Das Brettergymnasium

Ahoi-hoi, liebe Seifenkistenleser. All jede, die sich schon immer – sagen wir mal „gewundert“ haben – was Shopping Queen – Das Brettspiel auf der Seifenkiste zu suchen hat, kommen nun zu ihrem Recht.
Zum Einen starte ich die Seifenkiste wieder neu durch und konzentriere mich wieder mehr auf aktuelles Geschehen und Old School-Kram – zum Anderen könnt ihr seit heute meinen neuen Blog genießen Das Brettergymnasium. Schaut mal vorbei, wenn ihr euch nicht nur für Rollenspiele interessiert…

[Blogstöckchen] 11 Fragen

Einfach nur A hat mich nominiert und die Fragen sind hinreichend spannend, um sich mal an Antworten zu versuchen.
1. Wann, denkst du, wirst du mit dem Spielen (PC. Konsole, Pen&Paper etc.) aufhören und warum?
Genau dann, wenn es jemandem gelingt, die Würfel meinen kalten, leblosen Händen zu entreißen. Wobei ich PC- und Konsolenspiele wirklich schon sehr lange nicht mehr spiele – abgesehen vom vereinzelten Ründchen „Pirates“ am C64.

2. Wenn du ein Raumschiff hättest: Wohin würdest du zuerst fliegen und warum?
Auf den Mars. Da soll es angenehm warm sein, habe ich gehört.

3. Welche drei positiven Dinge fallen dir zu DSA ein?
1. Ich finde sehr viele DSA-AutorInnen nett.
2. Ich mag die Magiepunkte der ersten Editionen.
3. Thorwaler sind cool.
4. Inspirierende Filmempfehlung für’s Rollenspiel?
Der Krieger und die Hexe,

5. Dein liebstes PC-Spiel?
Schwer. Muss es PC sein – da habe ich nie so viel dran gespielt. Aber ich würde fast sagen, dass es in diesem Fall Sim City sein müsste, das hat mich damals sehr beeindruckt.
Am C64, auf dem ich wohl am meisten gespielt habe, sind es spontan aus der Hüfte aufgezählt, die Bard’s Tale-Reihe, die SSI Gold Box-Reihe, Summer Games, Winter Games, Pirates, Space Taxi und Alter Ego.
Beim Amiga wäre das ein ganz klarer Fall mür Dungeonmaster!

6. Deine Lieblings-App?
Quizduell. Irgendwo muss sich doch Klugescheißerei auszahlen.

7. Welche 1-3 Hörspielreihe(n) würdest du anderen empfehlen?
Ich mag ja die Drizzt-Serie von Lausch. Ansonsten natürlich die drei Fragezeichen und alleine schon wegen der spektakulären Titelmusik Tim und Struppi.

8. In welches nerdige Projekt investierst du derzeit die meiste Zeit?
In das Lesen von Rollenspielkram im Internet und meinen Blog. Und ich bin sowas von stolz, dass ich Pokemon Go nicht installiert habe.
9. Deine Meinung zu Karten statt Würfeln im Rollenspiel?
Karten, brennende Hamster, Jengatürme… Kokolores! Beim Rollenspiel müssen Würfel rollen! WÜRFEL, sag ich!

10. Welche Autoren haben dein Rollenspiel geprägt/inspiriert?
Ganz klar! Natürlich indirekt Gary Gygax und direkt Frank Mentzer, der die rote D&D-Box geschrieben hat. Danach gab es einfach keine Steigerung mehr!

11. Welches Rollenspiel willst du unbedingt in den nächsten 11 Monaten noch spielen oder leiten?
Ich vermute mal, das bezieht sich auf Systeme, die ich nicht ohnehin öfters leite. Also an halbwegs neuen oder selten geleiteten Systemen wären das wohl 13th Age, Traveller, Achtung! Cthulh und Fantasy Age.


Ich habe nicht mitverfolgt wer schon alles von diesem Stöckchen angefallen wurde, daher ziele ich mal blind auf:


Blogstöckchen vom Riesländer geschnappt

Der Riesländer hat mir 11 Fragen vorgesetzt, die ich gerne beantworten will…

1. Stell dir vor, du bist Hauptverantwortliche/r deines
Lieblingsrollenspiels. Welches wäre das und was würdest du dauerhaft
ändern?

Im Prinzip BIN ich ja Hauptverantwortlicher meines Lieblingsrollenspiels, Labyrinth Lord, was allerdings derzeit – auch ob meiner wenigen Aktivitäten – ziemlich am Boden liegt. Die Frage ist also eher, was ich ändern würde, wenn Geld und Zeit zur Verfügung stünden. Zum einen würde ich das Teil komplett neu layouten und von Larry Elmore illustrieren lassen. Dann würde ich es als Hardcover und Box neu rausbringen und in die Regale der Spielwarenläden stellen. Wie gesagt – wenn ich das Geld in der Hinterhand hätte und keinen Gewinn machen müsste…
Dann würde ich mal ein paar herausragende Abenteuerschreiber wie Doctore Domani, Martin John oder Taysal mit Zornhau als Chefredakteur eine so richtig epische Kampagne zusammenbrauen lassen und die knüppelhart mit einem riesigen Support-Team in den Läden vorstellen.

2. Wenn du ein Rollenspielgrundregelwerk auf eine einsame Insel mitnehmen könntest – Welches wäre das?
Natürlich mein tolles neues Labyrinth Lord. Was derzeit existierende angeht, muss ich mal kurz überlegen… Wahrscheinlich die beiden fetten Gesamtschuber von DSA 4.1, weil ich dann endlich mal die Zeit hätte, da komplett durchzusteigen und ordentlich dran zu feilen, um da mal jede Menge Ballast rauszuwerfen und ein paar wirklich wichtige Dinge einzubauen oder glatt zu schleifen.

