LAWRENCE SCHACK is back!

Völlig zurecht werdet ihr euch fragen WER denn dieser „Lawrence Schack“ sein soll – aber die Schlagzeite „Lawrence Schick ist dick!“ hätte wohl lange nicht so gut gezogen…

Mr. Schick ist der Autor des legendären AD&D-Modules White Plume Mountain und ist dann relativ zügig von der Bildfläche verschwunden, auch wenn alleine der Titel seines Abenteuers heute noch die alten Hasen erschauern lässt.
Er ist also wieder auf meinem Rollenspielradar erschienen und zwar als Team-Mitglied von „Big Huge Games“. Und in diesem Profil findet man direkt sen nächsten Punkt, der mich neugierig macht – er arbeitet für seine Brötchengeber an einem monströs geheimen Projekt und zwar gemeinsam mit keinem anderen als Ken Rolston, den man auch noch als einen der Köpfe hinter der späteren D&D-Phase (Ende der 80er – Anfang der 90er) kennt.

Ich bin mal gespannt, was die beiden alten Herren sich an fiesen Ideen einfallen lassen – ich erwarte mir auf jeden Fall viel von zwei Autoren ihres Kalibers…

FIGHT ON! Ausgabe 3 ist erschienen!

Endlich ist es soweit! Die lange erwartete Nummer 3 ist erschienen und lässt sich bei Lulu wie immer als Print-Version kaufen – die PDF-Fassung folgt meist mit etwas Verspätung. Kostenpunkt beim derzeitigen Dollar-Stand ist 7,78€. Bei Bestellung von einem Exemplar sind das dann fluffige 13,45€ – nehmt ihr gleich zwei Exemplare, sind es noch 22,23, bei dreien gibt es die Teile fast umsonst – für 31,01€.

Diese Ausgabe ist extrem „phat“ geworde, wie wir jugendlichen Hip-Hopper sagen – und zwar nicht nur von der Seitenzahl (146), sondern auch vom Inhalt her – es gab eine einmalige Erlaubnis von JUDGES GUILD ihre IP zu verwenden, so dass wir die offizielle Wilderlands-Map von Rob Conley oder etwa den Tribute to the Invincible Overlord geboten bekommen. Ich habe mir schon fest vorgenommen mich in Ausgabe 4 auch zu veröffentlichen!

Also! Kaufen!

CLA2: Dolm River

„Isch ‚abe ferrtig!“ Vor 10 Minuten habe ich die letzten Zeilen meines zweiten Labyrinth Lord-Abenteuers fertig geschrieben, welches wie immer bei Brave Halfling Publishing erscheinen wird.
Es heißt „Dolm River“, ist für die Stufen 2 bis 4 und das Cover könnt ihr schon seit längerem auf der rechten Seite meines Blogs sehen. Letztendlich bin ich doch ganz zufrieden mit dem Verlauf der Story – daran hatte ich ja zwischenzeitlich etwas gezweifelt.
Logischerweise ist der Ablauf eines Fluss-Abenteuers in seinen Handlungsmöglichkeiten sehr eingeschränkt, ich hoffe allerdings die wenigen Chancen der freien Entfaltung durch viele kleine „Unterbrechungen“ etwas ausgleichen zu können.

Das Bild in der linken oberen Ecke ist übrigens von Brian „Gladiator“ Thomas und ich hatte schon lange ein Auge auf diese tolle Illu geworfen und ich bin froh und stolz, dass er mir für einen geringen Dollar-Betrag auf sein Paypal-Konto erlaubt hat, es für das Abenteuer zu verwenden.

Jetzt geht die Geschichte ihren Gang – ich lasse 4 Proofreader (aus vier verschiedenen Ländern und von 3 Kontinenten) drüberlesen und warte auf ihr Feedback. Danach kommt das Ganze zu meinem Verleger John Adams, der dann für das Layout zuständig ist. Mal sehen, etwa 2 Wochen lang dauert die Prozedur, dann sollte man das PDF kaufen können.

Ich überlege übrigens für die Print-Fassung einen anderen Weg als Print-On-Demand zu gehen, da ich von den Lulu-Verkaufszahlen nicht sonderlich begeistert bin. Meine Idee wären hier 100 gedruckte Exemplare als limitierte Edition mit Autogramm – das könnte für die Zukunft spannend werden, wenn Labyrinth Lord richtig anläuft und die Verkaufszahlen steigen, dann könnte es ein richtiger Sammlerartikel werden. Wenn ihr Glück habt einigen wir uns auf eine deutsche Druckerei und der Versand wird seeeeehr billig! Mit 85 Cent Büchersendungspreis und 15 Cent für den Umschlag könnte man gut mit einem Euro hantieren.

Ich möchte nicht mit konkreten Zahlen arbeiten, aber ich kann verraten, dass nur 12 Einheiten verkauft werden müssen, damit der Publisher und ich schwarze Zahlen schreiben können – die rutschen wir doch auf der linken A…Backe ab.

P.S.: Danke an alle, die auf meinen letzten Eintrag mit Tipps reagiert haben – ihr könnt mir ja mal per eMail eure „echten“ Namen zukommen lassen, dann kann ich sie in die Credits aufnehmen.

