet)…

Uhrwerk „schluckt“ Feder und Schwert

… äh, „übernimmt strategisch“ wollte ich sagen!

Da nicht der 1. April ist, gehe ich einfach mal davon aus, dass man der Mitteilung auf der Uhrwerk-Homepage glauben darf.

Hui, das hatte ich gar nicht auf dem Schirm, wobei ich schon bemerkt hatte, dass die beiden Läden sich einen Stand auf der RPC teilen. Außerdem konnte man in der letzten Zeit altes Engel-Material und nachgedruckte Quellenbände bei den Uhrwerkern erwerben, eine Zusammenarbeit besteht also schon länger.
Die „Fusion unter der gestrengen aber gütigen Schirmherrschaft des Patric G.“ bedeutet erst einmal, dass Uhrwerk noch mehr Linien im Portfolio hat. Außerdem dürfte es noch einfacher werden die geplante Engel-Fate-Variante an den Start zu kriegen, für die Fate-Anhänger (zu denen ich ja eher bedingt zähle) definitiv eine gute Nachricht.
Auch schick, dass Uhrwerk somit ein paar sehr coole Roman-Serien am Start hat, allen voran natürlich Urban-Magic-Dresden, wobei ich persönlich ja Hippolit und Jorge den Troll noch eine Spur interessanter finde.
(Herrje. Ich sehe gerade beim Recherchieren auf der F&S-Seite, dass es scheinbar ein Reprint vom ersten Fall des durchgeknallten Ermittlerduos gibt – sehr schön, da kann ich ja demnächst mal Uli „Ehemann von bester Frau der Welt“ K., nach einem Rezi-Exemplar anbetteln…)
Auch die Nightside-Reihe ist definitiv nicht die schlechteste in ihrem Marktsegment – das ist definitiv eine gute Idee, sich die zu schnappen.
Bin mal gespannt, wie die Zusammenarbeit weiter verläuft – es liest sich ja etwas so, als würden sich Uhrwerk um die Rollenspielreihen der beiden Läden kümmern und Feder & Schwert das Banner der Literatur hochhalten. Das wäre mal eine gute Übereinkunft. Mit einer Übernahme von Pegasus oder Asmodee könnte dann direkt noch eine kleine Brettspielabteilung dazukommen.
Ich werde auf jeden Fall mal am Wochenende auf der RPC nachfragen und mich erkundigen, was da so alles geplant ist…

Die Nominierungen zum Spiel des Jahres sind raus

Mittlerweile habe ich ja hier einen recht amtlichen Brettspielanteil auf dem Blog, daher muss ich dieses große Ereignis in der Brettspielszene zumindest kurz erwähnen und kommentieren…
Hier geht es zur offiziellen Verlautbarung.
Entschuldigt, wenn ich nicht auf die Kinderspiele eingehe, aber ich werde mich auf die potentiellen Spiele des Jahres und die Kennerspiele konzentrieren.
SPIEL DES JAHRES
NOMINIERT
CODENAMES (Vlaada Chvatil – dt. Heidelberger)
IMHOTEP (Phil Walker-Harding – dt. Kosmos)
KARUBA (Rüdiger Dorn – dt. Haba)
EMPFEHLUNGSLISTE
AGENT UNDERCOVER (Alexander Ushan – dt. Piatnik)
ANIMALS ON BOARD (zur Linde/Sentker – dt. Pegasus)
DIE FIESEN 7 (Jacques Zeimet – dt. Drei Hasen in der Abendsonne)
KRAZY WORDZ (Baumann/Odenhoven/Schmidt – dt. Ravensburger)
KWINTO (Rapp/Lach – dt. Nürnberger Spielkarten)
Okaaaaay! Da gibt es doch so das eine oder andere, das ich gar nicht kenne. Von den Nominierten habe ich schon Codenames und Imhotep gespielt, die ich beide super finde. In den Weiten des Internet scheint ja Codenames der haushohe Favorit zu sein, aber ich finde Imhotep viel tauglicher für die Kategorie „Familienspiel“ – selbst wenn es wirklich am oberen Komplexitätsgrad dieser Rubrik liegen dürfte.
Von der Empfehlungsliste habe ich in der Tat erst Agent Undercover und Krazy Words gespielt. Agent Undervocer rockt mich nicht so gewaltig, wie die vielen, vielen schwer gehypten Menschen, vielleicht hatte ich einfach noch nicht die richtigen Menschen dazu am Tisch sitzen – oder ich bin ganz einfach nicht der richtige Mensch. Krazy Wordz macht (in der ferkeligen Fassung) wirklich Bock und kitzelt eine ganz neue Art von Kreativität hervor. Mit etwas geilerem Material hätte ich das auch glatt auf der Nominierungsliste gesehen.
Insgesamt fehlt hier aber auf jeden Fall Mysterium – da muss ich mir irgendwann mal erklären lassen, warum es nicht einmal auf der Empfehlungsliste steht.
KENNERSPIEL DES JAHRES
NOMINIERT
ISLE OF SKYE (Pfister/Pelikan – dt. Lookout/ASS)
PANDEMIC LEGACY – SEASON 1 (Leacock/Daviau – dt. Asmodee)
T.I.M.E. Stories (Manuel Rozoy – dt. Asmodee) 
EMPFEHLUNGSLISTE
7 WONDERS DUEL (Bauza/Cathala – dt. Asmodee)
BLOOD RAGE (Eric M. Lang – dt. Asmodee)
MOMBASA (Alexander Pfister – Pegasus)
Die Dinger kenne ich nun alle (außer Isle of Skye) und kann jede einzelne Erwähnung absolut verstehen. Gute Arbeit, liebes SdJ-Team, die haben es alle verdient. Sehr stark, dass es Blood Rage wenigstens auf die Empfehlungsliste geschafft hat. Das klingt viel marzialischer als es sich dann tatsächlich spielt. Mombasa ist natürlich mechanisch wahrscheinlich einen kleinen Tacken über dem Kennerspiel-Niveau und darf sich schon alleine darüber freuen, empfohlen zu werden. 7 Wonders Duel ist wahrscheinlich daran gescheitert, dass es nur für zwei Spieler ist, denke ich.
Wenn man sich mal die Liste ansieht, ist T.I.M.E. Stories ein tolles Beispiel für ein neues Konzept und ich habe die unterschiedlichen Missionen mit völlig verschiedenen Leuten gespielt – alles waren bisher wirklich begeistert und haben sich von dem Point & Click Adventure-Charme einfangen lassen. Pandemic Legacy ist ganz einfach eine Serien-Fassung vom großartigen Pandemie – das ist ein klarer Fall von „icing on the cake“.
… nun, am 18. Juli werden wir mehr wissen – bis dahin sind meine (Außenseiter-)Tipps: IMHOTEP und T.I.M.E. STORIES!