3. High oder Low Fantasy? Was spielst du lieber?  
Ist mir total Wumpe. ich spiele alles, was nicht schnell genug auf den Bäumen ist. Vermutlich wäre meine finale Antwort: „bodenständige High Fantasy“.


4.Warst du schon einmal auf einem LIVE-Rollenspiel oder LARP-Event? Was hältst du davon? 
Nein, da kann ich voller Stolz verkünden, dass das bisher komplett an mir vorbei gegangen ist. Auch meine Nerdigkeit kennt ihre Grenzen. Aber im Ernst: Ich finde das äußerst faszinierend, aber nur aus der Entfernung betrachtet. Ich stehe im Rollenspiel nicht allzu sehr auf Theater-Momente, da wäre LARP ganz weit jenseits meiner Komfort-Zone.

5. Welches PC- oder Videospiel (bzw. Franchise) verdient eine Pen & Paper-Umsetzung?
Natürlich „The Bard’s Tale“! Okay, die Regeln sind grob ein hochgepowertes D&D Classic, aber das Setting fand ich immer ganz cool und würde gerne mal am Spieltisch durch Skara Brae streunen.

6. Wie bist du in die “Szene” gerutscht?
Tatsächlich durch meine Bemühungen um ein deutsches Labyrinth Lord in den Jahren 2007 und 2008 – davor hatte ich mich 2-3 Jahre in der englischsprachigen Old-School-Szene herumgetrieben und in ganz bescheidenem Rahmen etabliert.

7. Wenn Achim eine Hexe spielt. Was hältst du von Crossgender-Play im Rollenspiel? 
Das kann sie gerne machen, die Achim. Das steht ihr in meiner Spielrunde völlig frei. Ich habe aber in 7652985692 Jahren Rollenspiel noch nicht ein einziges mal erlebt, dass das in irgendeiner Art ein Zugewinn für das Spiel gewesen wäre. Frauen spielen ganz komische Männer und Männer äußerst seltsame Frauen…

8. Du oder Sie im Rollenspielwerk? Darf dich dein Rollenspielbuch duzen?
Das darf es sehr gerne und sollte es sogar. Schließlich sind wir beide Spieler, da ist man nicht so zugeknöpft.

9. Dein/e Partner/in stellt dich vor die Wahl: “Entweder dein Rollenspielzeug, oder ich! Wie fiele deine Entscheidung aus? 
Naja, seien wir doch mal ehrlich – Menschen haben doch immer Vorfahrt vor Dingen. Obwohl es natürlich die Frage aufwirft, ob es die richtige Partnerin wäre, wenn sie so stark in meine Persönlichkeit eingreifen würde. Andererseits hätten wir dann ein paar Euro mehr auf dem Konto, die man sicher irgendwie sinnvoll unter’s Volk bringen könnte.

10. Hand aufs Herz: Hast du eine Setting- oder Abenteueridee in der Schublade, die dringend das Licht der Welt erblicken sollte?
Na klar. Auf meiner Festplatt schlummern immer etliche angefangene Abenteuer und Settings – wenn sie wirklich etwas taugen, wird man sie auch sicher irgendwann mal in fertiger Version zu sehen bekommen. So richtig spektakuläre konkrete Beispiele aus der jüngeren Vergangenheit, fallen mir spontan nicht ein, aber ich habe noch eine komplette Forgotten Realms-Kampagne für AD&D 2 in einem fetten Leitz-Aktenordner.

11. Vervollständige folgenden Satz: Ein illegal verbreitetes Rollenspieldokument…
… schädigt in geringerem Maße Verlag, Autor, Übersetzer, Illustrator, Layouter, Lektor und Korrektor, ist aber ansonsten eine prima Sache, wenn es darum geht, das Hobby weiterzutragen.

… da ich ja nicht sonderlich fantasiebegabt bin, ernenne ich zwar drei neue Stöckchenholer, gebe ihnen aber keine neuen Fragen, da diese 11 vom Riesländer schon super sind und man das Rad nicht doppelt erfinden muss.
Doctore Domani, Tarin vom Goblinbau und der Ghoultunnel müssen sich mit den Fragen rumschlagen!

Gratis-PDF-Download mit den Beiträgen des Winter-OPC

Granate! Pünktlich zum GRT haben Greifenklaue und Würfelheld das PDF mit allen Beiträgen des letzten Winter-Einseiter-Wettbewerbs zur Verfügung gestellt – und wenn ich mir die Teile so ansehe, wird mir klar, warum ich immer unter „ferner liefen“ ankomme. Da muss ich wohl nächstes Jahr größere Geschütze auffahren. Mein Traum wäre jetzt noch eine Aufbereitung in printfähige Form und die Möglichkeit, sich die Chose als PoD drucken zu lassen!
Runterladen könnt ihr euch die Datei bei Greifenklaue oder beim Würfelheld (in alphabetischer Reihenfolge).