Expeditious Retreat Press SALE!

Das hättet ihr auch nicht gedacht, dass ich mal Werbung für d20-Produkte machen würde, was?

Aber Joe Browning mit seiner kleinen aber feinen Spieleschmiede Expeditious Retreat Press (XRP) hat allen Support verdient, der Kerl ist einfach nur Klasse, von seiner Frau Suzi mal ganz zu schweigen, die für den Versand zuständig ist und immer eine kleine persönliche Note einbringt.

Bis zum Ende des Jahres läuft sein „D20 BLOWOUT SALE„, wo er noch ein paar d20-Artikel aus seinem Lager fegt:
– Es gibt 3 unterschiedliche Bände der „Magical Society“-Serie.
– Desweiteren verkauft er 5 Teile seiner „1-on-1“-Reihe.

Preise liegen hier zwischen 3 und 5 Dollar.
Jede Bestellung bekommt noch zusätzlich ein gratis-„1-on-1-Adventure und ein Suplement von Ronin Arts. Da kann man nur zugreifen!

Jeremy hat es nicht versaut!

Ich habe endlich geschafft, den von mir mit Vorfreude geschilderten Film Colour of Magic, der auf Terry Pratchett’s Scheibenwelt spielt, zu sehen.

Lasst es mich kurz halten: Viele der fast schon philosophischen Witze und Sprachspiele von Pratchett können – logischerweise – in einem Film nicht so rübergebracht werden, ABER ich war 180 Minuten lang gut unterhalten und habe auch die Scheibenwelt ungefähr so erkannt, wie ich sie im Kopf hatte – vielleicht etwas weniger bunt, als man nach den Illustrationen von Kirby erwartet.

Sehr geil war wirklich Sean Astin als Twoflower, der erste Scheibenwelttourist, und auch meine Freundin, die Truhe aus intelligentem Birnbaumholz, hat ein schauspielerisches Meisterstück abgeliefert. Rincewind war absolut so vertrottelt, wie er sein muss – Weltklasse!

Faszinierenderweise hat es selbst Jeremy Irons als Patrizier nicht geschafft, den Film unter die Gürtellinie zu reißen! Sein Fluch über den Fantasyfilmen mit seiner Mitwirkung ist also gebannt.

Toi-toi-toi!

RPGNow: Review von ACC1: Larm

Ja leck mich doch am Besen! Ordentliche Kritiken habe ich ja schon für meine beiden bisher veröffentlichten Produkte bekommen, aber DAS HIER schlägt doch dem Fass den Boden aus!

Ein unabhängiger (ich wiederhole: UNABHÄNGIGER) Mitarbeiter von RPGNow gibt mir satte 5 von 5 Sternen und scheint das kleine Dörfchen doch ernsthaft gut zu finden. Gar nicht schlecht dafür dass es von einenm nicht-muttersprachlichen Religionslehrer geschrieben wurde!

Das gibt mir doch glatt die Motivation „Dolm River“ an diesem Wochenende fertig zu stellen, damit es Ende des Monats veröffentlicht werden kann.

Eines der drei kleinen Abenteuer – das, welches Peter Ingham als etwas „Untoten-lastig“ bezeichnet, habe ich ja ins Deutsche übersetzt und es wird in der zweiten Ausgabe der Abenteuer. veröffentlicht werden..

Mein Gott, bin ich stolz! Danke an alle, die mich unterstützt haben – vor allem John Adams, der an mich glaubt und an Dominik Elgner, der an „die Sache“ glaubt und todesmutig alles probeliest, was ich ihm vorsetze.

Was ist NICHT Old School?

Okay! Als Folge meiner knappen Ausführung, WAS Old School denn jetzt ist muss ich dennoch abgrenzen, was es NICHT ist. Wie immer geschieht das rein persönlich und ohne irgendwelchen Systemen an den Karren zu pinkeln. Solltet ihr trotzdem hier das System eures Herzens wiedererkennen – Sorry!

Auch hier gehören zwei Punkte berücksichtigt!

1. Das System bietet unglaublich viele Möglichkeiten, für möglichst alle Situationen ist dem Spielleiter eine Lösung angeboten. Im Idealfall kann man alle diese verschiedenen Möglichkeiten in den unterschiedlichsten Veröffentlichungen zusammenkaufen. Beschreibungen von angetroffenen Monstern können auch schon einmal eine Seite lang sein.

2. Die Ästhetik besteht aus Kriegern mit riesigen Schwertern und noch größeren Augen. Magier tragen Rüstungen und feuern mit Armbrüsten um sich. Der Zeichenstil ist fast schon realistisch, aber von den Details her wieder überzeichnet.

Punkt.
Fertig!

Was ist "Old School"?

Ich definiere mal kurz. Zwei Dinge gehören hier berücksichtigt:

1. Old School macht aus wenig viel!
2. Eine nicht beschreibbare Ästhetik irgendwo zwischen Gygax-Prosa und Otus-Illustrationen.

Punkt.
Fertig!

