Retro Phaze

Das ist doch mal wieder eine saucoole Sache! John Higgins, der auch schon Engines & Empires für Labyrinth Lord geschrieben und veröffentlicht hat, hat mit Retro Phaze ein eigenes kleines System geschrieben, mit dem er das „Beste aus zwei Welten“ zusammenbringen wollte und zwar den Old-School-Gedanken verbunden mit den Tugenden der japanischen 8-Bit-Konsolenspiele der frühen 80er. Auf nur 32 Seiten gibt es ein Füllhorn an Ideen, eine riesige Monsterliste und – ganz wichtig – ein Kapitel wie man den Geist der 8-Bit-Spiele einfängt und in seine Rollenspielkampagne bannt.
Ich kann gar nicht so begeistert schreiben wie ich gerade bin – schmökert euch einfach selbst in das System hinein.
Mir juckt fast schon wieder ein Non-Profit-Übersetzungsprojekt in den Fingern, obwohl ich für das Jahr 2011 eigentlich schon mehr ausgelastet bin, als ich eigentlich geplant hatte…
Schaut euch mal bei seinem Label Relative Entropy Games um, dort werdet ihr das PDF für umme runterladen können oder euch das Teil für 5,57€ als Print-Fassung schicken lassen.
Wie immer bin ich froh über Zuschriften von Mitbestellern, um das Porto etwas zu senken…

16 Gedanken zu „Retro Phaze“

  1. Nach einem gründlichen Blick finde ich einige Dinge nicht so schön, z.B. all diese Hexfelder, terrain-taktischer Kampf und die enge Verwandtschaft zu OD&D, aber grundsätzlich finde ich das ganze immer noch super, allein wegen dem 8-bit-Ansatz, aber auch wegen der intensiven Beschäftigung mit den Vorteilen dieses Formats.

  2. Für den Kampf kann man ja eine Optionalregel einführen, damit es easy ist wie in den Japanern, die ich kenne. Man macht einfach zwei Kampfreihen mit Nahkampf und Fernkampf auf und stellt dieser einander gegenüber.

  3. Als Anregung taucht das gridlose Gegenüberstellen ja auch schon im Buch auf – im Light Warriors Campaign Model, glaube ich. Wir spielen Freitag allerdings auf Hexfeldern. (Und mit 8bit Gedudel von Disasterpeace im Hintergrund) 😀

  4. Das war eine spontane (Um)entscheidung. Ich habe eine ziemliche große Runde zum Geburtstags-Oneshot bestellt und der eigenmächtige Systemwechsel wird jetzt mein Geschenk an mich. 😉 Das Buch ist ja schnell gelesen und für eine kurzfristge Abenteueridee habe ich ausreichend lange Jugendjahre im Elektrosmog an der Konsole gehangen. Das schreibt sich jetzt mehr oder weniger von selbst.

  5. Klar – was ich sowieso fürs Spielen brauche (Karten, Begegnungstabellen und Stichwortschmiererei), leg ich dir dann gerne eben auf den Scanner.

    Falls sich aus der Kostprobe am Ende sogar eine Runde ergeben sollte, die Lust hat, irgendwo hinter den ersten "geographical barriers" die Welt zu retten, könnten wir auch gerne mal darüber reden, das Ding zusammen auszubauen und schick zu machen. (Das mal so als unverbindliches Gedankenspiel jenseits von Versprechen oder Ankündigung. 😉 )

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