[Sonntags-Interview] Roger Lewin (Chefredakteur Teilzeithelden)

Und wieder ein neuer Aspekt des Rollenspiels, den ich beleuchte – Roger Lewin erzählt über seine Arbeit mit und an den Teilzeithelden.
1. Roger –
schildere doch mal bitte kurz deinen Weg ins Rollenspiel.
Hallo
Moritz! Tja, ich denke, das hängt maßgeblich mit meiner Faszination für die
Phantastik zusammen. Vermutlich begann alles 1979, als ich im zarten Alter von
fünf Jahren von meinen beiden älteren Brüdern in Star Wars 1 (heute Episode IV)
geschleppt wurde. Danach war es um mich geschehen und ich begann mich eingehend
mit Fantasy und Science-Fiction zu beschäftigen. Als dann ein Schulfreund, mit
dem ich immer am Amiga gespielt habe, die damalige DSA-Basisbox anschleppte, erkundeten wir gemeinsam diese für uns
neue Welt und Art des Spielens. Ich meine, ich war 14 oder 15 Jahre alt.
Verglichen mit der Art, wie ich das Hobby heutzutage betreibe, liegen da sicher
Welten dazwischen, aber wir hatten eine Menge Spaß und es hat ein Jahr
gedauert, bis ich meine ersten Schritte als SL begonnen habe,
2. Was
hat dich dazu bewogen, den Spielleiter geben zu wollen?
Böse
Stimmen würden behaupten. dass ich gern nach Kontrolle greife <lacht>.
Nein, Hand aufs Herz. Ich denke mir gerne Welten aus, lasse mich von
Weltenbeschreibungen treiben und stelle mir Probleme vor, die in den Welten
entstehen könnten. Ich leite sehr wenig fertige Kampagnen oder Abenteuer, weil
die mir oft zu eng gesteckt sind. Ich würde sagen, dass ich die Welt leite,
nicht das Abenteuer. Die letzte fertige Kampagne, die ich geleitet habe, war Darkness Descends für das
SciFi-Rollenspiel Trinity von White Wolf. Das ist Jahre her. Ich denke
mir meine Sachen selbst aus. Da warte ich übrigens auch händeringend auf die
neue Version, die ja 2017 kommen soll. Es macht mir auch einfach Spaß, Menschen
zu entertainen.
3. Kommst
du derzeit überhaupt noch zum Spielen?
Nein,
offen gesagt nicht. Ich habe das letzte Mal vor über 2 Jahren kurz in einer L5R-Runde gespielt, diese ging aber
leider nicht weiter, da die Mitspieler zu weit räumlich getrennt waren. Meine
Frau wirft mir manchmal im Scherz vor, dass ich gar nicht mehr spielen kann.
Damit meint sie, dass ich zu viel Spielzeit an mich reiße oder einfordere. Als
SL bin ich es gewohnt, häufiger zu reden als die Spieler, man ist ja für die

ganze Welt zuständig. Das müsste ich mir erst wieder abgewöhnen. Auf der
anderen Seite leite ich gerade ganze fünf Runden und da bleibt einfach keine
Zeit mehr, selbst zu spielen neben den ganz anderen Hobbies und
Verpflichtungen, die ich habe.