[Unboxing] UltraQuest (Flying Games 2016)

Wow! Eine brandheiße Neuheit, die just zur RPC erscheint. Als cleverer Vorbesteller kam mein Exemplar heute schon an und ich kann nur eins sagen: Wer auch nur im Mindesten etwas für die Rollenspiele der späten 80er übrig hat, der MUSS einfach nächstes Wochenende nach Köln fahren und Markus an seinem Flying Games-Stand die restlichen Boxen aus der Hand reißen. Grandios! Selbst der Name macht keine halben Sachen, denn das Spiel heißt nicht etwa „ZiemlichgutQuest“ oder „GanzpassabelQuest“, sondern „UltraQuest! Jawollja! Genau so geht das!
Jedes noch so kleine Detail atmet den Charme der mittleren bis späten 80er Jahre und alleine für den Mut eine so klassische Box herauszubringen, gehört das kleine Indie Team geknutscht!
Ich lasse euch mal direkt an meinem Auspacken der Box teilhaben und dann fahrt ihr zum nächsten Bankomaten und hebt die benötigten 40 Euro ab, damit der Transfer in Köln möglichst reibungslos vonstatten gehen kann, denn jede Sekunde ohne UltraQuest ist für euch und euer Leben eine verlorene Sekunde – glaubt mir!
Willkommen im Jahr 1986! Kommt mit auf meine Zeitreise, denn das brandneue Rune… ÄH, UltraQuest ist erschienen. Ein Zwerg auf einem Keiler im Plattenpanzer, ein Waldläufer auf einem Säbelzahntiger, eine Elfin auf einem Einhorn, ein Halbling auf einer Riesenheuschrecke und über allem flattert eine Fee! Mal ganz ehrlich.Was will man mehr?!? Da weiß man direkt, was hier geboten wird. Rock’n’Roll!

Auch die Rückseite rockt gewaltig das Haus! Fast schon in bester DSA-Manier thront Meister Markus über dem Geschehen und sorgt streng aber gerecht dafür, dass jeder am Tisch Spaß hat – aber nicht zu viel, bitte sehr! Rollenspiel ist schon noch eine ernste Angelegenheit!