Das, was hinter dem Begriff steht, bedeutet für mich keinen Vergleich mit irgendetwas anderem, keine „holier than thou“-Attitüde und kein Sperren vor vermeintlich modernen Ideen.

Punkt.
Fertig!

*Moritz springt von der Seifenkiste und bahnt sich seinen Weg durch die Zuschauermenge*

Delving Deeper – MONK

Der tapfere Halbling bringt mal wieder ein zusätzliches Klassen-Kit für Labyrinth Lord auf den Markt.
Persönlich halte ich ja nicht viel von diesen ganzen Klassen-Add-Ons!
Wenn ich einen Piraten spielen will, dann spiele ich eben einen Kämpfer, der maximal eine Lederrüstung trägt, mit dem Rapier ficht, eine Augenklappe trägt und ohne Unterlass „HARRRRR!“ ruft.
Darf es ein Barbar sein? Kunststück! Mein Kämpfer rennt im Lendenschurz umher, schwingt seinen Zweihänder und hält Diskussionen um den Sinn des Lebens kurz.

Der Mönch, allerdings, ist etwas wirklich Besonderes. Ich bin wirklich froh diese Klasse schon vor einem Vierteljahr testlesen zu dürfen und ein paar kleine Ideen beitragen zu können.
Es sind zwar nur 4 Seiten an Text, aber die haben es in sich! Eine Kurzgeschichte mit einem Mönch, der drei Goblins vernascht leitet in die Klasse ein und dann gibt es ein wirklich gut durchdachtes Klassenkonzept inklusive strenger Hierarchie, die der Mönch erdulden muss und anderer Probleme, die das Spielen dieser überaus mächtigen Charakterklasse wieder etwas relativieren.

Runterladen könnt ihr euch die PDF-Datei bei RPGNow für saftige $0,50.
Das Titel-Design ist exakt dem der vorhergehenden Klassen: Ranger, Paladin und Bard gehalten, wirklich toll, was John Adams da Wiedererkennungswert-mäßig geleistet hat.
Interessant ist „rollenspielhistorisch“, dass erstmals nicht Andy „Atom“ Taylor, sondern Jason „Glad(iator)“ Thomas für die Illustrationen gesorgt hat. Er macht seine Sache aber vergleichbar gut, hat vielleicht sogar einen etwas moderneren Stil, dürfte vielleicht auch Leuten gefallen, die der 3E-Ästhetik etwas abgewinnen können.

… und wo ihr schonmal auf der Seite seid und euer Paypal-Konto plündern wollt – die anderen Artikel kann ich auch sehr empfehlen:
– LARM (Setting für Labyrinth Lord)
– Kids, Castles & Caves (Rollenspiel für Kinder)
– The Forgotten Temple of Baalzebul (hochstufiges OSRIC-Abenteuer)
– Fortress of the Mountain King (Einsteigerabenteuer für Labyrinth Lord)
– Valtor the Mighty (Gott des Krieges für OSRIC)
– Breaking & Entering („Alles über Diebe“ für OSRIC)

Fröhliches Einkaufen wünsche ich!

Die Spieleschmiede meines Vertrauens!

Aha! Heute morgen hat mich ein kleines Posting im Dargonsfoot-Forum sehr gut gelaunt gestimmt. Im Thread geht es um die Frage, ob es strategisch günstig ist bei der derzeitigen wirtschaftlichen Situation in den USA einen Rollenspielverlag zu gründen.

Die Hauptmeinung ist, dass es reine Geldverschwendung sein dürfte, da die Situation an der Rollenspielfront sogar noch miserabler zu sein scheint, als die allgemeine wirtschaftliche Lage es ohnehin schon ist.

Zu Frank Mentzer hatte ich ja schon etwas geschrieben, seine Bäckerei ist seit Anfang der Woche Geschichte und er ist nun Privatier, der sich mehr um seine Familie kümmern möchte, da die Bäckerei-Kette ihn und seineFrau wohl zu sehr auf Trab gehalten hat.

Er postet also Folgendes – und ich müchte es hier genüsslich kommentieren:

Er widerspricht den Schwarzsehern:
But I differ, which is why I’m starting a publishing company.
It takes time to start a company right. It’s easy to do it slowly if you plan for that.
This recession will likely run through 2009 and break late that year or in 2010… late 2010 at worst.

Er kündigt neue eigene Produkte (wahrscheinlich aus seiner langährigern Kampagne) an:
I thus plan to publish some things by next year at this time, and get a full line going by 2010, to catch the economy on the upswing.

Er weist darauf hin, dass eine vorher geforderte Tatsache gegeben ist – durch den Verkauf der Bäckerei hat er genügend Kohle und Kontakte, um die Sache professionell anzugehen:
And we have good contacts for financial backing.

Er wird nicht nur eigene Sachen veröffentlichen, sondern auch Material von Tim Kask und Ed Greenwood:
And the odds are excellent that the line will include Kask materials and my own, plus vintage things from the pre-dawn of the roleplaying age, and new things from various authors including Greenwood.

Also dreimal auf Holz klopfen, dass aus der Sache was wird, denn das ist so ziemlich die beste Neuigkeit, die das Jahr 2008 aus meiner Sicht gebracht hat!