4. Du
lieferst mir die perfekten Stichworte – neben deinem absolut fordernden
Privatleben hast du ja auch deine Hände in diversen Rollenspielprojekten –
erzähl doch mal…
Der
alltägliche Wahnsinn eben für einen kreativen Nerd. Dass ich der Kopf von Teilzeithelden
bin, ist kein großes Geheimnis und ich freue mich jeden Tag, wie groß das
Magazin geworden ist. Das wurde natürlich nur so wegen den tollen Menschen, die
am Projekt mitarbeiten. Und auf die bin ich echt stolz. Daneben war ich Teil
der Jury des Deutschen Rollenspielpreises in 2015 und habe meine Meinung und
Bewertung zu den eingereichten Produkten beigesteuert. Würde ich noch irgendwie
Zeit haben, würde ich mich auch mehr am GRT beteiligen wollen…..
Meine Runden gerade sind; Aberrant, ein Superheldensystem nach White Wolf, spielt in einem
alternativen Japan der Neuzeit und macht einen Heidenspaß, dann Earthdawn nach der vierten Edition von Ulisses – die SC sind nach dem Angriff
eines großen Dämons auf ein Segelschiff über dem Servosdschungel abgestürzt und
müssen nun ihren Weg in die nächste Zivilisation finden. Weiter gibt es eine Dresden Files-Runde, aber nach FATE Core
mit Anpassungen am originalen Magiesystem – hier decken die SC ein Ritual zur
Wiederbelebung eines Vampirs auf, mit rein spielt eine Verschwörung, die sich
sogar bis in die Kreise der Wardens zieht. Online zu leiten, versuche ich nun
das erste Mal, dann aber gleich mit zwei Runden. Zum einen Trinity und Star Wars: Am
Rande des Imperiums
. Ich bin sehr angetan von der Chance, mit Leuten aus
dem TZH-Team zu spielen, die ich sonst nie real treffen würde und bin auch ganz
zufrieden, mit der Möglichkeit, Handouts virtuell vorzustellen. Aber so richtig
warm werde ich mit dem Onlineleiten einfach nicht.
5. Na,
komm schon! Mit einer Antwort darfst du mal so richtig die Werbetrommel für die
Teilzeithelden rühren.
Roger: Du willst
sicher auf Patreon hinaus.
Wir haben uns entschieden, diese Form der Honorierung der Aufwände für unsere
Schreiber, Grafiker und Lektoren zu nutzen. Ich meine, das ist stellenweise echt
ne Menge Arbeit. Produkte lesen, Spieltesten, Texte dazu schreiben, Rahmeninformationen
recherchieren, viele Stunden Überarbeitung und letztendlich Livesetzung des
Endartikels. Das ist viel Arbeit, wo wir uns freuen würden, wenn unsere Leser
den Kollegen mit Patreon „Danke!“ damit sagen. Wir machen diese
Arbeit freiwillig und weil wir Spaß dran haben – aber wenn man einmal im Jahr
mit seinem Lebensgefährten Abendessen gehen kann von der Wertschätzung der
Leser, ist das ein tolles Gefühl.
Einige werfen uns ja Geldmacherei vor, aber denen muss ich
leider entgegnen, dass die liquiden Mittel in der Branche nicht so locker
sitzen, wie man annehmen mag. Wir kommen in den meisten Jahren auf eine
schwarze Null nach Abzug von Steuern etc. raus. Da bleibt einfach nichts für
die Schreiber und anderen Mitwirkenden übrig.
Also wer uns noch nicht kennt und eine Plattform besuchen
möchte, die regelmäßig Produkttests und News zu allen Bereichen der gespielten
Phantastik bringt, der soll mal vorbeischauen. Ihr werdet nicht enttäuscht!
6. Absolut. Da gibt es Projekte, die weniger unterstützenswert sind. Wie viele
„Teilzeithelden“ gibt es denn mittlerweile und wie bekommt man diesen
Flohzirkus halbwegs in den Griff?
Stand
heute sind wir 31. Fünf Lektoren, eine Grafikerin, der Rest Redakteure für die
verschiedenen Bereiche. Wir bedienen ja nicht nur Tischrollenspiel, sondern
auch LARP, Tabletop, Filme und Serien und was weiß ich noch alles. Ich selbst
bin im echten Beruf Projektleiter im IT-Umfeld, damit einher geht natürlich
eine Menge an Wissen über die Steuerung von Projekte und das Anleiten von
Teams.
Und dieses Wissen habe ich bei der Organisation von Teilzeithelden eingebracht. Wir haben
zum Beispiel Teamleiter, bei uns Ressortleiter genannt werden. Die Teams
koordinieren sich selbst und bestimmen frei ihre Themen, der Leiter meldet sie
an mich. Das fließt dann in die Planung ein. Die Themenplanung selbst wird bis
zu zwei Monate im Voraus gemacht und wir arbeiten mit Einreichungsfristen – das
ist immer zehn Tage vor Veröffentlichung des Artikels. Die Planung vorab
bekommen übrigens alle Patreon-Unterstützer, die 3 USD und mehr je Monat
spenden. Klar muss sich jemand erstmal an die Workflows, die wir etabliert
haben, bei Hinzukommen zum Team gewöhnen, aber das geht meist recht fix. Logisch
muss man ab und an den einen oder anderen ein wenig an die Termine erinnern,
aber in Summe sind wir alle sehr zufrieden mit den zugrunde liegenden
Prozessen.
7. Ja,
hört sich etwas komplizierter an als einen Seifenkisten-Artikel
zu schreiben und freizuschalten. Wie kam es zustande, dass aus der doch recht
übersichtlichen News-Seite so eine „Mega Corporation“ entstanden ist?
Vision? Zufall?
Naja, wenn
ich was mache, dann mache ich es richtig. News haben wir ja nie so richtig gemacht,
sondern uns immer mehr auf die Inhalte mit höherer Halbwertszeit konzentriert.
Ich würde schon sagen, dass es ambitionierte Vision war und wir sind auch
vermutlich nicht am Ende angelangt. Wir könnten noch viel mehr machen – aber
dazu fehlt uns die Mannkraft. Redakteure bei uns sind angehalten, einen Artikel
im Monat einzureichen, nach meist freier Themenwahl. Bei einigen gibt es
Sondervereinbarungen mit sechs Artikeln im Jahr. Was uns für „mehr“
Content fehlen würde, wäre noch mindestens ein weiterer Lektor und vor allem
ein Layouter/Setzer. Zurzeit setze ich selbst die Artikel, das kann ich ab
einer gewissen Menge nicht mehr gewährleisten. Und letztendlich natürlich auch
mehr neue Redakteure. Wir schreiben Ende Januar einen Redakteur für die gesamte
World of Darkness aus und im Februar
einen für die deutschen Übersetzungen von Pathfinder.
Wir wachsen also weiter – jedoch langsam. Es gibt ja auch Bewegungen im Team.
Manch einer bekommt es zum Beispiel durch einen neuen echten Job nicht mehr
zeitlich hin oder ist schreiberisch ausgebrannt. Dadurch gehen diese in die
Pause und es sind wieder weniger Beteiligende. Die Grundtendenz ist aber weiter
nach oben gerichtet.
8. Hört
sich gut an. Du weist ja schon die Tendenz zur „News-Seite“ von dir –
was ist die Idee hinter der Seite? Hat sie vielleicht sogar einen Fokus?
News sind
ja etwas, was gerade jetzt eben in diesem Moment passiert. Da macht Dominik mit
dem Almanach wieder einen
hervorragenden Job. Wir senden auch News, ja, aber als Mehrwert für die, die
uns aus den sozialen Medien folgen. Wir machen auch monatliche Tabletop-News,
schick aufbereitet in einem eigenen Artikel. Aber echte Short-News gibt es
nicht bei uns, sondern eben nur bei unseren sozialen Präsenzen, hier
vornehmlich Facebook. Was wir dort sende, steht aber auch in unserer seitlichen
Navigationsleiste. Wir wollen niemanden aussperren. Klar würde ich es auch gern
etwas aufbereiteter im Magazin machen, aber das wäre ein ganz eigenes Team, was
noch zusammengestellt werden müsste.
Rollenspielprodukte sind ja generell Produkte von höherer
Halbwertszeit als beispielsweise ein Computerspiel. Und damit bleiben sie auch
über viele Jahre lang interessant. Und da ist dann auch unser Fokus oder
Anspruch: Für die von uns vorgestellten Produkte belastbare Kritiken zu bieten
und auch Tipps und Hinweise für die Spielarten des Hobbies generell zu geben –
verbunden mit so manch philosophischem Gedanke.
9. Wir
nähern uns mit Riesenschritten dem Ende – gibt es ein System oder ein Setting,
das dir besonders am Herzen liegt?
Ich bin
einer der Spieler, die Welten höher schätzen als Regeln. Mit den Regeln kann
ich mich immer irgendwie arrangieren. Eigentlich gibt es zwei Welten, die ich
favorisiere. Da wäre zum einen Rokugan aus L5R,
wenn man denn einige Entgleisungen im Fluff ignoriert und das Trinity Universe von White Wolf. Beide grundverschieden, aber
beide toll. Das ist eine Japanofantasy, das andere Pulp/Superhero/Science-Fiction.
10. Das
sind auch definitiv zwei interessante Settings. Vielen Dank für deine Zeit! Zum
Abschluss erhältst du wie alle Sonntags-Interview-Partner die Chance, dem
deutschsprachigen Rollenspielvolk ein paar Worte höchster Weisheit mit auf den
Weg zu geben.
Leben und
leben lassen, Freunde. Es gibt keinen Weg, Rollenspiel „richtig“ zu
betreiben. Jeder entscheidet das für sich selbst. Und wenn Du, ja, genau DU,
privat mit einem System nicht klarkommst, dann halte es wie der Pinguin
„Einfach mal die Klappe halten!“. Und sonst gilt immer: Spielen,
spielen, spielen und auch mal was Neues austesten und sich aus der eigenen
Komfortzone bewegen. Und Teilzeithelden
lesen. Oder so … <lacht>

