[Rezension] Operation Thule (Roman)

… und der rührige Gymnasialkollege aus dem tiefsten Süden beschert mir mal wieder eine nette (Schul-)Lektüre…
Autor: Peter Hohmann
Verlag:
Begedia
Format:
Taschenbuch
Seitenzahl:
325
Erschienen: 2015
ISBN:
978-3957-770318
Preis: 12,50
Euro

Nordische Mythologie und Nazis – da macht man nichts verkehrt!
Vielleicht! Denke ich…
Das Cover – (Co) Begedia
Klappentext
‚Dort, wo die Geister hausen, im
dunklen Reich, ruht mein Bruder im Gewand der Ewigkeit, ganz wie ich.
Dieser sagt dir dann, wohin des Weges, tapferer Wanderer!‘
Ein
reisender Wikinger will den Ort gefunden haben, an dem sich Götter-
und Menschenwelt treffen!
Wenn sich dieser lange verschollene
Bericht als wahr herausstellen sollte, konnte das damit verbundene
Geheimnis den Ausgang des Krieges verändern. 

Ein in
altnordisch gehaltener Runentext einer aus der Frühzeit der Wikinger
stammenden Steintafel führt den Archäologen und Sturmbannführer
Rudolf Krieger nach Finnland.

Zum Inhalt
Hier haben
wir mal wieder einen Roman, bei dem es nicht ratsam ist, zu viel zum
Inhalt zu erzählen, denn er lebt von eben jener Handlung.
Ganz grob kann ich aber gerne verraten, dass wir es mit einer recht
krassen Zweiteilung zu tun haben und einem kurzen Zwischenteil, als
die beiden Welten beginnen zu verschwimmen. Zuerst gibt es eine Art
Schnitzeljagd des rücksichtslosen Sturmbannführers Rudolf Krieger
(der eigentlich alles andere ist als ein Krieger) nach nordischen
Götterhimmel und im zweiten Teil befindet sich die nicht sonderlich
homogene Gruppe aus fiesen SS-Schlägern, einer „Hexe“ auf Seiten
der Nazis und ein paar Wehrmachtssoldaten (von denen zwei die
eigentlichen Helden der Geschichte sind) sowie einigen Norwegern, die
sich auf Rachefeldzug befinden, dann eben dort und muss sich den
eigenen Ängsten und Problemen stellen.
Interessant ist hier, wie gut es gelungen ist, in unsere reale Welt
mächtige Magie einzuflechten, ohne, dass es sonderlich stört. Ja,
in den besten Augenblicken blitzt sogar ein hauch Indiana Jones auf.
Fazit
Nuuuun, wie
soll ich es sagen? Als Deutscher tut man sich immer etwas schwer
Geschichten aus der Sicht deutscher Wehrmachtssoldaten zu lesen, und
seien die auch noch so edel und gut und stellten sich gegen die
fiesen SS-Schergen. In diesem Fall
habe ich mich zähneknirschend irgendwann daran gewöhnt und war dann
beim Lesen wirklich gut unterhalten, denn dieser durchgeknallte
nordische Mythen-Schmonses wurde konsequent durchgehalten. Wie schon
an anderer Stelle festgestellt, hat dieser Hohmann eine wirklich
unterhaltsame Schreibe und empfiehlt sich wirklich für Größeres…
Bewertung
4 von 5
Runentafeln

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