Liebevoll geht es weiter und auf der Innenseite des Deckels prangt ein amtliches Zertifikat, das dafür sorgen wird, dass ich diese Box in 18 Jahren für mindestens eine Million Euro verkaufen kann. Es gibt zwar coolere Nummern als die „29“, aber man kann ja nicht alles haben!
Auch im Inneren der Box hat sich jemand Gedanken gemacht und es gibt Würfel, Pöppel und (noch auszuschneidende Counter) sowie zwei Plastikboxen, wo letztere gut untergebracht werden können. Aber der wahre Star ist der Tiefzieher, der mit eigener Illustration daherkommt. Habe ich schon die Liebe zum Detail erwähnt…?
Zehnseitige Charakterbögen sind was für Leute, die zu viel Zeit haben und DSAler – hier liegt die Kürze in der Würze, ganz im Sinne der Idee, das Ganze als Mischung als Brett- und Rollenspiel zu vermarkten. Guter Ansatz, den ja auch die größeren Systeme immer mehr verfolgen. Und ja, ihr habt richtig gelesen! Da steht wirklich „Halbente“!
Auch vier Übersichtspläne zur Charaktererschaffung und -entwicklung liegen bei – auf der Rückseite Ausrüstungslisten, damit die Spieler ohne Umschweife zur Generation ihrer Spielfiguren kommen können und nicht jeder warten muss, bis das einzige Regelwerk der Runde weitergegeben wird. 
Schließlich gibt es noch zwei Karten, wobei die rechte bunte beidseitig bedruckt ist – die linke ist der Reprint eines alten Playtest-Prototyps, den man wohl nur bekommt, wenn man seine Box vorbestellt hat. Ätschi!
Herzstück der Box sind die beiden Hefte mit Regeln und Abenteuern. Die Regeln kommen auf fluffigen 16 Seiten daher, wobei die Kampfregeln auf nur eine Seite passen. Das ist mal wirklich kein Regelschwergewicht. Mal schauen, ob ich da nicht am Nerdpolstand eine kleines Demoründchen geleitet kriege – das kann doch nicht so schwer sein!
Das „Ereignisbuch“ hat 82 Seiten und bietet ungefähr eine Gazillion Abenteueraufhänger und kleine Szenen. Ich bin sicher, dass man die auch problemlos mit Labyrinth Lord und anderen schnell zu leitenden Systemen verwenden kann. Das Ding werde ich mir auf jeden Fall im Laufe der Woche nochmal genauer ansehen.
… und jetzt, liebe Seifenkistenleser, begebt euch am Samstag nach Köln und sucht den Flying Games-Stand und den euch von der Rückseite bekannten gestrengenm aber dennoch freundlichen Markus und kauft, kauft, kauft!

[Podcast] System Matters zum Thema „Old School“

Sehr schöner Beginn einer Podcast-Reihe zum Thema Old-School. In der ersten Folge geht es vor allem um den Begriff „Old-School“ an sich und um die Retro-Klone der Generationen 1 bis 3. Daniel hat sich (als jemand, der erst seit Kurzem seine Begeisterung für das old-schoolig angehauchte Spiel entdeckt hat) mit Amel einen Spezialisten organisiert, mit dem er kurzweilig und (in weiten Teilen sehr kenntnisreich) plaudert und informiert.
… um mal auf ein paar der angesprochenen Punkte einzugehen sei gesagt, dass LABYRINTH LORD sich natürlich auf Moldvay/Cook-D&D (gemischt mit einer Prise AD&D 1 vor allem bei den Zaubersprüchen) bezieht und nicht auf Holmes-D&D.
Auch bin ich der Überzeugung, dass es keine DSA-Retro-Bewegung gibt, weil das Spiel, wie es Mitte der 80er bis in die 90er hinein gespielt wurde, viel weniger vom Geiste des „Do it yourself“ geprägt wurde, als das im Bereich D&D der Fall war. Wie im Podcast gesagt, basieren die meisten D&D-Retro-Klone auf Hausregelchen zu den verschiedenen Editionen und Versionen – ich habe in Mitte der 80er kaum mitbekommen, dass gezielt an den DSA-Regeln gebastelt wurde – und an der Welt durfte ja ohnehin nicht gedreht werden. Ehrensache.
Auch steht bei DSA die Welt Aventurien im Vordergrund – und eben jene Setting-Informationen sind (anders als Regeltexte) rechtlich geschützt, sodass man in dem Bereich nichts offiziell veröffentlichen durfte. Die D&D-Retroklone haben ja immer ein Regelwerk mit abgefeilter Seriennummer und sind zumeist bar jeder Hintergrundwelt oder kommen mit einem notdürftig zusammengestoppelten Setting daher.
Checkt die Folge einfach mal aus, ich hoffe ihr bleibt der Reihe treu…
(Und falls ihr euch fragt, warum die Jungs von System Matters sich gerade mit dem Thema befassen – alleine die Tatsache, dass sie Beyond the Wall veröffentlichen zwingt sie ja förmlich dazu, denn BtW ist trotz seiner teils modernen Mechanismen nur verständlich, wenn man den Hintergrund zumindest rudimentär kennt.

Phantast #15 erschienen

Die 15. Ausgabe des kostenlosen Online-Magazins PHANTAST ist erschienen und das große Oberthema lautet DRACHEN. Da konnte ich mich nicht lange bitten lassen und habe einen kleinen Artikel geklugscheißert, der sich mit den Drachen im Dungeons & Dragons-Rollenspiel befasst – natürlich in den 80er Jahren. Ehrensache!
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