[Hilferuf] Welchen Artikel soll ich ins Rennen schicken?

Ich suche jetzt schon seit einigen Tagen auf meinem Blog herum, denn ich suche nach einem „archetypischen Seifenkisten-Artikel“. Aber ich fange besser am Anfang an:
Der großartige Mondbuchstaben-Blog hat eingeladen zu einem kleinen Heftchen, das Blog-Artikel enthalten soll und zum Gratisrollenspieltag in die Pakete geschaufelt werden soll. Eine Wahnsinns-Idee, die den deutschsprachigen Rollenspiel-Bloggern etwas Aufmerksamkeit sichern könnte – da bin ich doch glatt dabei.
In letzter Zeit habe ich ja eher Rezis und News an Bord, da ich meinem Gefühl nach schon die meisten systemrelevanten und regelbetrachtenden Postings schon 2008/2009 rausgefeuert habe.
Nun brauche ich also eure Hilfe. Was denkt ihr, welcher Artikel die Seifenkiste gut vertreten könnte? Ich bin dann auch gerne bereit, den nochmal zu überarbeiten, um Dirks Kriterien zu erfüllen…?

Die Rollenspiel-Kiste ist da (und fast schon wieder weg)!

So! Endlich ist das Teil bei mir angekommen! Da war echt viel Kram drin – wovon ich allerdings schon viel in meinem „Evil Lair“ hatte – dennoch habe ich drei Artikel gefunden, die ich behalten habe, bevor ich die Kiste weiter auf die Reise schicke.
Die monumentale Reise nahm ihren Anfang beim Afterjob-NerdAdrians RPG-IdeenBlechpiratGreifenklaueGelbe Zeichend6ideasRollenspiel-AlmanachAnalogkonsole und jetzt ist sie hier in meinem Keller.
Irgendwie war nicht so viel fr mich dabei – ein Shirt hätte mich interessiert, aber das hatte locker 2 X zu viel auf den potentiellen Rippen. Schade! Witzigerweise waren auch einige Sachen aus meiner Feder im Paket – nicht, damit jemand denkt, ich Ego-Zocker hätte die reingetan – die waren alle schon vorher drin…
Was aber kabe ich mir zur Brust genommen?
Zuerst einmal das englischsprachige  13th Age Regelwerk – und zwar einfach nur, weil ich es kann. Wie mal gebloggt, hat mich die Übersetzung und ihre Koordination ja ordentlich Blut, Schweiß und Tränen gekostet, aber ich hatte das Original immer nur als PDF – jetzt auch in schicker Print-Form!

Dann etwas, das jetzt nix Limitiertes, oder Besonderes ist, aber es fehlt mir einfach im Regal – das aktuelle Cthulhu-Abenteuer Die Priester der Krähen – da macht man einfach nix falsch!
Meine Rausgrabschung Nummer 3 ist ein DSA-Abenteuer – und zwar Familienbande, das man bekam, wenn man an der großen Ulisses-Umfrage teilgenommen hat, also ein ziemlich gesuchtes Sammler-Teil, weil nicht alle DSA-Sammler so fuchsig waren, einfach mal die lumpigen paar Fragen zu beantworten.
Ich habe ein paar feine Kleinigkeiten reingetan und bin mal gespannt, an wen ich das Ding weiterschicken muss…

Grandiose Blogger-Aktion zum GRT!!

Da hat er mal wieder eine grandiose Idee, der Remmecke Dirk! Mit einer „Best-of-Ausgabe“ der deutschen Rollenspielblogs will er beim GRT 2016 vertreten sein! Ich will hier nicht lange rumfaseln, Dirk hat auf seiner Seite alles hervorragend erklärt und ich kann nur sagen:
Ich bin dabei!
… und ich hoffe ihr anderen Blogger auch alle! Haut rein und präsentiert eure besten Artikel einem wirklich breiten Publikum!

[Sonntags-Interview] Daniel Wießner (Blogger)

Mein Sonntags-Gast Nummer 3 war schon vor langer, langer Zeit Daniel WießnerBlogger der Herzen und sympathischer Facebook-Freund…

EDIT: Das Original-Interview hat seit dem 1.11.2012 auf meiner Festplatte geschlummert – seitdem hat sich einiges getan und wir haben die ganze Chose nochmal überarbeitet…:

1. Daniel – schildere doch mal bitte kurz deinen Weg ins Rollenspiel.
Hmm … gar nicht so einfach. Ich würde sagen, dass es ein längerer Weg war, der sich nach und nach entfaltet hat.

Von der Liebe für Märchen und Mythen bin ich zur phantastischen Literatur (Avalon-Trilogie) gekommen. Über Freunde – mit ähnlichen Interessen – hab ich dann Shannara und Spielbuchabenteuer kennengelernt. Mit denselben Leuten war ich im Schultheater. Wenig später habe ich durch Freunde aus der Jugendgruppe mit Warhammer Fantasy, dem Tabletop angefangen. Als da noch Schulfreunde dazukamen wurden da schnell eher erzählerische Tabletop-Scharmützel draus. Mein Kontakt zu den Schulfreunden ist dann erst mal ein bisschen verloren gegangen.

Wiederum Freunde aus der Jugendgruppe (CVJM) haben ins Zeltlager Shadowrun-Romane mitgenommen. Im Jahr drauf das SR 3.01-Regelwerk, das ich mir ausgeliehen habe, aber nicht verstanden. Geblieben ist die Beschäftigung mit Rollenspiel-Konzepten.

Auf der Silvesterparty 2001/2002 habe ich dann Leute getroffen, die tatsächlich rollenspielen. (Freunde eines Freundes aus der Jugendgruppe.) So kam ich in den ersten Monaten anno 2002 zu meiner ersten Rollenspielrunde. Das war AD&D 2nd. Leider war die Gruppe schon im Auflösungsprozess. Sie hat den Frühling nicht überlebt.

Im Herbst desselben Jahres habe ich dann meine alten Schulfreunde wiedergetroffen und festgestellt, dass die auch Rollenspiel spielen. Freiformszenarien wie „Der Weltherrscher – kann er trotz perfekter Pläne gestürzt werden?“

Jedenfalls hab ich mir dann ein paar Schulfreunde geschnappt und erstmal mit dem regellosen Spiel daidalos einige Sitzungen geleitet. Hat nicht lang gehalten. Spätestens mit dem Anfang vom Ende der Schulzeit im Freundeskreis haben wir auf Spielerpool umgestellt. Wer ne Idee hat, leitet. Das war die Zeit von RISUS und Spotlight 24h (ein SL-loses RPG, das Tanelorn-User Fredi der Elch für den Wettbewerb im FARA (RIP) geschrieben hatte).

Dann kamen kommerzielle RPG in unser Blickfeld. SR 3.01 haben wir ausprobiert und obwohl uns das Setting gefallen hatte, war das Probeabenteuer in der Regelanwendung eine Katastrophe. Cthulhu war cool, wurde aber leider nicht weiterverfolgt.

Im Herbst 2005 bin ich nach Nürnberg verzogen und habe WFRP 2nd für mich entdeckt. Mit Freunden zu Hause wurde das dann eine Weile gespielt. Gleichzeitig hab ich mich im F&S-Forum wegen WFRP angemeldet. Nach der Schließung des F&S-Forums bestand der WFRP-Teil als „Die Alte Welt“ weiter. Im Studium kam dann Earthdawn und zum ersten Mal größere Konflikte im Rollenspiel wegen inkompatibler Spielstile. Das war mein Einstieg ins GroFaFo (heute Tanelorn). Soweit mal …

2. Soweit zur Historie. Wo stehst du jetzt rollenspielerisch?
Vorneweg: Den Einfluss von PC-Spielen wie Demonworld, WarCraft I, Schatten über Riva und Baldur’s Gate habe ich oben unterschlagen.

Wo stehe ich heute? Was mir immer noch wichtig ist und was auch durch das Spiel mit meinen Schulfreunden geprägt worden ist, ist Folgendes: Rollenspiel als Gemeinschaftsaktion. Das heißt: Jeder kann und soll seine Ideen einbringen. Bei der Regelauslegung verstehe ich mich sowohl als „primus inter pares“ als auch als Regelwächter, der auf die Einhaltung gemeinsam getroffener Entscheidungen achtet. Auch die Setting-Wahrheit wird generell – auf Grundlage der RSP-Bücher – im Diskurs gewonnen.
Regelsysteme, die diesbezüglich offen sind, gehören daher zu meinen Lieblingen.

Das sind Prince Valiant Storytelling Game (Artus und Prinz Eisenherz sind Allgemeingut, mit dem jeder was anfangen kann. Zudem ist das Spiel recht vorbereitungsarm, sodass ein schnelles Losspielen möglich ist.)
Old-School-Spiele wie LotFP oder LabLord. (Weil Explorationsspiel und „Rulings statt Rules“ gut möglich ist.)
WFRP 2nd (Tolles Setting und das kreative Element des Zufalls. Außerdem kommt es meinem Interesse Geschichtliches ins RSP zu bringen entgegen.)
Indies wie Solar System oder Urchin (bei denen das Spiel durch Charakterinteressen und Ressourcen geleitet.)
Everway (Das Spiel stützt sich auf Assoziation und kreative Ideen.)

Im Moment versuche ich in Baukasten-Spiele reinzukommen.
Das sind D&D3-Varianten (True20, Arcana Evolved),
HERO (da ist für irgendwann Star Hero angedacht),
D&D 4, auch wieder Savage Worlds (irgendwann soll Savage Zorro entstehen).

Und dann möchte ich noch Norbert Matauschs „Abenteuer 2.0“ zu einem Old School/Freiform-Spiel für Anfänger weiterentwickeln.

Edit: 15.11.
Das Thema „Spielzeit am Tisch“ ist mir zunehmend wichtig geworden. Sprich: Ich will in 3 Stunden einen abgeschlossenen Handlungsbogen spielen können. (Der Handlungsbogen muss sich dabei organisch aus dem gemeinsamen Spiel ergeben und sollte bitte nicht irgendwie vorgegeben sein. Der kann auch antiklimaktisch sein.)

Prince Valiant, Everway und OSR (LabLord, LotFP) funktionieren in der Hinsicht immer noch ganz gut. WFRP 2 nur zum Teil. Es bleibt trotzdem das Spiel, mit dem ich mich unter dem Strich am besten auskenne. Versuche mit aufwändigen Baukastensystemen habe ich aufgegeben.

Aktuelle Veränderungen sind, dass ich meine Liebe für britische Settings/Systeme entdeckt habe. Sei es Maelstrom, Crypts & Things oder Clockwork & Chivalry. Kultur, Religion, Alltag, ggf. Politik spielen in diesen britischen Spielen oft eine viel größere Rolle als bei US-Sachen. Und: Ich mag den Humor aus UK einfach viel lieber als den aus den States.
Systemseitig habe ich W100-Spiele, die Abkömmlinge von Runequest für mich entdeckt und, dass OSR und Indie coole Synergien haben können (Mutant:Year Zero).

3. Wir unterhalten uns ja gerade per Facebook – wie bist du ansonsten rollenspielerisch vernetzt?
Das Internet ist das Eine. Freundes- und Bekanntenkreis das andere.

Im Forum „Die Alten Welt“ war ich lange als Moderator unterwegs. Das liegt derzeit auf Eis. (Das liegt schon seit längerem nicht mehr auf Eis. Ich bin wieder ins Team eingestiegen.) Ansonsten findet man mich im Tanelorn. Dann gibt es noch mein Blog „… in der Mitte der ZauberFerne“.
Da war ich länger nicht mehr so aktiv. Dasselbe gilt für das RSP-Blogs-Forum. Entsprechend hab ich mich auch an den Blog-Karnevals noch nicht beteiligt. [Seit 2012 bin ich in den Karneval gezogen.]

(Im Fundus Ludi (RIP), bei den Blutschw. – Verzeihung Aktion Abenteuer [das aktuell wieder Blutschwerter heißt] – findet man mich kaum mehr. Ins LabLord-Forum komm ich – aus welchen Gründen auch immer – nicht mehr rein. Und im O.R.K. bin ich z.Zt. eher Leser, denn Schreiber.)

Außerhalb des Internets habe ich – außerhalb des expliziten Freundeskreises – Kontakte zu den Rollenspielern an der Augustana Hochschule, in Rummelsberg und in Nürnberg. Für einen Verein hat es nie gereicht. Was Cons anbelangt, so habe ich es bisher nur auf die „Erlanger Spielertage“ und die Heroldsberger Spieletage geschafft. Am GRT habe ich einmal mit einem alten Freund, der RSP nicht kannte, teilgenommen. Außerdem war ich im Sommer mal wegen eines anderen guten Freundes beim Spielertreff des FiS e.V. Coburg. Vielleicht wird da noch öfter was draus.

4. Als Blogger weiß ich um die immer wiederkehrenden Motivationsprobleme und Durchhänger und möchte dir kurz mitgeben, dass ich deinen Blog immer gerne gelesen habe. Empfiehl doch mal bitte drei Blogs, die man als Rollenspieler nicht verpassen sollte.

Keine leichte Aufgabe. Verschiedene Blogs funktionieren ja unterschiedlich. Manche sind nur noch „Textarchiv“ und gar nicht mehr im eigentlichen Sinn aktiv, wie Skyrocks „Adventure Now“. Andere sind episodisch aktiv wie Zornhaus Blog oder Dirks „Mondbuchstaben 2.0“. Wieder andere haben vor allem Neuigkeiten im Blick. Und auf deutscher Seite gibt es einen Blog, das man gar nicht empfehlen muss, weil es so bekannt ist, dass es keine Empfehlung braucht. Das ist „Von der Seifenkiste herab…“.

Als Versuch einer Empfehlung (drei deutschsprachige und drei englischsprachige Blogs):

Deutsch:

1) http://analogkonsole.wordpress.com
Weil Norberts Gedanken zu Freiform, Old School und neuerdings auch Dungeon World eigentlich immer bereichernd sind.

2) http://mondbuchstaben.wordpress.com
Weil Dirks Wissen in Punkto Rollenspielhistorie und Geheimtipps ungeschlagen ist.

3) http://zornhau.rsp-blogs.de/
Weil Zornhau zu aktuellen Themen umfangreich und begründet Stellung bezieht und immer mal wieder passendes Spielmaterial dazu legt.

Englisch:

1) http://www.davidchart.com/
David Charts HP/Blog, weil er aus der Perspektive des Schreiberlings sich ganz verschiedenen – insbesondere auch rollenspielpolitischen Themen annimmt. Ein großartiger RSP-Schreiber (u.a. Ars Magica 5, div. WFRP-Sachen, …) und ein Mensch mit klugen Einsichten.

2) http://therpgpundit.blogspot.com
Weil interessante Ideen, abseitige Spiele, polemischer Ton, „Mainstream-D&D über alles“, und richtig gut ausgeführte Rezensionen ein unerhörtes und explosives Gemisch ergeben.

3) http://falsemachine.blogspot.com/
Ausgefallene, kreativ-verrückte Ideen, inspirativ … und tendenziell mit „Stats“ für OSR-Spiele.

5. Hörst du auch PodCasts oder geht diese (zugegeben kleine) Welle komplett an dir vorbei?
Lange habe ich regelmäßig das rpg-radio gehört. Seit es das nicht mehr gibt höre ich ab und an „system matters“.
Die Söhne Sigmars habe ich von Anfang an verfolgt. Auch, weil mein früherer Mitmoderator Alandor aka Stefan aus „Die Alte Welt“ daran beteiligt ist. Da WFRP 3 mich bislang noch nicht hat packen können höre ich aber nur sporadisch rein.
Aktuell ist es so, dass ich eher nur noch einzelne Episoden, zu Themen die mich besonders interessieren, von Podcasts höre. Die kann ich gar nicht alle benennen. Aber es sind Deutsche und auch mal Englische dabei.


6. Seit etwa 2 Jahren gibt es ja immer mal wieder Abenteuerwettbewerbe für diverse Systeme. Hast du schon einmal an einem teilgenommen?

An einem LabLord One-Sheet habe ich mich versucht. Allerdings hat das dann zeitlich nicht hingehauen. Vielleicht lag das auch daran, dass ich nicht wusste, wie ich die Ideen auf einer Seite präsentieren kann.
Ich sollte mir mal jemand schnappen, um das Teil fertig zu basteln. Die Idee dahinter finde ich immer noch recht cool. [Die Basis-Location mit Abenteueridee habe ich letztes Jahr beim Nerdpol-Weihnachtskarten-Wichteln verschickt.]

Wenn Greifenklaues „Wunsch ist Wunsch“ nach dem Vorbild von „Secret Santicore“ auch zählt, dann stecke ich mitten in so einem Wettbewerb. (Würde ich aber eher nicht mitzählen, da der Wettbewerbsgedanke fehlt.) [Das Teil ist fertig geworden. Auffindbar über mein Blogarchiv im Dez 2012.]

7. Wie müsste ein Wettbewerb aussehen, damit du unbedingt an ihm teilnehmen musst?

Beinahe hätte ich geschrieben, dass er keine Zeit brauchen dürfte. Das heißt: Er müsste ermöglichen, was ich für meine Runden immer schon mal machen wollte. Mich da abholen, wo ich rollenspielerisch stehe.

Dann ist mir eingefallen: Ein Spielfragment mit Zeichnung/Skizze, ein Abenteueraufhänger anhand einer Zeichnung, … irgend sowas würde, glaube ich reichen.


8. Vielen Dank für deine ausführlichen Antworten! Zum Abschluss hast du die Chance, ein paar Worte an das „Volk“ zu richten, die ich fett markieren und rot einfärben werde

Rollenspiel. Für mich ist das „Was wäre wenn“ in spielerischer Form. Zweck-loses Spiel. Soziales Experiment. Geschichten fabulieren. Kreativ sein. Taktische Tüftelei. Schauspiel.

Ich glaube der „Szene“ würde es nicht schaden mehr in Richtung Impro-Theater, Pädagogik, Vater-Mutter-Kind, Brettspiel, Kriegsspiel und Erzähltraditionen zu schielen. Ohne Einseitigkeit.

Und aus eigener leidvoller Erfahrung: STOP Game-Hopping!

Sonst wird das mit dem Spielen nix.

[RPG-Blog-O-Quest] #002 – Fanmaterial

Greifenklaue und Würfelheld haben gestern die zweite Queste losgejagt und wer wäre ich, dass ich ihnen die Antworten verweigern könnte…
Okay, schauen wir mal, welche 5 Fragen die beiden dieses Mal stellen:
1. Meine erste Quelle für von Fans generiertes Material ist … äh, im Jahr 2015 kann das doch nur das Internet sein. Ich mag ja vor allem Blogs und Wikis.
2. Hast Du schon Fanmaterial erstellt? Wenn man es ganz streng nimmt, ist mein ganzer Kram, den ich immer mal wieder für Labyrinth Lord rausgehauen habe, Fanmaterial, oder nicht? Also ja – jede Menge. Und um ehrlich zu sein, bei solch kleinen Systemen ist die Grenze zwischen „Fanmaterial“ und „offiziellem Material“ bestenfalls fließend. Für die Anduin habe ich auch ein paar Mal etwas gebastelt und ein Abenteuer für den SpielXpress, der zu dem Zeitpunkt auch schon mehr Fanzine als „großes Blatt“ war.
3. Fanzines sind das Thema des RSP-Blog-Karnevals im November. Welches ist (war) Dein liebstes? Na, die Antwort fällt mir selbstverständlich total leicht! Das kann nur die Greifenklaue sein – The Zine with the Schiene! Wird Zeit, dass Ingodubingo das gute Stück wiederbelebt!
4. Wünschen würde ich mir Fanmaterial zu Labyrinth Lord, weil der grandiose Retro-Klon wieder viel mehr Liebe verdient hat. Leider muss ich mir da an die eigene Nase fassen. Vielleicht wäre ein cooler Wettbewerb eine Maßnahme. Der letzte ist ja schon etwas her…
5. Zuletzt hab ich den 0-Level Party & Tourney Generator für DCC genutzt und das war grandios, da man sofort mit einem schicken Funnel-Abenteuer loslegen kann und dafür sorgen, dass ganze Horden von Bauerntölpeln sich nun die Radieschen von unten betrachten.